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Werbungskosten

Von den Einnahmen aus Kapitalvermögen sind die Werbungskosten abzuziehen, um die anzusetzenden Einkünfte zu erhalten.

Bei der Ermittlung von Einkünften aus Kapitalvermögen sind grundsätzlich nur solche Aufwendungen als Werbungskosten anzusehen, die mit den einzelnen Einnahmen unmittelbar zusammenhängen (BFH-Urteil vom 28.8.1952 - BStBl 1952, Teil III, Seite 265).

Ein unmittelbarer Zusammenhang mit den Kapitaleinnahmen ist nach dem OFH-Urteil vom 26.3.1947 (MinBlFin 1949/50, Seite 323) bei Aufwendungen für die einzelne Kapitalanlage und bei Aufwendungen für die Gesamtheit der Kapitalanlagen (allgemeine Verwaltungskosten) insoweit gegeben, als sie zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Kapitaleinnahmen dienen.

Derartige Aufwendungen sind deshalb, auch wenn sie gleichzeitig der Sicherung und Erhaltung des Kapitalstamms dienen, insoweit als Werbungskosten anzuerkennen.

Schuldzinsen, die für einen zum Erwerb von Wertpapieren aufgenommenen Kredit gezahlt werden, sind dann keine Werbungskosten, wenn bei der Anschaffung oder dem Halten der Kapitalanlage nicht die Absicht zur Erzielung von überschüssen, sondern die Absicht zur Realisierung von Wertsteigerungen der Kapitalanlage im Vordergrund steht oder auf Dauer gesehen, ein überschuß der Einnahmen über die Ausgaben nicht erwartet werden kann (BFH-Urteile vom 21.7.1981 - BStBl 1982, Teil II, Seite 36, 37, 4O und BFH-Urteil vom 23.3.1982 - BStBl 1982, Teil II, Seite 463).

Aufwendungen, die auf Vermögen entfallen, das nicht zur Erzielung von Kapitaleinkünften angelegt ist oder bei dem Kapitalerträge nicht mehr zu erwarten sind, können nicht als Werbungskosten anerkannt werden. Des weiteren gehören Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten sowie die durch die Veräußerung von Wirtschaftsgütern veranlaßten Veräußerungskosten nicht zu den Werbungskosten (BFH-Urteil vom 25.1.1957 - BStBl 1957, Teil III, Seite 75, und BFH-Urteil vom 15.9.1961 - BStBl 1961, Teil III, Seite 547, und BFH-Urteil vom 27.6.1989 - BStBl 1989, Teil II, Seite 934). Das gleiche gilt für das von Wertsteigerungen des Vermögens abhängige Verwalterentgelt (BFH-Urteil vom 15.12.1987 - BStBl 1989, Teil II, Seite 16).

Als Werbungskosten werden gem. § 9a EStG mindestens 51 EUR bei Ledigen und 102 EUR bei zusammen veranlagten Ehegatten berücksichtigt. Es handelt sich um einen Pauschbetrag (siehe auch allgemeine Ausführungen unter dem Stichwort Werbungskosten, allgemein).

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