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Werbungskostenabzug oder Erstattung durch den Arbeitgeber

Die als Reisekosten erfaßten Verpflegungsmehraufwendungen können als Werbungskosten abgezogen werden, soweit sie nicht vom Arbeitgeber nach den folgenden Regelungen, nach § 3 Nr. 13 EStG oder z.B. durch entsprechende Zehrkostenentschädigungen (vgl. BFH-Urteil vom 28.1.1988 - BStBl 1988, Teil II, Seite 635) nach anderen Vorschriften steuerfrei erstattet worden sind. Die Erstattung der Verpflegungsmehraufwendungen durch den Arbeitgeber ist nach § 3 Nr. 16 EStG steuerfrei, soweit keine höheren Beträge erstattet werden, als nach den vorstehenden Regelungen als Reisekosten angesetzt werden dürfen.

Sie stellen sich finanziell regelmäßig besser, wenn Sie sich Ihre Werbungskosten vom Arbeitgeber erstatten lassen. Wenn Sie die Werbungskosten selbst geltend machen, sparen Sie nur den Betrag in Höhe der Werbungskosten mal Ihrem persönlichen Grenzsteuersatz. Erstattungen sind dagegen häufig - aber leider nicht immer - steuerfrei.

Dabei ist die vorstehend erwähnte Regelung zur Vermeidung einer unzutreffenden Besteuerung nicht zu beachten. Der Arbeitnehmer hat seinem Arbeitgeber Unterlagen vorzulegen, aus denen die Voraussetzungen für den Erstattungsanspruch und, soweit die Verpflegungsmehraufwendungen nicht mit Pauschbeträgen erstattet werden, auch die tatsächlichen Aufwendungen für Verpflegung ersichtlich sein müssen (BFH-Urteil vom 6.3.1980 - BStBl 1980, Teil II, Seite 289). Der Arbeitgeber hat diese Unterlagen als Belege zum Lohnkonto aufzubewahren.

Das Betriebsstättenfinanzamt kann auf Antrag des Arbeitgebers zulassen, daß bei Dienstreisen Vergütungen auf Grund besonderer Pauschbeträge steuerfrei geleistet werden. Die besonderen Pauschbeträge dürfen die entsprechenden Höchstbeträge nicht überschreiten und nur so lange angesetzt werden, bis sich die Verhältnisse wesentlich ändern, höchstens für vier Jahre. Der Arbeitgeber hat mit dem Antrag die in Betracht kommenden Arbeitnehmer namhaft zu machen und deren tatsächliche Verpflegungsaufwendungen bei Dienstreisen für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten nachzuweisen.

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