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Allgemein Sonderausgaben

Sonderausgaben sind bestimmte im Gesetz genau bezeichnete Aufwendungen, die vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden, wenn sie weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten sind. Es handelt sich also letztlich um Privatausgaben.

Allerdings gibt es Ausgaben, die in den Bereich der Werbungskosten, aber auch in den Bereich der Sonderausgaben fallen können. Beispiel: Sie nutzen einen Computer sowohl beruflich als auch zu Aus- und Weiterbildungszwecken. In diesen Fällen können Sie die Aufwendungen jeweils gemäß den Nutzungsanteilen absetzen.

Sonderausgaben sind die folgenden Aufwendungen, die auf Seite 3 des Hauptvordrucks der Steuererklärung erfaßt werden:

  1. Arbeitnehmeranteil des Gesamtsozialversicherungsbeitrags; der Betrag ist vom Arbeitgeber auf der Lohnsteuerkarte zu bescheinigen (siehe Abschnitt Vorsorgeaufwendungen),
  2. Beiträge zur freiwilligen Angestellten-, Arbeiterrenten-, Höherversicherung sowie Beiträge von Nichtarbeitnehmern zur gesetzlichen Altersversorgung,
  3. Beiträge zur Krankenversicherung,
  4. Beiträge zur Unfallversicherung,
  5. Lebensversicherungsbeiträge,
  6. Beiträge zur Haftpflichtversicherung,
  7. Renten und dauernde Lasten,
  8. Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten,
  9. gezahlte Kirchensteuer,
  10. Zinsen für Nachforderung, Stundung, Aussetzung von Steuern,
  11. Aufwendungen für ein hauswirtschaftliches Beschäftigungsverhältnis,
  12. Steuerberatungskosten,
  13. Aufwendungen für die eigene Berufsausbildung oder die Weiterbildung in einem nicht ausgeübten Beruf,
  14. Schulgeld an Ersatz- oder Ergänzungsschulen für ein zu berücksichtigendes Kind,
  15. Spenden, Beiträge, Mitgliedsbeiträge,
  16. Verlustabzug.

Der Abzug bei den Sonderausgaben ist nur bei tatsächlichem Abfluß des Gelds, also Zahlung, zulässig. Das Entstehen einer Zahlungsverpflichtung ist nicht ausreichend. Soweit es sich um zusammenveranlagte Ehegatten handelt, ist es im Regelfall gleichgültig, ob die Sonderausgaben vom Ehemann oder von der Ehefrau getragen wurden. Im übrigen ist jedoch zu beachten, daß nur die eigenen Sonderausgaben berücksichtigt werden können. Sonderausgaben, die ein Kind des Steuerpflichtigen auf Grund einer eigenen Verpflichtung zu leisten hat, können daher keine Berücksichtigung finden, wenn es um den Sonderausgabenabzug der Eltern geht. Auch wenn der Steuerpflichtige mit den Aufwendungen belastet wird, muß der Grundsatz beachtet werden.

Soweit sich Sonderausgaben steuerlich nicht auswirken, ist eine übertragung auf ein anderes Kalenderjahr nicht möglich.

Die Sonderausgaben sind in zwei Gruppen zu unterteilen: unbeschränkt abzugsfähige Sonderausgaben und beschränkt abzugsfähige Sonderausgaben (Vorsorgeaufwendungen).

Die Einteilung in beschränkt und unbeschränkt abzugsfähige Ausgaben stellt lediglich eine grobe Einteilung dar. Der Begriff "unbeschränkt" darf daher nicht wörtlich genommen werden. Die Verteilung der oben aufgezählten Sonderausgaben auf beschränkt und unbeschränkt abzugsfähige Kosten wird hier nicht näher erläutert. Sie können bei Anwendung der Software selbst erkennen, welche Beträge einer Beschränkung bzw. Begrenzung im Abzug unterliegen.

Es soll hier nur erwähnt werden, daß für die sogenannten unbeschränkt abzugsfähigen Sonderausgaben ein Mindestbetrag (Sonderausgaben-Pauschbetrag) von 36 EUR berücksichtigt wird. Bei einer Zusammenveranlagung von Eheleuten verdoppelt sich dieser Betrag auf 72 EUR. Dieser Pauschbetrag, wie jeder Pauschbetrag, kommt immer dann zum Zuge, wenn keine höheren Aufwendungen abzuziehen sind.

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Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen
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