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Steuervergünstigung Härteausgleich

Im Bereich der Einkommensteuer ist eine Steuerermäßigung mit der Bezeichnung Härteausgleich vorhanden. Dieser Härteausgleich ist indirekt bereits in den vorstehenden Ausführungen erläutert worden.
Ein Betrag in Höhe der Einkünfte, von denen der Steuerabzug vom Arbeitslohn nicht vorgenommen worden ist, ist vom Einkommen abzuziehen, wenn diese Einkünfte insgesamt nicht mehr als 410 EUR betragen.

Aus dieser Vorschrift leitet sich die allgemeine pauschale Aussage ab, daß man bis zu 410 EUR "nebenbei" verdienen kann ohne dafür Steuern zu zahlen.

Sie sollten berücksichtigen, daß Einkünfte stets eine Nettogröße darstellen. Hatten Sie z.B. Nebeneinnahmen von 600 EUR, aber auch Werbungskosten von 200 EUR, so liegen Ihre Einkünfte bei 400 EUR.

Soweit ein Altersentlastungsbetrag (siehe Abschnitt Geburtsdatum) gewährt wird, ist dieser Betrag unter bestimmten Voraussetzungen zu kürzen. übersteigt der Altersentlastungsbetrag 40% des Arbeitslohns (ohne Versorgungsbezüge), so ist der übersteigende Betrag vom Härteausgleich abzuziehen.

Beispiel: Härteausgleich unter 410 EUR
Bei Eheleuten liegt das Einkommen bei 27.000 EUR. Es liegen außer Arbeitslohn nur Zinseinkünfte in Höhe von 375 EUR vor.
Die Einkünfte, von denen der Steuerabzug vom Arbeitslohn nicht vorgenommen wurde, sind hier die Zinseinkünfte. Der Betrag liegt unter 410 EUR. Damit ist der Härteausgleich 375 EUR.

Dieser Teilbereich ist noch recht einfach zu verstehen. Schwieriger wird die zweite Stufe des Härteausgleichs:

Soweit der oben genannte Betrag in Höhe von 410 EUR überschritten ist, der Betrag aber noch unter 820 EUR liegt, ist ein gekürzter Härteausgleich zu berücksichtigen. Vom Einkommen ist dann der Betrag abzuziehen, um den die bezeichneten Einkünfte insgesamt niedriger sind als 820 EUR.

Beispiel: Härteausgleich zwischen 410 EUR und 820 EUR
Wie obiges Beispiel, jedoch betragen die Zinseinkünfte jetzt 620 EUR.
Die bezeichneten Einkünfte liegen zwischen 410 EUR und 820 EUR. Der gekürzte Härteausgleich ist wie folgt zu berechnen:
Die Einkünfte liegen 200 EUR unter 820 EUR (820 abzüglich 620). Der Härteausgleich beträgt damit nur 200 EUR. Die Zinseinkünfte sind mit 620 EUR anzusetzen. Vom Einkommen wird ein Betrag, genannt Härteausgleich, in Höhe von 200 EUR abzusetzen sein.

Es sei an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, daß der Härteausgleich nicht gesondert in der Einkommensteuer-Erklärung beantragt wird. Eine Berücksichtigung sollte automatisch erfolgen (programmgesteuert). Berücksichtigen Sie jedoch folgende Fehlerquellen:
Das Programm bzw. die Software könnte fehlerhaft sein; der Anwender des Programms (Sachbearbeiter beim Finanzamt) gibt fehlerhafte Daten ein bzw. bedient das Programm falsch und verursacht dadurch ein fehlerhaftes Ergebnis.

Diese Fehlerquellen sollten Sie sowohl beim Steuerbescheid den das Finanzamt erstellt für möglich halten, als auch bei der Steuerberechnung, die diese Software erzeugt.

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