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Berücksichtigung von Kindern

Kindschaftsverhältnis
Kinder unter 18 Jahren
Kinder ab 18 Jahre

Kindschaftsverhältnis

Damit Steuervergünstigungen für Kinder anerkannt werden können, müssen Sie in einem bestimmten Verhältnis zu dem Kind stehen. Berückschtigt werden nur

  • leibliche Kinder und Adoptivkinder (also Kinder, mit denen Sie im ersten Grad verwandt sind)
  • Pfölegekinder

Um für ein Pflegekind Steuervergünstigungen zu erhalten, muß das Kind in Ihrem Haushalt untergebracht sein und zu diesem Kind in einem auf Dauer angelegten familienähnlichen Berhältnis stehen. Das ist etwa bei Aufnahme als Pflegekind im Rahmen der Hilfe zur Erziehung in Vollzeitüpflege (§§ 27, 33 SGB VIII) oder im Rahmen von Eingliederungshilfe (§ 35a Abs. 1 Sart 2 Nr. 3 SGB VIII) der Fall. Das Pflegschaftverhältnis darf nicht von vornherein zeitlich befristet sein. Sogenannte Kostkinder werden nicht berücksichtigt. Das ist insbesondere bei der Aufnahme von mehr als 6 Kindern Pflegekindern der Fall. Die Aufnahme mit dem Ziel der Adoption führt immer zur Berücksichtigung als Pflegekind.

Zu den leiblichen Eltern darf kein Obhuts- und Pflegeverhältnis bestehen. Das bedeutet, daß die familiäre Bindung auf Dauer aufgegeben wurde. Gegelegentliche Besuche stehen dem aber nicht entgegen.

Kinder unter 18 Jahren

Kinder werden unabhängig von Einkommen oder anderen Voraussetzungen bis zum 18. Geburtstrag berücksichtigt. Also vom Monat, in dem sie lebend geboren wurden bis zu dem Monat, in dem sie 18 werden.

Beispiel: Kind unter 18
Max, Sohn von Stefan und Claudia, wird am 5. März 01 18 Jahre alt.
Max wird in 01 für 3 Monate steuerlich als Kind berücksichtigt, da er im März 18 Jahre alt wird. Stefan und Claudia erhalten also Kindergeld oder ggf. den Kinderfreibetrag für 3 Monate. Ob es ab April noch Kindergeld / Kinderfreibetrag gibt, hängt von Max' Einkommen und davon ab, ob er arbeitet, die Schule besucht etc.

Kinder ab 18 Jahre

Um ein Kind nach dem 18. Geburtstag berücksichtigen zu können, darf das Kind nicht mehr als ein bestimmtes Einkommen haben und es muß einer bestimmten Beschäftigung nachgehen.

Die Einkünfte und Bezüge dürfen nicht mehr als 7.680 EUR im Kalenderjahr betragen. Bei Einkünften und Bezügen von einem Euro mehr im Jahr fällt die Berücksichtigung (also Kindergeld / Kinderfreibetrag) weg.

Solange das Kind nicht 27 ist, kann es berücksichtigt werden, wenn

  • es für einen Beruf ausgebildet wird (Schule, Lehre, Studium);
  • sich in einer übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten von höchsten vier Monaten befindet. Das gilt auch, wenn zwischen Grundwehrdienst / Zividienst und Ausbildungsbeginn höchstens vier Monate liegen;
  • eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatz nicht beginnen kann oder fortsetzen kann und es sich ernsthaft um eine Ausbildung bemüht. Meldung beim Arbeitsamt, Bewerbungsschreiben an Lehrbetriebe, Universitäten sind dann erforderlich;
  • es ein freiwilliges soziales oder ökoligisches Jahr ableistet.

Sofern das Kind den Grundwehrdienst / Zivildienst abgeleistet hat, verlängert sich der Berücksichtungszeitraum über den 27. Geburtstag hinaus um die Dauer dieser Dienste. Das gilt auch bei befreienden oder freiwilligen Diensten (Entwicklungshelfer, Wehr- oder Polizeidienst), höchstens aber für die Dauer des Grundwehrdienstes oder (bei anerkannten Kriegsdienstverweigerern) für die Dauer des Zivildienstes. Eine solche Verlängerung findet auch statt, wenn das Kind für eine übergangszeit von bis zu 4 Monaten zwischen zwei Berufsausbildungsabschnitten stand.

Solange das Kind noch nicht 21 ist, wird es auch berückschtigt, wenn es arbeitslos ist und der Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht. Es muß also beim Arbeitsamt arbeitslos gemeldet sein.

Unabhängig vom Alter werden Kinder berücksichtigt, wenn sie wegen einer Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten. Das Kind muß schwerbehindert sein (also einen Schwerbehindertenausweis haben) und sich nicht selbst unterhalten können. Das ist der Fall, wenn es wegen der Behinderung nicht erwerbstätig sein kann und es keine ausreichenden Einkünfte und Bezüge oder Vermögen zur Bestreitung seines Lebensunterhaltes hat. Die Einkommensgrenze liegt auch hier bei 7.680 EUR zzgl. des Behindertenpauschbetrages des Kindes.

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