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sonstige Bezüge

Allgemeines
Lohn für mehrere Jahre

Allgemeines

Laufender Arbeitslohn ist der Arbeitslohn, der dem Arbeitnehmer regelmäßig fortlaufend zufließt, z.B.:

  • Monatsgehälter,
  • Wochen- und Tagelöhne,
  • Mehrarbeitsvergütungen,
  • Zuschläge und Zulagen,
  • geldwerte Vorteile aus der ständigen überlassung von Dienstwagen zur privaten Nutzung,
  • Nachzahlungen und Vorauszahlungen, wenn sich diese ausschließlich auf Lohnzahlungszeiträume beziehen, die im Kalenderjahr der Zahlung enden.

Ein sonstiger Bezug ist der Arbeitslohn, der nicht als laufender Arbeitslohn gezahlt wird. Zu den sonstigen Bezügen gehören insbesondere einmalige Arbeitslohnzahlungen, die neben dem laufenden Arbeitslohn gezahlt werden, z.B.:

  • dreizehnte und vierzehnte Monatsgehälter,
  • einmalige Abfindungen und Entschädigungen,
  • Gratifikationen und Tantiemen, die nicht fortlaufend gezahlt werden,
  • Jubiläumszuwendungen,
  • Urlaubsgelder, die nicht fortlaufend gezahlt werden, und Entschädigungen zur Abgeltung nicht genommenen Urlaubs,
  • Vergütungen für Erfindungen,
  • Weihnachtszuwendungen,
  • Nachzahlungen und Vorauszahlungen, wenn sich der Gesamtbetrag oder ein Teilbetrag der Nachzahlung oder Vorauszahlung auf Lohnzahlungszeiträume bezieht, die in einem anderen Jahr als dem der Zahlung enden.

Lohn für mehrere Jahre

Wird Arbeitslohn für mehrere Jahre gezahlt, d.h. Jubiläumsgeld, Gehaltsnachzahlungen, ... so ist dies auf der Lohnsteuerkarte gesondert bescheinigt. Die Werte sind auch gesondert in die Anlage N zur Steuererklärung zu übernehmen.
Ab 1990 hat sich die Versteuerung der Einkünfte, die für mehrjährige Tätigkeit zugeflossen sind, geändert. Die Einkünfte werden gedrittelt und die darauf entfallende ESt anschließend verdreifacht. Ab 1999 wird statt gedrittelt und verdreifacht nunmehr gefünftelt und verfünffacht. Dies führt zu einer niedrigeren Steuerentlastung bei höheren Einkünften. Dadurch soll die Progression gemildert werden. Dieser Vorgang wird durch das nachfolgende Beispiel verdeutlicht:

Beispiel: Arbeitslohn für mehrere Jahre (Jubiläum)
Ein Arbeitnehmer hat nach Abzug aller Steuervergünstigungen (Werbungskosten, Sonderausgaben, ...) einen Betrag von 19.500 EUR zu versteuern. Dies ergibt eine ESt in Höhe von 1.680 EUR nach der Splittingtabelle (verheiratet, Zusammenveranlagung). Dieser Steuerzahler erhält Sonderzahlungen (z.B. Jubiläumsgeld) von 4.500 EUR, die als steuerpflichtiger Bruttoarbeitslohn für mehrere Jahre zu erfassen sind.

  1. Ohne die besondere Steuerberechnung müßte jetzt das zu versteuernde Einkommen von 19.500 EUR auf 24.000 EUR erhöht werden. Dies ergibt nach der Splittingtabelle einen Betrag von 2.920 EUR. Damit entfällt auf die Sonderzahlungen von 4.500 EUR eine ESt von 2.920 EUR - 1.680 EUR = 1.240 EUR = 27,6% der Sonderzahlung.
  2. Die Berücksichtigung als Lohn für mehrere Jahre führt jedoch zu folgendem Ergebnis:
    Der Betrag für mehrere Jahre ist zu fünfteln (1/5 von 4.500 EUR = 900 EUR). Das zu versteuernde Einkommen erhöht sich um dieses Fünftel von 19.500 EUR auf 20.400 EUR. Dies ergibt eine ESt von 1.916 EUR. Die ESt-Erhöhung von 1.680 EUR auf 1.916 EUR = 236 EUR wird verfünffacht und ergibt 1.180 EUR = 26,2% der Sonderzahlung. Die ESt erhöht sich also, statt von 1.680 EUR auf 2.920 EUR (s.o. unter 1.) nur auf 2.860 EUR und der Steuerzahler "spart" bei dieser Berechnung (2.920 EUR - 2.860 EUR =) 60 EUR.

Da vorstehendes Beispiel bei einem relativ niedrigen zu versteuernden Einkommen angesiedelt ist, ergibt sich auch eine "geringe" Steuerersparnis. Je höher das zu versteuernde Einkommen liegt, desto größer wird im Regelfall die Ersparnis. Das Beispiel vereinfacht die Berechnung extrem. Es wurde hier auf die Darstellung der gesamten Auswirkung verzichtet (z.B. Auswirkung auf die Vorsorgepauschale). Dies gilt auch für das nachfolgende Beispiel. Die Ersparnis ändert sich auch bei Ansatz der ungünstigeren Steuertabelle (= Grundtabelle). Dies verdeutlicht das nachfolgende Beispiel.

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