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Unterstützung bedürftiger Personen

Ihre Unterstützung sollte Arbeitslosengeld sein
Wer kein Kindergeld erhält, ist außergewöhnlich belastet
Im Inland ist der Ausländer steuerrechtlich Inländer
Erst wenn Sie ihn finanzieren, muß Ihr Verwandter mittellos sein
Ohne Nachweis kennt man keine Armut in der Welt
Als Sohn Ihrer Untermieter kassieren Sie doppelt
Für die Steuer gehört die Schwiegertochter schon zur Familie
Wer sich den Unterhalt teilt, kann nur gemeinsam Steuern sparen
Nicht nur beim eigenen Fleisch und Blut muß der Fiskus bluten
Manchmal bleiben die besten Familien auf Ihrem Unterhalt sitzen
Stellen Sie sich vor, es ist Ehekrieg, und Sie gehen nicht hin
Familienbande werden steuerlich gestärkt
Nur mit Belegen sind überweisungen eine sichere Bank
Aber sicher sind die Versicherungen Ihrer Mutter absetzbar
Schon ab der Einschreibung können Sie Geld abschreiben
Entfernteren Verwandten muß man nichts abgeben
Sie sollten lieber Armut bekämpfen als Reichtum zu mehren
Zu Weihnachten bekommt man keine Steuererleichterung
Fiskalisch gesehen ist Ihr Kind besser frühreif als Spätentwickler
Auch Sachleistungen erbringen Sie in eigener Sache
Das soziale Netz ist im Grunde die Verwandtschaft
Ihr Sohn dient. Vor allem auch Ihrem Kontostand
Ausländische Großfamilien sind haarklein abzurechnen
Die Familie ist Ihr Leben, aber hoffentlich nicht Ihr Ruin
Der gute Vorsatz fürs neue Jahr: Geld an die Familie überweisen
Wenn Sie Kranke unterhalten, sparen Sie doppelt

Ihre Unterstützung sollte Arbeitslosengeld sein

Die Lebenshaltungskosten steigen. Der Höchstbetrag, bis zu dem Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastungen abzuziehen sind, steigt allerdings auch. Er wurde auf 7.680 EUR jährlich erhöht. Zu beachten ist allerdings, daß sich dieser Betrag um die Einkünfte und Bezüge der unterstützten Person vermindern, sofern diese 624 EUR per Anno übersteigen. Der Empfänger Ihrer Zahlungen sollte also nicht nur die Hand aufhalten, sondern sie anschließend auch weitgehend in den Schoß legen.

Wer kein Kindergeld erhält, ist außergewöhnlich belastet

Kinder kosten viel Zeit und Kraft. Aber auch eine Menge Geld. Mitunter bis ins Studium hinein. Deshalb gewährt der Gesetzgeber Kindergeld. Kindergeld erhält allerdings seit 1996 nur, wer Anspruch auf einen Kinderfreibetrag hat. Ist dies nicht der Fall, ist man aber nicht zur Kinderlosigkeit gezwungen. Denn dann kann man immerhin noch die Unterhaltsaufwendungen für den Nachwuchs als außergewöhnliche Belastungen absetzen. Vorausgesetzt, eine gesetzliche Unterhaltspflicht besteht.

Im Inland ist der Ausländer steuerrechtlich Inländer

Andere Länder, andere Sitten, vor allem aber unterschiedliche steuerliche Möglichkeiten. Denn das Finanzamt hat eine Ländergruppeneinteilung ausgetüftelt, die die Staaten dieser Erde unterschiedlichen Gruppen zuordnet. Wenn Sie als ausländischer Mitbürger Ihre Angehörigen im Ausland unterstützen, ist die Landeszugehörigkeit für die Höhe des zu veranschlagenden Höchstbetrages ausschlaggebend. Je nach Land wird der Betrag von 7.680 EUR unter Umständen um 1/4 bis 3/4 gekürzt. Fragen Sie also ruhig Ihr Finanzamt, welche Bestimmungen für Ihre Nationalität existieren. Noch lukrativer ist es allerdings, das Ausland zum Inland zu machen. Laden Sie doch Ihre Angehörigen einfach für ein paar Monate zu sich ein. Dann dürfen Sie für diese Zeit Ihre Unterhaltszahlungen an dem höheren Höchstbetrag orientieren. Und Ihre Verwandtschaft sieht endlich einmal solche Weltkulturleistungen wie den Kölner Dom, den Frankfurter Römer oder die A3.

Erst wenn Sie ihn finanzieren, muß Ihr Verwandter mittellos sein

Sie sollten für die Verwandtschaft da sein, wenn man Sie braucht. Wann man Sie aber braucht, ist für den steuerlichen Abzug Ihrer Unterstützungsleistungen entscheidend. Denn wie bereits beschrieben, ermäßigt sich der Höchstbetrag von 7.680 EUR für jeden Monat, in dem keine finanzielle Unterstützung erfolgt, um ein Zwölftel. Dafür sind aber auch Einkünfte, die der Unterstützte in diesen Monaten erzielt hat, nicht auf Ihren Abzugsbetrag anzurechnen. Ein Beispiel: Wenn Ihr Vater im Schweiße seines Angesichtes bis September eines Jahres 25.000 EUR verdient hat, dann aber einer kalten glatten, gewerkschaftlich, nicht organisierten Maschine weichen muß und wegen einer Sperrfrist kein Arbeitslosengeld erhält, kann er auf Sie zählen. Denn Sie können für die verbleibenden drei Monate des Jahres die vollen drei Zwölftel des Höchstbetrages ohne Abzüge unter der Rubrik außergewöhnliche Belastungen vermerken.

Ohne Nachweis kennt man keine Armut in der Welt

Deutschland ist ein verhältnismäßig reiches Land. Deshalb schicken viele ausländische Mitbürger Geld in die ärmere Heimat. Wenn aber ein Land arm ist, ist dann damit auch die Familie eines Steuerpflichtigen, die dort lebt, automatisch bedürftig? Die Finanzbehörden sind nicht dieser Ansicht, und so haben sie vor die Abschreibung von Unterhaltszahlungen an Angehörige im Ausland ein kompliziertes Nachweisverfahren gestellt. Sie müssen eine amtliche Bescheinigung der zuständigen Heimatbehörde beibringen, aus der folgendes ersichtlich wird: Name, Alter, Anschrift, Verwandtschaftsverhältnis des Unterstützten zum Steuerpflichtigen, Art und Umfang seiner Einnahmen und seines Vermögens, die Unterhaltspflicht anderer Personen, die Höhe Ihrer Unterstützung und der Grund, warum der Unterstützte für seinen Unterhalt nicht selbst aufkommen kann. Denn schließlich muß verhütet werden, daß die Zahlungen zweckentfremdet werden und Ihre Verwandten mit dem Geld ein Staatssystem aus Kommunismus, Despotie und und fehlendem Ladenschluß gründen. Da keine der genannten Angaben fehlen darf, sollten Sie für den Nachweis unbedingt die amtlichen zweisprachigen Vordrucke verwenden. Die erhalten Sie bei den Konsulaten.

Als Sohn Ihrer Untermieter kassieren Sie doppelt

Schön, wenn die Eltern gemeinsam alt werden und Sie sie bei sich wohnen lassen. Schön auch für Sie, denn wenn beide Elternteile von Ihnen unterstützt in Ihrem Haushalt leben, können Sie natürlich auch zweimal den Höchstbetrag für Unterhaltsleistungen im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen beanspruchen. Selbstverständlich wiederum gekürzt um die Einkünfte der alten Herrschaften, die in diesem Fall in eins gerechnet werden. Unterm Strich wird sich das für Sie aber auf jeden Fall lohnen.

Für die Steuer gehört die Schwiegertochter schon zur Familie

Zwangsläufige Unterhaltszahlungen sind eher eine moralische, denn eine steuerrechtliche Kategorie. Familienangehörige, die durch Krankheit, Unfall oder Alter auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen sind, fallen darunter. Unter Umständen können in diesem Sinne auch Zahlungen an Ihre Schwiegertochter steuerrechtlich als zwangsläufig anerkannt und damit abgesetzt werden. Unabhängig davon, ob ihr von ihren leiblichen Eltern noch Geld überwiesen wird. Allerdings wird das Finanzamt bei Unterhaltsleistungen, die Ihren Zöglingen ein sorgenfreies Leben ermöglichen, während Sie von Brot und Wasser leben, schnell stutzig.

Wer sich den Unterhalt teilt, kann nur gemeinsam Steuern sparen

Vielleicht stehen Sie ja auch mit Ihren Unterhaltszahlungen nicht allein, sondern teilen sich die Aufwendungen mit anderen. Dann werden Sie auch den Höchstbetrag von 7.680 EUR mit den anderen Unterhaltspflichtigen teilen. Und zwar nach Maßgabe des Verhältnisses der Einzelzahlungen zueinander. Wenn Sie zum Beispiel Ihrer mittellosen Mutter monatlich 5.000 EUR überweisen und Ihr Bruder 2.500 EUR zuschießt, können Sie zwei Drittel des Höchstbetrages unter den außergewöhnlichen Belastungen verbuchen. Ihr Herr Bruder wird sich dann mit dem letzten Drittel begnügen müssen. Unabhängig davon, wen Ihre Mutter lieber mag.

Nicht nur beim eigenen Fleisch und Blut muß der Fiskus bluten

Blut ist dicker als Wasser. Nur Unterstützungsleistungen, die an Angehörige gezahlt werden, zu deren Unterhalt sie verpflichtet sind, sind als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig. Eine Ausnahme wird aber gemacht. Wenn Sie ohne Trauschein zusammenleben und der Anspruch Ihres Partners auf Sozialhilfe oder Arbeitslosenhilfe aufgrund von Unterhaltsleistungen, die Sie bestreiten, gekürzt wird, dürfen Sie immerhin als kleine Entschädigung bis zu 7.680 EUR der Zahlungen veranschlagen. In diesem Fall wird also obiger Grundsatz verwässert.

Manchmal bleiben die besten Familien auf Ihrem Unterhalt sitzen

In guten wie in schlechten Zeiten sollten Familien nicht nur zusammen fernsehen, sondern auch zusammenhalten. Mittellose Angehörige dürfen Sie daher gern unterstützen. Auch von staatlicher Seite können Sie für dieses Unterfangen mit Unterstützung rechnen. Denn Unterstützungsleistungen dieser Art sind als außergewöhnliche Belastungen steuermindernd zu veranschlagen. Das klappt aber nicht bei allen Angehörigen, sondern nur bei denjenigen, die gegen Sie einen gesetzlichen Unterhaltsanspruch haben. Z. B. bei Kindern, für die Sie weder Kindergeld noch Freibetrag kassieren, oder bei Eltern, Großeltern, geschiedenen oder getrennt lebenden Ehegatten, für die kein Sonderausgabenabzug beantragt wurde. Alle anderen werden vielleicht mit offenen Armen von der Familie empfangen. Die Geldbörsen ihrer Verwandten werden für sie aber wohl verschlossen bleiben.

Stellen Sie sich vor, es ist Ehekrieg, und Sie gehen nicht hin

Falls Sie keine Lust haben, sich wegen des Finanzamtes wieder mit Ihrem Lieblingsfeind anzulegen, gibt es noch eine zweite Möglichkeit für Sie, wenigstens mit ein paar kleinen Tausendern aus der Affäre herauszukommen. Geben Sie die Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastung an. Da gilt leider die Höchstgrenze von 7.680 EUR, doch für ein bißchen Frieden ...

Familienbande werden steuerlich gestärkt

Familien sollten zusammenhalten. In guten wie in schlechten Zeiten, auch über Ländergrenzen hinweg. Daher können Sie den Unterhalt für bedürftige Personen im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen auflisten. Auf jeden Fall sollten Sie dem Ganzen auch einen Nachweis der gezahlten Beträge und eine Verdienstbescheinigung des Bedürftigen beifügen. Lebt die unterstützte Person im Ausland, ist zudem auch eine Bescheinigung einer zuständigen ausländischen Behörde vorzulegen, und zwar in Deutsch. Wenn der zuständige Gouverneur, Bürgermeister oder Dorfälteste dieser Sprache nicht mächtig ist, wird also ein übersetzer zu bemühen sein.

Nur mit Belegen sind überweisungen eine sichere Bank

Auch Zahlungen an Angehörige im Ausland werden meistenteils unbar getätigt. Wenn Sie dann aber wollen, daß der Staat über den Abzug als außergewöhnliche Belastung etwas zuschießt, sollten Sie dem Finanzamt nicht baren Unsinn auftischen, sondern jede überweisung eindeutig belegen können. Der überweisungsbeleg muß dabei grundsätzlich auf den Namen der unterstützten Person ausgestellt sein. Lautete das Konto, auf das das Geld eingezahlt wurde, nicht auf ihn, werden Sie durch eine Bankbescheinigung nachzuweisen haben, daß der Betreffende auf das Konto Zugriff hat und Abhebungen vornimmt. Sonst gehen die Unterstützungsleistungen ganz allein auf Ihr Konto.

Aber sicher sind die Versicherungen Ihrer Mutter absetzbar

Auch die Versicherungen Ihrer Mutter oder eines anderen Pflegebedürftigen, dessen Zahlung nun durch Sie erfolgt, können der Rubrik des "Unterhalts bedürftiger Personen" Ihrer Steuererklärung zugerechnet werden. Sie sind daher nicht in der Spalte der Versicherungsbeiträge auf Seite drei des Hauptvordrucks, sondern hier bei den Unterhaltszahlungen aufzuführen.

Schon ab der Einschreibung können Sie Geld abschreiben

Voraussetzung dafür ist, daß für das studierende Kind kein Kinderfreibetrag bezogen wird und die Zahlungen in direktem Zusammenhang mit der Berufsausbildung stehen. Zum Unterhalt und zum Studium sollten Sie also direkt beitragen. Die Höhe der Aufwendungen ist dabei für die Anerkennung durch das Finanzamt völlig unerheblich. Ob Sie Ihr Kind also ganz mit durchfüttern oder nur das Lesefutter bezahlen, ist gleich. Wird Ihr Sprößling mangels Geldes aber Werkstudent, sollte er nicht zuviel verdienen. Denn all seine Einkünfte über 624 EUR pro Jahr würden Ihren abzugsfähigen Höchstbetrag schmälern. Staatliche Studienbeihilfen in Form eines Darlehens, vom Volksmund auch BAföG genannt, sind davon allerdings ausgenommen.

Entfernteren Verwandten muß man nichts abgeben

Wer also zusammen mit anderen gesetzlich Unterhaltsverpflichteten die Mutter finanziert, wird lernen müssen zu teilen. Zum Beispiel den Höchstbetrag, der als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden kann. Wenn dagegen ein anderer Angehöriger sich freiwillig an den Zahlungen beteiligt, können Sie alles für sich allein behalten. Die ganzen 7.680 EUR. Allerdings sind die Unterstützungsleistungen dieser Verwandten, abzüglich einer Unkostenpauschale von 180 EUR, dem Einkommen Ihrer Frau Mama zuzuschlagen. Da die Höhe dieser Einkünfte auch Ihren Höchstbetrag reduziert, gehört so doch nicht alles Ihnen.

Sie sollten lieber Armut bekämpfen als Reichtum zu mehren

Das Finanzamt schluckt die Unterhaltszahlungen an Angehörige nur, wenn es sich bei den unterstützten Personen erwiesenermaßen um arme Schlucker handelt. Das Vermögen des Betreffenden darf 15.500 EUR nicht übersteigen. Ein angemessenes Hausgrundstück geht aber extra. Maßgebend ist für die Angemessenheit die Größe des Hauses. Bei einem Einfamilienhaus erscheinen 130 qm, bei einer Eigentumswohnung 120 qm Wohnfläche nicht als vermessen.

Zu Weihnachten bekommt man keine Steuererleichterung

Barmherzigkeit hat wie die Piemontkirsche nicht immer Saison. Wenn Sie also Ihre Mutter nur einmal im Jahr mit einem größeren Betrag bedenken, sollten Sie den Zeitpunkt gut wählen. Denn der Höchstbetrag, bis zu dem die Unterhaltsleistungen steuerlich abzugsfähig sind, wird um jeden Monat, in dem keine Zahlung erfolgte, gekürzt. Am besten bringen Sie die Sache also gleich im Januar hinter sich, um die vollen 7.680 EUR einzustreichen. Erwacht hingegen erst zur Weihnachtszeit der Großmut, können Sie nur mit einem mageren 1/12 davon rechnen. Was Sie Ihrer alten Mutter unter den Christbaum legen, sollte also keinesfalls Unterhalt sein.

Fiskalisch gesehen ist Ihr Kind besser frühreif als Spätentwickler

Es kommt die Zeit, da werden die Kinder flügge und verlassen für eine Berufsausbildung oder ein Studium das Nest. Sie werden aber noch oft an Ihre lieben Kleinen denken. Etwa beim Ausfüllen der Steuererklärung. Denn Unterstützungsleistungen an Kinder in der Ausbildung können auf verschiedene Art und Weise vom Staat zurückgefordert werden. Ist Ihr Kind noch unter 27 Jahre, erhalten Sie den Kinderfreibetrag bzw. Kindergeld, wobei sich die Altersgrenze, wenn Ihr Kind Wehr- oder Zivildienst geleistet hat, um die Dauer dieses Dienstes nach oben verschiebt. Zusätzlich können Sie auch noch einen Ausbildungsfreibetrag beanspruchen. Ist Ihr Kind hingegen nicht nur Nesthäkchen, sondern auch Stubenhocker gewesen und hat daher die 27 bereits überschritten, entfallen Kindergeld und Freibeträge. Die Unterhaltszahlungen können dann nur noch bis zu 7.680 EUR im Jahr als außergewöhnliche Belastung angesetzt werden.

Auch Sachleistungen erbringen Sie in eigener Sache

Geld kann man nicht essen, anziehen oder lesen. Deshalb brauchen Ihre Angehörigen vielleicht auch einfach Nahrungsmittel, Kleidung oder Lektüre. Wenn Sie ihnen diese besorgen, können die Ausgaben als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig sein. Voraussetzung ist allerdings, daß Sie alle Kaufbelege sauber verwahren und sich zudem von Ihren Anverwandten quittieren lassen, daß es sich bei den Waren keinesfalls um Geschenke gehandelt hat. Wenn Sie so vorgehen, bedeuten auch Sachleistungen des laufenden Bedarfs für Sie bares Geld. Alles, was darüber hinausgeht, ist aber nicht als Unterhaltsleistung abzugsfähig. Wir denken hier an Waschmaschinen, Farbfernseher oder Naß-Trocken-Rasierer.

Das soziale Netz ist im Grunde die Verwandtschaft

Wer mittellos ist, braucht eine helfende Hand. Diese kann aber durchaus die öffentliche Hand sein. Wenn nahe Anverwandte wie Kind oder Kegel nach dieser Hand greifen und Sozialhilfe beantragen, wird man behördlicherseits dafür sorgen, daß auch der Staat nicht mit leeren Händen dasteht. Man wird entsprechend solvente Blutsverwandte ausfindig und haftbar machen. Wenn Sie also für die gezahlten Beträge in Regreß genommen werden, können wir Ihnen die Hand darauf geben, daß Ihnen zumindest ein Trost bleibt: Auch die an das Sozialamt geleisteten Zahlungen sind als außergewöhnliche Belastungen zu vermerken.

Ihr Sohn dient. Vor allem auch Ihrem Kontostand

Wenn Ihr Sohn den gesetzlichen Grundwehrdienst oder den Zivildienst ableistet, dient er dem Vaterland. Und wie dankt es Ihnen das Vaterland? Nun, indem Sie seit 1996 zwar keinen Kinderfreibetrag und kein Kindergeld mehr für Ihren Rekruten erhalten, aber sämtliche Unterstützungsleistungen als außergewöhnliche Belastungen geltend machen können. Ihr persönlicher Wehretat beträgt also bis zu 7.680 EUR im Jahr, wobei diese Summe sich durch eigene Bezüge Ihres Sprößlings entsprechend reduziert. Exerzieren wir das einmal durch: Wehrsold, einschließlich des Weihnachtsgeldes, gehört dazu. Ebenso ist der Wert der kostenlosen Unterbringung und Verpflegung abzuziehen. Das Entlassungsgeld hingegen gehört zwar grundsätzlich ebenfalls zu den Bezügen Ihres Sohnes, ist aber für die Zeit nach der Entlassung bestimmt und mindert so den zu beanspruchenden Höchstbetrag nicht.

Ausländische Großfamilien sind haarklein abzurechnen

Ausländische Mitbürger unterstützen nicht selten Familienangehörige in ihrem Heimatland. In vielen dieser Länder leben mehrere Generationen unter einem Dach. Und jede dieser Generationen wird im deutschen Steuerrecht anders behandelt. Wenn Sie ermitteln möchten, welche Beträge Sie wo in Ihrer Steuererklärung aufzuführen haben, rechnen Sie wie folgt. Nehmen wir mal an, Sie unterstützen in der Türkei Ihre Familie mit insgesamt 12.000 EUR. Dann teilen Sie erst einmal die Gesamtsumme durch die Anzahl der unterstützten Angehörigen, die in dem bedachten Haushalt leben. Gehen wir einmal davon aus, daß Ihre Ehefrau, zwei Kinder, Ihre Eltern und Ihr Bruder dort leben, dann entfallen auf jeden 2.000 EUR. Diese verteilen Sie nun nach folgendem Schlüssel: Die Aufwendungen für Ihre Frau und Ihre Eltern sind mit drei mal 2.000 EUR als außergewöhnliche Belastung einzutragen. Die 4.000 EUR, die auf Ihren minderjährigen Nachwuchs entfallen würden, könnten Sie nicht geltend machen, weil Sie, auch wenn die Kinder im Ausland leben, für jedes Kind einen Kindferfreibetrag erhalten. Die Aufwendungen für Ihren Bruder fallen hingegen ganz unter den Tisch.

Die Familie ist Ihr Leben, aber hoffentlich nicht Ihr Ruin

Unterhaltszahlungen ins Ausland sind durch Belege nachzuweisen. Sie sollten also überweisungsträger, Umtausch- oder Empfangsquittungen Ihrer Steuererklärung beiheften. Günstiger sieht es aus, wenn nicht nur Ihr Geld, sondern auch Sie die Heimreise antreten. Denn wenn Sie dem Finanzamt Heimfahrten zum Beispiel durch Flugtickets, Paßstempel oder Impfmale nachweisen, ist es ohne weiteres bereit, je Heimreise einen Nettomonatslohn ohne Beleg als Unterhaltsleistung anzuerkennen. Allzuoft sollten Sie diese Prozedur aber nicht wiederholen. Mehr als vier Monatslöhne pro Jahr wird man Ihnen bei dieser Vorgehensweise nicht zugestehen. Denn schließlich soll Ihnen Ihre Familie lieb, aber nicht zu teuer sein.

Der gute Vorsatz fürs neue Jahr: Geld an die Familie überweisen

Auch Zahlungen an Angehörige im Ausland werden, wenn die erste Zahlung nicht im Januar erfolgt, gezwölftelt. Das heißt, je verflossenem Monat wird der abzugsfähige Höchstbetrag um den zwölften Teil reduziert. Vermeiden kann dies nur, wer in jedem Quartal mindestend eine Zahlung leistet. Dann ist es gleich, ob das erste Geld im Januar oder im März überwiesen wurde. Alle anderen sollten es sich zum guten Vorsatz machen, mit den Unterhaltszahlungen im Januar zu beginnen. Selbst wenn nach der für Sie landesüblichen Zeitrechnung das neue Jahr erst viel später beginnt.

Wenn Sie Kranke unterhalten, sparen Sie doppelt

Das Studium der lieben Kleinen ist schon teuer genug. Tritt nun auch noch eine Krankheit oder Pflegebedürftigkeit Ihres Sprößlings hinzu, zahlen Sie doppelt. Denn neben den Aufwendungen für die muffige Studentenbude und die Lernmittel Ihres Kindes kommen nun noch weitere Belastungen auf Sie zu. Sie sind also doppelt beansprucht und können daher Ihrerseits doppelt außergewöhnliche Belastungen beanspruchen. Diese Ansprüche sind auch bedingt anwendbar, wenn Sie für Unterhalt und Krankheit Ihres Ex-Ehepartners aufkommen. Wer jedoch ohne Trauschein zusammen lebt und den anderen unterhält, geht auch im Falle der Krankheit des anderen leer aus.

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