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Arbeitslohn

Die Lohnnebenkosten fressen Sie nicht auf
Eine Direktversicherung ist auch Lohn für mühsame Nebenjobs
Wenn Sie aus Ihrem Job klug werden, kostet Sie das nichts
Wenn Ihr Chef Ihnen mehr als ein Lächeln schenkt
Die Arbeitnehmersparzulage sollten Sie sich nicht sparen
Ökologie kann für Sie steuerlich sehr ökonomisch werden
Wenn der Staat Ihre Miete bezahlt, hält der Fiskus sich raus
Auch zu nachtschlafender Zeit sparen Sie Steuern
Ihr Chef pumpt Ihnen gerne mal was
Erholen Sie sich auf Kosten Ihres Arbeitgebers
Wer hart trainiert, soll Steuern sparen
Bei Streik ist nur das Finanzamt nicht auf dem Posten
Der Rest ist für Sie und nicht für das Finanzamt
Die Firma hütet Ihr Kind, und Sie sparen Steuern
Reichtum macht nicht glücklich, ist aber steuerlich von Vorteil
Die Größe Ihres Altenteils bestimmen Sie bereits heute selbst
So wirkt Ihre Altersvorsorge sofort
Personalrabatte machen Ihren Arbeitgeber zum Duty-free
Bei Traumhochzeiten und schweren Geburten gibt es Geld
Den Rest der Abfindung zum halben Steuersatz
Abfindung auch, wenn Sie nur die Aufgaben wechseln
Ihren Vorruhestand können Sie ohne Abzüge antreten
Finden Sie sich damit ab: Abfindungen sind steuerfrei
Ihr Arbeitgeber kleidet Sie steuerfrei neu ein
Musik ist nach Ansicht des Finanzamtes keine Handwerk
Das Finanzamt bemüht sich um Ihr Arbeitsklima.
Der Kantinenfraß ist gefundenes Fressen - für den Staat!
Ist Ihr Firmenwagen auch Ihre Privatangelegenheit?
Ihre Reise sollte nicht die reine Erholung sein
Bei befristeten Stellen heilt auch die Zeit nicht alle Wunden
Zweiundzwanzig Männer, ein Ball, ein Steuerfreibetrag

Die Lohnnebenkosten fressen Sie nicht auf

Die Diskussion um den Standort Deutschland wird vor allem von Klagen über die zu hohen Lohnnebenkosten geprägt. Zum Beispiel in Form des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung. Damit aber zumindest die Arbeitnehmer nicht auch noch in das Gejammer miteinstimmen, sind diese Leistungen, sofern sie nur 50 % der Kosten für die Krankenkasse betragen und eine sozialgesetzliche Pflicht für ihre Zahlung besteht, für den Werktätigen nicht Teil des Lohnes und damit nach § 3 Nr. 62 EStG steuerfrei, ohne daß dies dem Finanzamt näher erklärt werden muß. Sonst hätten ja auch schon viele Arbeitnehmer Ihren Arbeitsplatz ins Ausland verlegt.

Eine Direktversicherung ist auch Lohn für mühsame Nebenjobs

Je höher die Einkünfte, desto höher die Steuerersparnis durch die Direktversicherung. Und als Einkünfte zählt nicht nur der schnöde Lohn. Alles, was Sie sonst noch durch Kellnern, Postzustellung, Taxifahren und Banküberfall hinzuverdienen, ist dazuzurechnen, erhöht Ihren Steuersatz und damit den Steuerspareffekt. Jeder Nebenjob bedeutet also über die Direktversicherung auch vom Finanzamt noch ein deutliches Zubrot. Allerdings wirkt sich dies, da die verschiedenen Einkunftsarten erst am Jahresende verrechnet werden, erst in der Steuererklärung aus.

Wenn Sie aus Ihrem Job klug werden, kostet Sie das nichts

Ihr Betrieb möchte Sie auf dem Laufenden halten. Wenn er dazu laufend Weiterbildungsveranstaltungen anbietet, an denen Sie als karriereorientierter oder wissensdurstiger Mitarbeiter teilnehmen, zählen diese Leistungen nicht zu Ihrem Lohn. Sie sind daher für Sie steuerfrei. Vorausgesetzt, die Veranstaltungen dienen hauptsächlich dem betrieblichen Interesse. So gesehen gehört auch die Taktikbesprechung der Firmenmannschaft dazu. Wenn sich diese nicht wie in Leverkusen verselbständigt. Besuchen Sie aus eigenem Antrieb eine Fortbildung, um in Ihrem Beruf weiterzukommen und bezahlen diese auch selbst, dann fallen diese Ausgaben unter die Werbungskosten.

Wenn Ihr Chef Ihnen mehr als ein Lächeln schenkt

Ihr Vorgesetzter darf gern einmal die Spendierhosen anhaben. Denn Gelegenheitsgeschenke bis zum Wert von 35 EUR können Sie, ohne rot zu werden, annehmen. Sie sind steuerfrei. Vorausgesetzt, sie werden aus Anlaß eines sogenannten persönlichen Arbeitnehmer-Ereignisses (oder seiner Angehörigen) überreicht.

Die Arbeitnehmersparzulage sollten Sie sich nicht sparen

Berufstätige, die sich vom kargen Lohn noch etwas auf die hohe Kante legen, für das eigene Häuschen, schlechte Zeiten oder fremde Kriege, sind Kleinsparer, und als solche steuerlich begünstigt. Sie können vom Staat die sogenannte Arbeitnehmer-Sparzulage einfordern. Deren Höhe beträgt 10 % des angelegten Betrages, maximal 10 % von 470 EUR. Die Einkommensgrenzen, bis zu denen das Geld gewährt wird, liegen bei 17.900 EUR bzw. 35.800 EUR im Jahr. Ihr Bruttoarbeitslohn kann aber erheblich darüber liegen. Denn für die Berechnung dieser Grenzen sind die Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen bereits abzuziehen.

Ökologie kann für Sie steuerlich sehr ökonomisch werden

Sind Sie überzeugter Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel, um Streß und Gestank eines eigenen Autos zu vermeiden, verzichten Sie doch auf Ihre nächste Gehaltserhöhung und lassen Sie sich dafür lieber Ihre Umweltfreundlichkeit bezuschussen. Denn im Gegensatz zu Ihrem Lohn sind derartige Zuschüsse gemäß § 3 Nr. 34 EStG steuerfrei. Sie schonen also Umwelt und Geldbeutel. Wenn auch nicht den Ihres Chefs.

Wenn der Staat Ihre Miete bezahlt, hält der Fiskus sich raus

Bei aller Unordnung im deutschen Steuerrecht ist es doch in einer Hinsicht konsequent: Staatliche Zuwendungen an erwiesenermaßen arme Schlucker werden auf dem Umweg über die Steuer nicht wieder gekürzt. Wohngeld ist daher natürlich nach § 3 Nr. 58 EStG steuerfrei. Angesichts unseres heutigen Wohnungsmarktes und der ständig explodierenden Mieten auch nur recht und billig.

Auch zu nachtschlafender Zeit sparen Sie Steuern

Samstags gehört der Papi mir. An Sonn- und Feiertagen und in der Nacht aber immer öfter wieder der Firma. Gerade auf dem Bau. Die Zuschläge für diese Mehrarbeit sind bekanntermaßen steuerfrei. Müssen Sie also zwischen 20 Uhr und 6 Uhr ran, können Sie bis zu 25 Prozent des Betrags, der den Grundlohn (Basisgrundlohn aus tarifvertraglichem Normallohn, vermögenswirksamen Leistungen und Beiträgen zur Direktversicherung + Grundlohnzusätze wie Fahrtkosten und Gefahrenzulage) übersteigt, steuerfrei einstreichen, zwischen 0 und 4 Uhr sogar 40 Prozent. Und das freut den Papi dann wieder so sehr, daß auch der Sohn mal länger aufbleiben darf. Hierbei soll sich aber in absehbarer Zeit etwas ändern.

Ihr Chef pumpt Ihnen gerne mal was

Darlehen für notwendige Mehrausgaben oder überflüssigen Luxus gewährt die Bank nur zu hohen Zinssätzen. Wenn aber auch Ihr Arbeitgeber in finanzieller Hinsicht eine Bank ist, können Sie sich von ihm ein Darlehen geben lassen und dabei Zinsen und Steuern sparen. Denn die ersparten Zinsen sind für Sie bis zu einem Kreditrahmen von 2.600 EUR steuerfrei gespartes Geld. Und wenn zumindest der Mindestzinssatz von sechs Prozent eingefordert wird, auch darüberhinaus. Bei allen niedrigeren Zinssätzen werden Sie aber auch nur für die Differenz zu dieser Mindestgrenze Lohnsteuer abführen müssen. Genügend Gründe also, die neue Küchenzeile nicht nur mit der Familie, sondern auch mit dem Vorgesetzten zu planen.

Erholen Sie sich auf Kosten Ihres Arbeitgebers

Gute Besserung wünscht Ihnen im Falle eines Unfalles oder einer Krankheit auch ihr Chef. Und da er möchte, daß Sie bald wieder auf den Beinen sind, damit es in der Firma um die Kaffeemaschine nicht so leer ist, darf er Ihnen in solchen Fällen bis zu 600 EUR pro Jahr als Unterstützung steuerfrei gewähren. Bei kleineren Betrieben (bis zu 5 Personen) entscheidet der Chef persönlich, wieviel ihm Ihre Gesundheit wert ist. Bei größeren Firmen hat der Betriebsrat ein Wörtchen mitzureden. Die Zahlungen werden hier von den Hilfs- und Unterstützungskassen dann nach einheitlichen Grundsätzen bestritten.

Wer hart trainiert, soll Steuern sparen

Nebenberuflich die Kreisauswahl Ihres Heimatdorfes zu betreuen, ist ein hartes Geschäft, steuerlich jedoch nach § 3 Nr. 26 EStG nur eine Nebentätigkeit mit übungsleitendem Charakter. Bis zu 1.080 EUR können Sie daher pro Jahr steuerfrei als Aufwandsentschädigung einstreichen. Vorausgesetzt, Sie sind nicht mehr als ein Drittel der Arbeitszeit eines vergleichbaren Vollzeitjobs für Ihren Verein tätig. Dann kann das Dorf selbst München oder Dortmund heißen.

Bei Streik ist nur das Finanzamt nicht auf dem Posten

Wenn sich die Proletarier aller Länder vereinigen, um in den Ausstand zu gehen, haben sie häufig nichts zu verlieren. Und müssen erst recht keine Steuern bezahlen. Denn schließlich arbeiten sie ja gerade nicht. Die schmalen Streikgelder sind insofern kein Lohn und damit nach Abschn. 70 Abs. 3 Nr. 10 LStR von der Steuer befreit. Aber genau wie das Arbeitslosengeld wird das Streikgeld in die Berechnung des Steuersatzes einbezogen. Die böse Falle "Progressionsvorbehalt" hat wieder zugeschlagen.

Der Rest ist für Sie und nicht für das Finanzamt

Der klassische Oberkellner und damit die zugehörigen Witze sterben aus. Der Sektor der Gastronomie wird von studentischen Aushilfsbedienungen beherrscht. Und gerade diese wird es freuen, daß man sich neben dem eigentlichen Lohn auch noch ein hübsches Zubrot verdienen kann. Bis zu 1.080 EUR Trinkgeld sind per Anno steuerfrei. Und das hilft schon über manches derbe Wort und einige zotige Witze hinweg.

Die Firma hütet Ihr Kind, und Sie sparen Steuern

Ihrem Arbeitgeber ist genauso wie Ihnen daran gelegen, daß Ihre Kinder in Ihrer Abwesenheit gut untergebracht sind und nicht Drogen dealen, Laternen austreten oder Kaninchen schubsen. Denn schließlich schmälert Ihre Sorge auch Ihre Arbeitskraft. Wenn Sie Ihr nicht schulpflichtiges Kind also lieber Ihrer Mutter anvertrauen und ihr dies mit 100 EUR pro Monat entgelten, können Sie sich das Geld nach Absprache von Ihrem Chef als Lohn erstatten lassen. Steuerfrei. Wenn Ihre Tochter bei der Oma zu Hause betreut wird. Nur Ihr Muttchen wird das Geld dann gegebenfalls versteuern müssen. Aber dafür ist sie ja nicht mehr so allein.

Reichtum macht nicht glücklich, ist aber steuerlich von Vorteil

Direktversicherungsbeiträge werden bis zur Höchstgrenze von 1.752 EUR pro Jahr pauschal mit nur 20 Prozent Lohnsteuer versteuert, zuzüglich Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag. Das heißt, erst bei Einkommen mit darüber liegendem Steuersatz wird das Steuersparmodell so richtig lukrativ. Unsere Beispieltabelle mag Ihnen dies vor Augen führen. Berechnungsgrundlage war ein Arbeitnehmer der Steuerklasse III mit einem Kinderfreibetrag, 270 DM Kindergeld, 9 Prozent Kirchensteuer, den üblichen Sozialabgaben, einer Direktversicherung durch Barlohnumwandlung und maximalen Beiträgen. Gleichwohl haben Sie, wie Sie der Tabelle entnehmen, je höher das Einkommen ist, desto mehr zu lachen.

Die Größe Ihres Altenteils bestimmen Sie bereits heute selbst

Im Alter hat man noch manchen Wunsch. Man möchte aber bestimmt nicht übers Ohr gehauen werden. Deshalb sollten Sie bei der Altersvorsorge mit Bedacht zu Werke gehen. Zwar sind alle Direktversicherungen steuerbegünstigt. Dennoch gibt es gewaltige Unterschiede. Wir machten die Probe aufs Exempel und holten bei zehn verschiedenen Versicherungsgesellschaften Angebote ein. Im Ergebnis gab es bei gleichen Beiträgen und derselben Laufzeit Unterschiede in der Auszahlungssumme von 50.000 EUR. Und dafür bekommt man schon eine ganze Menge Käse-Sahne und Marschmusik. Direktversicherungen sind also etwas, bei dem sich der Vergleich direkt lohnt.

So wirkt Ihre Altersvorsorge sofort

Den meisten von Ihnen wird die Direktversicherung ein Begriff sein: als Möglichkeit, direkt Steuern zu sparen. Ihren Namen bezieht die Direktversicherung aber nicht aus dieser Tatsache. Es handelt sich vielmehr um eine gemischte Lebensversicherung. Versicherungsnehmer ist Ihr Arbeitgeber, die versicherte Person sind Sie. Die Beiträge werden dabei direkt von Ihrem Lohn bestritten. Die direkte Steuermäßigung ergibt sich dann daraus, daß der als Versicherungsleistung gezahlt Betrag vom steuerpflichtigen Arbeitslohn abgezogen und nur mit einer pauschalen Lohnsteuer besteuert wird. Mit bis zu 1.752 EUR im Jahr können Sie also Ihren Lebensabend ein bißchen behaglicher machen und sich gleichzeitig schon heute in Steuervergünstigungen sonnen.

Personalrabatte machen Ihren Arbeitgeber zum Duty-free

Kettenraucher sollten sich dringend um Stellen bei Tabakkonzernen bemühen. Denn Waren des eigenen Arbeitgebers darf man, sofern sie nicht ausschließlich für die Arbeitnehmer produziert werden, bei einem Rabattsatz von vier Prozent in unbegrenzter Menge und bei Sätzen darüber bis 1.080 EUR steuerfrei beziehen. Die Stange Zigaretten kann so unter Umständen erheblich billiger werden. Wenn auch die EG-Gesundheitsminister natürlich davor warnen ...

Bei Traumhochzeiten und schweren Geburten gibt es Geld

Ihre Heirat ist auch für Ihren Arbeitgeber ein großes Ereignis. Und er möchte Ihnen vielleicht etwas schenken. Kein 20teiliges Messerset oder schrille Bettwäsche, sondern bares Geld. Daher sind Zuwendungen, die sie drei Monate vor der Eheschließung oder während der Flitterwochen erhalten, als Heiratsbeihilfe bis zu 315 EUR steuerfrei. Wenn sich dann gleich Nachwuchs anmeldet, um so besser. Denn auch bei Geburt eines Kindes stehen Ihnen Beihilfen bis zu diesem Betrage steuerfrei zu, bei Zwillingen das Doppelte, bei Drillingen das Dreifache usw. Wobei sich dann natürlich auch der Streß entsprechend potenziert.

Den Rest der Abfindung zum halben Steuersatz

Alles, was die Höchstgrenzen der steuerfreien Abfindung übersteigt, wird besteuert. Eine Abfindungszahlung von 15.226 EUR führt also bei Steuerfreiheit bis zu 9.000 EUR zu einem steuerpflichtigen Betrag von 5.000 EUR. Jedoch wird, wenn Sie sich die Summe am Stück ausbezahlen lassen, nur der halbe Steuersatz veranschlagt. So kann es sich lohnen, trotz persönlicher Antipathie mit dem Ex-Chef zu mauscheln und sich eventuelle Lohnfortzahlungen als Abfindung ausbezahlen zu lassen. Er hat Sie von den Hacken, und Sie haben das Geld.

Abfindung auch, wenn Sie nur die Aufgaben wechseln

Auch wenn Sie innerhalb ein und desselben Betriebes den Job wechseln, können Sie unter Umständen eine steuerfreie Abfindung einstreichen. Voraussetzung ist, daß sie das eine Dienstverhältnis mit Ihrem Arbeitgeber ganz offiziell beendet haben und nun zu wesentlich anderen Bedingungen Ihren neuen Aufgaben entgegensehen. Die Versetzung von der Pförtnerloge in die Vorstandsetage kann daher hierunter gefaßt werden, die vom Sturm ins Mittelfeld hingegen nicht.

Ihren Vorruhestand können Sie ohne Abzüge antreten

Grämen Sie sich nicht allzu sehr, wenn Sie aufs Altenteil geschickt werden und nun eine namenlose wartungsanfällige Maschine Ihren Dienst versieht. Denn auch Vorruhestandleistungen, insbesondere das eigentliche Vorruhestandsgeld oder die übergangsgelder, die in den Tarifverträgen für Angestellte des öffentlichen Dienstes vorgesehen sind, gelten als Abfindungen und sind damit steuerfrei. Und während Sie sich also beruhigt der Schädlingsbekämpfung in Ihrem Kleingarten widmen können, wird IhrArbeitgeber schon noch sehen, was er an Ihnen hatte.

Finden Sie sich damit ab: Abfindungen sind steuerfrei

Wenn Ihr Arbeitgeber mit Ihrer Arbeit nicht zufrieden, neidisch auf Ihren Kaffeebecher ist oder mit festen Gegenständen nach Ihnen wirft, möchte er Ihnen vielleicht nahelegen, den Betrieb zu verlassen. Sie sollten sich mit einer Pauschalsumme abfinden lassen. Denn diese Zahlungen sind, wenn das Dienstverhältnis auf Veranlassung des Arbeitgebers gelöst wird, bis zu 7.200 EUR steuerfrei. Bei Arbeitnehmern über 50 und einem zumindest 15jährigen Dienstverhältnis auch bis zu 11.000 EUR, bei 55 Lebens- und 20 Dienstjahren sogar bis zu 9.000 EUR.

Ihr Arbeitgeber kleidet Sie steuerfrei neu ein

Wenn Sie zum Beispiel mit Ihrem eigenen Kuli eine Firmenrechnung schreiben, können Sie sich die Aufwendungen von der Firma wiedergeben lassen. Denn für die betriebliche Nutzung Ihres eigenen Werkzeugs steht Ihnen ein steuerfreies Werkzeuggeld zu. Dasselbe gilt für die Kosten einer typischen Berufskleidung wie dem Blaumann oder der Schlachterschürze. Auch diese können Sie sich vom Chef bezahlen lassen. Dabei wird aber vorausgesetzt, daß eine private Nutzung des Kleidungsstückes so gut wie ausgeschlossen ist.

Musik ist nach Ansicht des Finanzamtes keine Handwerk

Wenn Sie in einem Symphonieorchester, einem Musicalensemble oder einer Countryband spielen, werden die anspruchsvollen Läufe nicht nur Sie, sondern auch Ihr Instrument beanspruchen. Ruckzuck ist die teure Harfe, Querflöte oder Maultrommel unbrauchbar, und niemand ersetzt Ihnen den Schaden. Von Ihrem Arbeitgeber einmal abgesehen. Denn einigen Musikern wird ein sogenanntes Instrumentengeld gezahlt. Dies ist aber leider, wie der Bundesfinanzhof kürzlich entschied, nicht als steuerfreier Auslagenersatz zu sehen. Musikinstrumente sind nach Meinung des Gerichtes keine Werkzeuge im Sinne des § 3 Nr. 30 EStG. Das Geld ist also als zusätzlicher Arbeitslohn voll zu versteuern. Eigentlich Grund genug, dem Finanzministerium einmal gründlich den Marsch zu blasen.

Das Finanzamt bemüht sich um Ihr Arbeitsklima.

Wenn Ihr Chef Sie so richtig mit Kaffee oder Tee verwöhnt und vielleicht noch Kekse dazu reicht, brauchen Sie kein schlechtes Gewissen zu haben, denn die verlorene Arbeitszeit wird er Sie schon noch durch überstunden nacharbeiten lassen. Die Gaben sind gratis und, soweit sich das ganze nicht zu nachmittäglichen Gelagen auswächst, als Aufmerksamkeiten nach Abschnitt 73 (2) LStR steuerfrei. Nur vom Gebäck sollten Sie ein Anstandskekschen übriglassen. Nicht der Steuer, sondern der Kinderstube wegen.

Der Kantinenfraß ist gefundenes Fressen - für den Staat!

Liebhaber lauwarmer Hähnchenteile und verkochten Gemüses konnten bisher darauf rechnen, kostenlos in der firmeneigenen Kantine zu speisen. Zu Lasten des Steuerzahlers, denn bisher waren Mahlzeiten dieser Art nicht nur weitgehend geschmacksneutral, sondern auch absolut steuerfrei. Dem ist mittlerweile ein Riegel vorgeschoben. Das Essen ist nun fester Lohnbestandteil und damit nicht nur schwer zu verdauen, sondern auch voll zu besteuern.

Ist Ihr Firmenwagen auch Ihre Privatangelegenheit?

Wenn Ihre Firma Ihnen ein Fahrzeug zur Verfügung stellt, das Sie auch für private Fahrten nutzen können, wird dieser Wert der privaten Nutzung Ihres Fahrzeuges Ihrem Arbeitslohn zugeschlagen. Er ist entsprechend zu versteuern. Das Finanzamt setzt ihn etwa in Höhe politischer Splittergruppen an: bei einem Wert von einem Prozent des Listenpreises des Wagens. Das Ganze pro Monat. Dieser Wert schwankt von Fahrzeug zu Fahrzeug. Bei einer repräsentativen Reiselimousine ist der Anteil der privaten Nutzung also entsprechend höher zu veranschlagen als bei einem Mähdrescher.

Ihre Reise sollte nicht die reine Erholung sein

Bereisen Sie dienstlich die Welt, zahlt Ihr Chef Ihnen die Kosten der Reise. Und diese Erstattung ist für alle beruflichen Belange für Sie steuerfrei. Bei dem, was darüber hinausgeht jedoch nicht. Steuerlich gesehen dürfen Sie sich also ruhig in den Vergnügungsvierteln dieser Erde rumtreiben. Vorausgesetzt Sie bleiben beruflich im Milieu.

Bei befristeten Stellen heilt auch die Zeit nicht alle Wunden

Wir alle leben nur eine bestimmte Zeit. Einige von uns arbeiten aber auch nur auf Zeit. In vertraglich von vornherein befristeten Dienstverhältnissen. Diese sind vom Gesetzgeber nicht so sehr geschützt wie feste, unbefristete Anstellungen. Der Freibetrag für die Abfindung fällt also weg und kann lediglich, wenn man an neuer Wirkungsstätte zu wesentlich anderen Bedingungen beschäftigt wird, für die restlichen Zahlungen geltend gemacht werden. Zeitsoldaten sollten also vermeiden, ihren Dienstherrn zu erzürnen, und etwaiges Kriegsgerät pfleglich behandeln. Also wenn möglich, immer ein unbefristetes Dienstverhältnis eingehen.

Zweiundzwanzig Männer, ein Ball, ein Steuerfreibetrag

Es kann aber auch sein, daß Sie neben dem eigenen Team auch den Nachbarverein trainieren. Wenn Sie aufgrund Ihrer fachlichen Qualitäten nicht nur in Ober-, sondern auch in Unterursel gefragt sind. Das erhöht zwar den Streß, nicht aber den steuerlichen Freibetrag. Denn er wird prinzipiell nur für einmal und sofort gewährt. Wenn Ihnen ein mehrjähriges Engagement rückwirkend in einer Summe vergolten wird, bleiben davon also auch nur 2.400 DM steuerfrei. Trotz Vetternwirtschaft in den kleinen Vereinen lohnt sich daher die prompte Abrechnung.

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