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Haushaltshilfe

§ 33a EStG erläutert die außergewöhnlichen Belastungen in besonderen Fällen. Erwachsen einem Steuerpflichtigen Aufwendungen durch die Beschäftigung einer Hilfe im Haushalt, so können sie bis zu den folgenden Höchstbeträgen vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden:

  • 624 EUR im Kalenderjahr, wenn
    1. der Steuerpflichtige oder sein nicht dauernd getrennt lebender Ehegatte das 60. Lebensjahr vollendet hat oder
    2. wegen Krankheit des Steuerpflichtigen oder seines nicht dauernd getrennt lebenden Ehegatten oder eines zu seinem Haushalt gehörigen Kindes im Sinne des § 32 Abs. 1 oder Abs. 6 Satz 6 oder einer anderen zu seinem Haushalt gehörigen unterhaltenen Person, für die eine Ermäßigung wegen Unterstützung bedürftiger Angehöriger gewährt wird, die Beschäftigung einer Hilfe im Haushalt erforderlich ist,
  • 924 EUR im Kalenderjahr, wenn eine der oben genannten Personen hilflos im Sinne des § 33b oder schwer behindert ist.

Erwachsen einem Steuerpflichtigen wegen der Unterbringung in einem Heim oder zur dauernden Pflege Aufwendungen, die Kosten für Dienstleistungen enthalten, die mit denen einer Hilfe im Haushalt vergleichbar sind, so können sie bis zu den folgenden Höchstbeträgen vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden:

  1. 624 EUR, wenn der Steuerpflichtige oder sein nicht dauernd getrennt lebender Ehegatte in einem Heim untergebracht ist, ohne pflegebedürftig zu sein,
  2. 924 EUR, wenn die Unterbringung zur dauernden Pflege erfolgt.

Die jeweiligen Höchstbeträge können auch bei Ehegatten, bei denen die Voraussetzungen zur Zusammenveranlagung vorliegen, insgesamt nur einmal abgezogen werden, es sei denn, die Ehegatten sind wegen Pflegebedürftigkeit eines der Ehegatten an einer gemeinsamen Haushaltsführung gehindert.

Wird wegen Krankheit, Hilflosigkeit oder schwerer Behinderung einer zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehörenden Person, die weder Ehegatte noch Kind ist, eine Hilfe im Haushalt beschäftigt, so sind die Aufwendungen, höchstens jedoch 624 EUR oder 924 EUR im Kalenderjahr, neben dem nach § 33a Abs. 1 EStG (Unterstützung Angehöriger) abziehbaren Betrag für den Unterhalt dieser Person zu berücksichtigen.

Eine Hilfe im Haushalt kann eine Person sein, die in der Hauswirtschaft ausgebildet wird. Sie kann auch nur stundenweise im Haushalt beschäftigt werden und braucht nicht im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses tätig zu sein. Eine qualifizierte Ausbildung ist jedoch nicht zwingend erforderlich.

Als Aufwendungen durch die Beschäftigung einer Hilfe im Haushalt gelten auch Aufwendungen, die dem Steuerpflichtigen durch die Beauftragung eines selbständigen Unternehmers mit häuslichen Arbeiten erwachsen, wie sie eine Hilfe im Haushalt verrichtet (BFH-Urteil vom 19.1.1979 - BStBl 1979, Teil II, Seite 326).

Eine Wäscherei, bei der der Steuerpflichtige seine Wäsche reinigen läßt, ist jedoch nicht im häuslichen Bereich wie eine Hilfe im Haushalt tätig (BFH-Urteil vom 30.3.1982 - BStBl 1982, Teil II, Seite 399).

Bei Vorliegen eines ernsthaften Arbeits- oder Dienstverhältnisses wie unter Fremden kann auch die Beschäftigung einer nahestehenden Person, z.B. Mutter oder Tochter, als Hilfe im Haushalt anerkannt werden, sofern sie nicht zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehört (BFH-Urteil vom 6.10.1961 - BStBl 1961, Teil III, Seite 549). Kinder oder andere unterhaltene Personen im Sinne der vorstehenden Erläuterungen gehören zum Haushalt des Steuerpflichtigen, wenn sie bei einheitlicher Wirtschaftsführung unter Leitung des Steuerpflichtigen dessen Wohnung teilen oder sich mit seiner Einwilligung außerhalb seiner Wohnung zu anderen als Erwerbszwecken, insbesondere zur Erziehung, Ausbildung oder Erholung im Inland oder Ausland, aufhalten.

Eine schwere Behinderung im Sinne dieser Vorschrift liegt vor, wenn der Grad der Behinderung mindestens 45% beträgt; der Nachweis des Grads der Behinderung ist in der gleichen Weise zu führen wie für die Inanspruchnahme des Behinderten-Pauschbetrags.

Für jeden vollen Kalendermonat, in dem die Voraussetzungen nicht vorgelegen haben, ermäßigen sich die Beträge um je ein Zwölftel von 624 EUR bzw. 924 EUR.

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