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Herstellungskosten und Anschaffungskosten

Herstellungskosten im Beitrittsgebiet
Nachträgliche Herstellungs- oder Anschaffungskosten,

Diese Regelung ist mittlerweile durch Zeitabauf überholt. Bitte schauen Sie im Bereich Eigenheimzulage.

Der Begriff der Herstellungskosten und Anschaffungskosten im Sinne des § 10e EStG unterscheidet sich grundsätzlich nicht von den allgemeinen Begriffen (vgl. R 32a bis 33a EStR).

Nicht zu den Herstellungskosten und damit auch nicht zu den Anschaffungskosten gehören jedoch, auch soweit es sich um wesentliche Bestandteile des Gebäudes handelt, die Aufwendungen

  1. für besondere Anlagen und Einrichtungen, soweit sie nicht üblich sind, wie z.B. für Schwimmbecken innerhalb und außerhalb des Gebäudes, für eine Sauna, für eine Bar oder für eine Kegelbahn (BFH vom 27.11.1962 - BStBl 1963 III S. 115, und vom 11.12.1973 - BStBl 1974 II S. 478),
  2. für Einbaumöbel, wenn diese nicht bei vermieteten Wohnungen üblicherweise vom Vermieter gestellt werden (vgl. BFH vom 13.3.1990 - BStBl II S. 514); das gilt auch für eine Schranktrennwand mit der Funktion eines Raumteilers (BFH vom 11.12.1973 - BStBl 1974 II S. 476 und 477).

Zu den Anschaffungskosten einer Eigentumswohnung gehört nicht der Teil des Kaufpreises, der auf die übernahme der Instandhaltungsrückstellung nach § 21 Abs. 5 Nr. 4 WEG entfällt (vgl. BFH-Urteil vom 9.10.1991 - BStBl 1992 II S. 152).

Herstellungskosten im Beitrittsgebiet

Bei Herstellung einer Wohnung im Beitrittsgebiet ist in entsprechender Anwendung des § 52 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. §§ 7, 10 D-Markbilanz-Gesetz eine am 1.7.1990 vorhandene Bausubstanz mit ihren Wiederherstellungskosten oder Wiederbeschaffungskosten zum 1.7.1990 anzusetzen (vgl. dazu BMF-Schreiben vom 21.7.1994 - BStBl I S. 599 und die entsprechenden Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder). In diesem Fall bleiben Zahlungen auf die am 1.7.1990 vorhandene Substanz, auch wenn sie nach dem 30.6.1990 geleistet worden sind, bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage außer Ansatz. Soweit Herstellungsarbeiten nach dem 30.6.1990 durchgeführt, die Zahlungen dafür aber von dem 1.7.1990 geleistet worden sind, sind die Aufwendungen im Verhältnis zwei zu eins in DM umzurechnen und in die Bemessungsgrundlage einzubeziehen.

Nachträgliche Herstellungs- oder Anschaffungskosten,

die bis zum Ende des Abzugszeitraums entstehen, können vom Jahr ihrer Entstehung an so behandelt werden, als wären sie bereits im Jahr der Fertigstellung oder Anschaffung entstanden. Für Objekte, die nach dem 30.9.1991 angeschafft bzw. hergestellt wurden, kann der Steuerpflichtige die auf die nachträglichen Herstellungs- oder Anschaffungskosten entfallenden Abzugsbeträge bis zum Ende des Abzugszeitraums nachholen. Entstehen nach den ersten drei Jahren des Abzugszeitraums nachträgliche Herstellungs- oder Anschaffungskosten, sind für die übrigen Objekte die darauf entfallenden Abzugsbeträge für die Vorjahre im Jahr der Entstehung abzuziehen.

Abzugsbeträge für nachträgliche Herstellungs- oder Anschaffungskosten können nur in Veranlagungszeiträumen und nur für Veranlagungszeiträume geltend gemacht werden, in denen der Steuerpflichtige die Wohnung zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat. Bei Objekten, bei denen die Einkommensgrenzen überschritten wurden, können Abzugsbeträge für nachträgliche Herstellungs- oder Anschaffungskosten nach § 10e Abs. 5a Satz 2 EStG nur für Veranlagungszeiträume in Anspruch genommen werden, in denen der Gesamtbetrag der Einkünfte 120.000 / 240.000 DM nicht überstiegen hat. Dies gilt unabhängig davon, ob im Nachholungsjahr die Einkunftsgrenze überschritten ist.

Wird eine Wohnung teilentgeltlich erworben, sind Aufwendungen für nachträgliche Herstellungsarbeiten in die Bemessungsgrundlage nach § 10e Abs. 1 EStG einzubeziehen, soweit sie auf den entgeltlich erworbenen Teil der Wohnung entfallen. Die Aufwendungen sind daher im Verhältnis des Entgelts (ohne Anschaffungsnebenkosten) zu dem Verkehrswert der Wohnung aufzuteilen.

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