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nicht steuerpflichtiger Arbeitslohn

Reisekosten, Umzugskosten oder Mehraufwendungen bei doppelter Haushaltsführung können Sie sich von Ihrem Arbeitgeber steuerfrei ersetzen lassen. Dies gilt nur, sofern die Erstattungen Ihre beruflich veranlaßten Mehraufwendungen nicht übersteigen. Für die Verpflegungsmehraufwendungen gelten die Höchstbeträge (vgl. Abschnitt Verpflegungsmehraufwendungen) als Grenze, für die Kosten der Familienheimfahrten die jeweiligen Regelungen für Fahrten zwischen Arbeitsstelle und Wohnung. Benutzen Sie für diese Fahrten beispielsweise einen PKW, so können Sie je Entfernungskilometer 0,30 EUR für die ersten 10 KM bzw. ab dem 11. KM 0,30 EUR absetzen.

Waren von Ihrem Arbeitgeber, die nicht ausschließlich für Arbeitnehmer hergestellt werden, können Sie unbegrenzt steuerfrei beziehen, falls die Endpreise (Ladenpreise) für Sie lediglich um 4% gemindert werden. Bei jedem höheren Rabattsatz bleibt Ihr Vorteil bis zu 1.080 EUR steuerfrei. Bei einem Personalrabattsatz von 20% besteht Ihr steuerpflichtiger Vorteil in Höhe von 20% - 4% = 16% des Endpreises der von Ihnen bezogenen Güter.

Zuwendungen (in Geld oder Geldeswert), die Sie von Ihrem Arbeitgeber innerhalb von drei Monaten vor oder nach der Eheschließung anläßlich Ihrer Heirat erhalten, sind bis zu 315 EUR steuerfrei. Dasselbe gilt auch für Zuwendungen, die anläßlich der Geburt eines Kindes getätigt werden. Bei Zwillingen erhöht sich der Betrag auf 716 EUR, bei Drillingen auf 1.074 EUR ...

Seitdem Ihnen nicht mehr alle, sondern nur noch bestimmte Werbungskosten von Ihrem Chef steuerfrei erstattet werden dürfen (s.o.), hat die Bedeutung von durchlaufenden Geldern und Auslagenersatz zugenommen. Diese liegen vor, wenn der Arbeitnehmer die Ausgaben für die Rechnung des Arbeitnehmers macht und über die Ausgaben des Arbeitnehmers im einzelnen abgerechnet wird Beispiel: Ihr Chef ersetzt Ihnen Telefonkosten für ein geschäftliches Gespräch. Das Gespräch wird steuerlich behandelt, als ob es Ihr Arbeitgeber selbst geführt hätte. Ein pauschalierter Auslagenersatz führt stets zu voll steuerpflichtigen Arbeitslohn. Rechnen Sie daher genau mit Ihrem Chef ab!

Falls ein gerechtfertigter Anlaß vorliegt (Krankheit, Unglücksfälle ...) können Sie bis zu 600 EUR pro Jahr von Ihrem Arbeitgeber steuerfrei zur Unterstützung erhalten. Besonders einfach ist dies bei kleinen Firmen (weniger als 5 Mitarbeiter). Bei größeren Firmen müssen die Mittel für die Zahlungen aus besonderen Einrichtungen (z.B. Unterstützungskassen oder Hilfskassen) stammen, über den Betriebsrat zugeleitet werden und vom Arbeitgeber nach einheitlichen Grundsätzen bewilligt sein.

Steuerfrei bleiben Ihnen die Erstattungen von Werkzeuggeld für Aufwendungen, die Ihnen durch die betriebliche Nutzung von eigenen Werkzeugen entstehen. Auch die überlassung von typischer Berufskleidung wird nicht besteuert, sofern ihre private Nutzung so gut wie ausgeschlossen ist. Darüber hinaus existieren weitere Möglichkeiten von Ihrem Arbeitgeber steuerfreie Zuwendungen zu erhalten (z. B. bei Sammelbeförderungen von der Wohnung zur Arbeitsstätte). Die Hauptquelle für diese Steuerbefreiungen sind die §§ 3, 3a EStG.

Als Arbeitslohn sind unter anderem nicht anzusehen:

  • Leistungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, z.B. die Bereitstellung von Aufenthalts- und Erholungsräumen sowie von betriebseigenen Dusch- und Badeanlagen,
  • übliche Zuwendungen bei Betriebsveranstaltungen, Aufmerksamkeiten und die Beteiligung des Arbeitnehmers an einer geschäftlich veranlaßten Bewirtung betriebsfremder Personen,
  • die vom Arbeitgeber übernommenen Kosten einer Vorsorgeuntersuchung des Arbeitnehmers, wenn die Vorsorgeuntersuchung im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers liegt (vgl. BFH-Urteil vom 17.9.1982 - BStBl 1983, Teil II, Seite 39),
  • betriebliche Fort- oder Weiterbildungsleistungen,
  • der Wert der unentgeltlich zur beruflichen Nutzung überlassenen Arbeitsmittel,
  • die betrieblich notwendige Sammelbeförderung des Arbeitnehmers zwischen Wohnung und Arbeitsstätte,
  • Schadensersatzleistungen des Arbeitgebers, soweit der Arbeitgeber zur Leistung gesetzlich verpflichtet ist,
  • durchlaufende Gelder und Auslagenersatz.

Auch diese Zusammenstellung soll lediglich Anhaltspunkte bieten und ist nicht vollständig.

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