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Werbungskosten-Pauschbeträge

§ 9a EStG erläutert, welche Pauschbeträge für Werbungskosten abzusetzen sind, wenn keine höheren Beträge nachgewiesen oder glaubhaft gemacht werden:

Für Werbungskosten sind bei der Ermittlung der Einkünfte die folgenden Pauschbeträge abzuziehen, wenn nicht höhere Werbungskosten nachgewiesen werden:

  1. von den Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit: ein Arbeitnehmerpauschbetrag von 2.000 DM;
  2. von den Einnahmen aus Kapitalvermögen: ein Pauschbetrag von 51 EUR; bei Ehegatten, die nach den §§ 26, 26b zusammen veranlagt werden, erhöht sich dieser Pauschbetrag auf insgesamt 102 EUR;
  3. von den Einnahmen im Sinne des § 22 Nr. 1 und 1a: ein Pauschbetrag von insgesamt 200 DM (z.B. Renteneinkünfte).

Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag darf nur bis zur Höhe der um den Versorgungs-Freibetrag (§ 19 Abs. 2) geminderten Einnahmen, die Pauschbeträge nach den Nummern 2 und 3 dürfen nur bis zur Höhe der Einnahmen abgezogen werden.

Die Pauschbeträge für Werbungskosten können von den Einnahmen des Steuerpflichtigen aus derselben Einkunftsart nur einmal abgezogen werden (vgl. BFH-Urteil vom 3.4.1959 - BStBl 1959, Teil III, Seite 220). Hat der Steuerpflichtige Einnahmen aus mehreren der in § 9a EStG (siehe oben) bezeichneten Einkunftsarten, so ist der Pauschbetrag bei jeder Einkunftsart bis zur Höhe der jeweiligen Einnahmen, im Fall des § 9a Nr. 1 EStG bis zur Höhe der um den Versorgungs-Freibetrag geminderten Einnahmen, abzuziehen. Die Pauschbeträge sind nicht zu ermäßigen, wenn die unbeschränkte Steuerpflicht lediglich während eines Teils des Kalenderjahrs bestanden hat.

Werden Ehegatten zusammen veranlagt und haben beide Ehegatten Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit oder Einnahmen im Sinne des § 22 Nr. 1 und 1a EStG (sonstige Einkünfte), so kann jeder Ehegatte, ebenso wie bei seiner getrennten Veranlagung, den Pauschbetrag nach § 9a Nr. 1 oder § 3 EStG bis zur Höhe seiner jeweiligen Einnahmen, im Fall des § 9a Nr. 1 EStG bis zur Höhe seiner jeweiligen um den Versorgungs-Freibetrag geminderten Einnahmen, absetzen (BFH-Urteil vom 14.2.1958 - BStBl 1958, Teil III, Seite 207). Dagegen steht der in § 9a Nr. 2 EStG bezeichnete Pauschbetrag von 102 EUR den Ehegatten im Fall ihrer Zusammenveranlagung gemeinsam zu. Die Ehegatten können daher in diesem Fall nur entweder den Pauschbetrag von 102 EUR oder nachgewiesene höhere Werbungskosten geltend machen. Es ist nicht zulässig, daß einer der Ehegatten den halben Pauschbetrag und der andere Ehegatte Werbungskosten in nachgewiesener Höhe abzieht. Nachgewiesene höhere Werbungskosten können deshalb nur abgezogen werden, wenn die Werbungskosten beider Ehegatten zusammen mehr als 102 EUR betragen (BFH-Urteil vom 17.1.1969 - BStBl 1969, Teil II, Seite 376).

Der Pauschbetrag kann vorbehaltlich des § 9a letzter Satz EStG auch dann voll in Anspruch genommen werden, wenn nur einer der Ehegatten Einnahmen aus Kapitalvermögen bezogen hat. Haben beide Ehegatten Einnahmen aus Kapitalvermögen und sind die Einkünfte jedes Ehegatten gesondert zu ermitteln, z.B. für Zwecke des Altersentlastungsbetrags, so können die Ehegatten den ihnen gemeinsam zustehenden Pauschbetrag beliebig unter sich aufteilen. Für jeden Ehegatten darf jedoch höchstens ein Teilbetrag in Höhe seiner Einnahmen berücksichtigt werden. Der Pauschbetrag nach § 9a Nr. 2 EStG darf auch bei Ehegatten, die zusammenveranlagt werden, nicht zu negativen Einkünften aus Kapitalvermögen führen oder diese erhöhen.

Im Programm sind nur die tatsächlichen Werbungskosten einzutragen. Die Pauschbeträge werden jeweils automatisch erfaßt.

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