-Anzeige-

SteuerThek
Onlinenachschlagewerk für alle Steuerzahler

Steuern | Behördenwegweiser | Internetfallen

Steuererklärung
Zusatzinfos
Bonus
Steuererklärung Online & Steuerbrief
sonstiges
Suchen
 
Web SteuerThek

Kinder über 18

Beim Kinderfreibetrag können Sie sich Kindereien ersparen
Die Grundausbildung ist zumindest steuerlich keine vertane Zeit
Ob Kindergeld oder Freibetrag ist nur noch ein Verwaltungsakt
Wissen ist Macht und steuerlich gesehen bares Geld
Auch bei Hungerlöhnen kann der Nebenjob sich rechnen

Beim Kinderfreibetrag können Sie sich Kindereien ersparen

Sie sollten den Finanzbeamten die Abrechnung Ihrer Ansprüche immer kinderleicht machen. Auch beim Kinderfreibetrag, der Ihnen für Sprößlinge, die zwischen dem 1.1.1970 und dem 2.1.1979 geboren sind und sich in der Lehre oder im Studium befinden, zugestanden wird. Fügen Sie also gleich bei der Abgabe Ihres Antrages eine Kopie des Ausbildungsvertrages oder eine Studienbescheinigung bei. Denn dann wird schneller bearbeitet und überwiesen. Und das freut dann Eltern und Kind.

Die Grundausbildung ist zumindest steuerlich keine vertane Zeit

Auch wenn es Ihnen nicht so erscheint: Die Wochen und Monate, die Ihr Kind mit Dosenbier in Intercitys, mit Latrineputzen und der Abwehr des fiktiven Feindes "Rotland" zugebracht hat, werden noch zu etwas nütze sein. Zum Geld sparen zum Beispiel. Denn Kinder, die sich in einer Berufsausbildung befinden, können nur bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres in der Steuererklärung der Eltern berücksichtigt werden. Hierbei wird allerdings der Grundwehrdienst oder der Zivildienst, den Ihr Kind geleistet hat, nicht miteingerechnet. Hat Ihr Sprößling also gedient oder verweigert, wird die Frist um die entsprechenden Monate aufgestockt. Dabei ist es völlig unerheblich, wem Ihr Kind seinerzeit die Treue geschworen hat. Denn auch der Wehrdienst in der NVA der ehemaligen DDR und, bei ausländischen Staatsangehörigen, beim Militär anderer EU-Staaten wirkt fristverlängernd.

Ob Kindergeld oder Freibetrag ist nur noch ein Verwaltungsakt

Das Steuerrecht ist nichts für Kurzentschlossene, denn jede Entscheidung bedeutet bares Geld. Kindergeld wird zum Beispiel direkt und in barer Münze ausgezahlt. Kinderfreibeträge machen sich dagegen nur indirekt als Steuervergünstigung bemerkbar. Was sich dabei für wen rechnet, läßt sich so direkt nicht sagen. Sie brauchen sich darüber aber auch nicht mehr den Kopf zu zerbrechen. Denn: Seit 1997 erhalten Sie während des Jahres keinen Kinderfreibetrag mehr. Monat für Monat wird Ihnen vielmehr das erhöhte Kindergeld überwiesen. 154 EUR für die ersten drei und 179 EUR für alle weiteren Kinder schlagen so direkt auf Ihrem Konto zu Buche. Erst am Ende des Jahres wird dann Bilanz gezogen. Wenn dann für Sie der Kinderfreibetrag günstiger kommt, wird er automatisch bei der Jahressteuerveranlagung miteinbezogen. Vorausgesetzt, Sie haben die Kinder in der Anlage Kinder vermerkt. Wir können also nur dringend dazu raten.

Wissen ist Macht und steuerlich gesehen bares Geld

Man lernt nie aus. Deshalb können Sie auch für volljährige Kinder, die einen Beruf erlernen, bis zum 27. Lebensjahr einen Kinderfreibetrag beanspruchen. Unter den Begriff der Berufsausbildung fällt hierbei so einiges. Zunächst natürlich der Besuch von Allgemeinwissen vermittelnden Schulen, wenn Ihr Kind Grund-, Haupt-, Realschulabschluß oder das Abitur nachholt. Genauso sind auch Fachhochschulen, Hochschulen und durch Ausbildungsordnungen vorgeschriebene Praktika steuerbegünstigt. Als Berufsausbildung gilt alles, was bildet und inklusive der häuslichen Nacharbeit. Mal die Tagesschau zu gucken oder ein Kreuzworträtsel zu lösen reicht da nicht.

Auch bei Hungerlöhnen kann der Nebenjob sich rechnen

Der Nebenjob Ihres studierenden Kindes muß zwei Funktionen erfüllen. Er darf Ihren Sprößling nicht vom Studium abhalten und Sie nicht davon, Steuern zu sparen. Diese beiden Punkte sollten daher schon bei den Verhandlungen mit dem zukünftigen Arbeitgeber im Vordergrund stehen. 7.680 EUR pro Jahr haben als Obergrenze der Einkünfte absolute Priorität, um Kindergeld und Kinderfreibetrag nicht zu gefährden (bei Kindern, die über 18 sind). Sie sollten bereits im Arbeitsvertrag festgeschrieben werden. Natürlich nur, wenn damit nicht der tarifliche Mindestlohn unterschritten wird. Und den gibt es jetzt sogar schon bei McDonald´s.

zurück zur Übersicht