-Anzeige-

SteuerThek
Onlinenachschlagewerk für alle Steuerzahler

Steuern | Behördenwegweiser | Internetfallen

Steuererklärung
Zusatzinfos
Bonus
Steuererklärung Online & Steuerbrief
sonstiges
Suchen
 
Web SteuerThek

Bemessungsgrundlage für die AfA

Entgeltlicher Erwerb und Herstellung
Unentgeltlicher Erwerb
Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten

  • Entgeltlicher Erwerb und Herstellung
  • Unentgeltlicher Erwerb
  • Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten

Entgeltlicher Erwerb und Herstellung

Bemessungsgrundlage für die AfA sind grundsätzlich die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Wirtschaftsguts oder der an deren Stelle tretende Wert. Bei Anschaffung eines bebauten Grundstücks ist der Kaufpreis nach dem Verhältnis der Verkehrswerte oder Teilwerte auf den Grund und Boden und auf das Gebäude aufzuteilen (vgl. BFH-Urteil vom 21.1.1971 - BStBl 1971, Teil II, Seite 682, und BFH-Urteil vom 19.12.1972 - BStBl 1973, Teil II, Seite 295).

Das gilt auch bei der Anschaffung von Eigentumswohnungen. Dabei rechtfertigt die eingeschränkte Nutzungs- und Verfügungsmöglichkeit des Wohnungseigentümers hinsichtlich seines Bodenanteils keinen niedrigeren Wertansatz des Bodenanteils (BFH-Urteil vom 15.1.1985 - BStBl 1985, Teil II, Seite 252).

Unentgeltlicher Erwerb

Bei unentgeltlich erworbenen Wirtschaftsgütern sind die Vorschriften der §§ 7 und 11d EStDV sowohl im Fall der Gesamtrechtsnachfolge als auch im Fall der Einzelrechtsnachfolge anzuwenden. Zur ertragsteuerlichen Behandlung der Erbauseinandersetzung über Wirtschaftsgüter des Privatvermögens vgl. BMF-Schreiben vom 31.12.1988 - BStBl 1988, Teil I, Seite 546.

Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten

Wegen des Begriffs der nachträglichen Herstellungskosten und der Abgrenzung vom Erhaltungsaufwand wird auf die Ausführungen im Abschnitt Anlage V "Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung" verwiesen.

Werden für ein Wirtschaftsgut nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgewendet, so bemißt sich die weitere AfA in den Fällen des § 7 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 5 EStG nach der bisherigen Bemessungsgrundlage zuzüglich der nachträglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten (BFH-Urteil vom 20.2.1975 - BStBl 1975, Teil II, Seite 412), in allen anderen Fällen nach dem Buchwert oder Restwert zuzüglich der nachträglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten (vgl. BFH-Urteil vom 25.11.1970 - BStBl 1971, Teil II, Seite 142).

Waren die nachträglichen Herstellungsarbeiten so umfassend, daß hierdurch ein anderes Wirtschaftsgut entstanden ist, so ist die AfA nach der Summe aus dem Buchwert oder Restwert des Wirtschaftsguts und den nachträglichen Herstellungskosten zu bemessen.

Ein anderes Wirtschaftsgut entsteht z.B., wenn ein Gebäude durch einen grundlegenden Umbau in seinem Zustand so wesentlich verändert wird, daß es bei objektiver Betrachtung als neues Wirtschaftsgut erscheint (vgl. BFH-Urteil vom 10.10.1974 - BStBl 1975, Teil II, Seite 424, und BFH-Urteil vom 26.1.1978 - BStBl 1978, Teil II, Seite 280 und Seite 363), oder wenn ein Anbau mit dem bestehenden Gebäude verschachtelt ist und die Neubauteile dem Gesamtgebäude das Gepräge geben (vgl. BFH-Urteil vom 9.8.1974 - BStBl 1975, Teil II, Seite 342, und BFH-Urteil vom 18.8.1977 - BStBl 1978, Teil II, Seite 46).

zurück zur Übersicht


Immobilienbesitzer
        Vermietung und Verpachtung
          Werbungskosten
            Absetzung für Abnutzung
              Bemessungsgrundlage für die AfA