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Fahrtkosten als Reisekosten

Fahrtkosten sind die tatsächlichen Aufwendungen, die dem Arbeitnehmer durch die persönliche Benutzung eines Beförderungsmittels entstehen. Bei öffentlichen Verkehrsmitteln ist der entrichtete Fahrpreis einschließlich etwaiger Zuschläge anzusetzen.

Benutzt der Arbeitnehmer sein Fahrzeug, so ist der Teilbetrag der jährlichen Gesamtkosten dieses Fahrzeugs anzusetzen, der dem Anteil der zu berücksichtigenden Fahrten an der Jahresfahrleistung entspricht.
Beachten Sie in diesem Zusammenhang die Hilfsberechnungen zu den Kfz-Kosten.

Zu den Gesamtkosten eines Fahrzeugs gehören die Betriebsstoffkosten, die Wartungs- und Reparaturkosten, die Kosten einer Garage am Wohnort, die Kraftfahrzeugsteuer, die Aufwendungen für die Halterhaftpflicht- und Fahrzeugversicherungen, die Absetzungen für Abnutzung (AfA) sowie die Zinsen für ein Anschaffungsdarlehen (BFH-Urteil vom 1.12.1982 - BStBl 1983, Teil II, Seite 17).

Der Nachweis zu den tatsächlichen Kosten muß nicht über die gesamte Nutzungsdauer des Pkw's erfolgen. Ein repräsentativer Zeitraum, etwa 1 Jahr, wird regelmäßig ausreichen. Für die restliche Zeit ist der Betrag dann unter Berücksichtigung des ermittelten Wertes zu schätzen. Die Kilometerstände sind jeweils zum 1.1. eines Jahres festzuhalten und anhand von Reparaturrechnungen glaubhaft zu machen.

Oftmals sind zu Beginn der Laufzeit eines Leasingvertrages hohe Sonderzahlungen zu leisten. Diese Zahlungen können Sie voll bei der Ermittlung der tatsächlichen Kosten berücksichtigen und damit sofort absetzen. In den Folgejahren kann der errechnete Satz allerdings nicht als repräsentativ angenommen werden.

Den Absetzungen für Abnutzung (AfA) ist bei einem Personenkraftwagen mit einer durchschnittlichen Jahresfahrleistung bis zu 15.000 km regelmäßig eine Nutzungsdauer von acht Jahren zugrunde zu legen. Beträgt die durchschnittliche Jahresfahrleistung mehr als 15.000 km, so ist den Absetzungen für Abnutzung die voraussichtliche Nutzungsdauer des Fahrzeugs zugrunde zu legen. Dabei ist von einer Nutzungsdauer von mindestens 4 Jahren auszugehen.

Dagegen gehören nicht zu den Gesamtkosten, z.B. Park- und Straßenbenutzungsgebühren, Aufwendungen für Insassen- und Unfallversicherungen, Aufwendungen infolge von Verkehrsunfällen sowie Verwarnungs- und Bußgelder.

Bis auf die Verwarnungs- und Bußgelder können Sie diese Kosten aber als Reisenebenkosten absetzen. In diesem Bereich lohnt es sich oftmals, genaue Aufzeichnungen zu machen, weil sich kleinere Beträge schnell zu größeren Summen addieren. Eine genauere Auflistung der Kosten wird Ihnen unten unter übernachtungs- und Reisenebenkosten gegeben.

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