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Arbeitsmittel

Steuererleichterungen gibt es auch auf Video
Bei einem Flip-Chart flippt Ihr Sachbearbeiter nicht aus
Beim Thema Kamera macht es beim Fiskus automatisch klick
Vereinfachungsregel
Nur beruflich ist ein Tresor eine sichere Bank
Das Finanzamt möchte Ihnen schon selbst das Geld abnehmen
Ein Safe ist sicher, aber sicher nicht steuerbegünstigt
Beim Thema Arbeitsmittel ist nicht jedes Mittel recht
Arbeitsmittel
Zielen Sie mit Ihrer Waffe ruhig auf Steuererleichterungen
Das Finanzamt guckt auch gern Videos
Die Kamera als Waffe setzt auch den Fiskus unter Druck
Beim Reitpferd wiehert der Amtsschimmel einmal nicht
Ein Terminplaner spart Zeit und Geld und Steuern
Mit Ihrer Kartei haben Sie steuerlich gute Karten
Das Klemmbrett müssen Sie sich keineswegs klemmen
Ein Kopierer vervielfältigt Ihre Absetzungsmöglichkeiten
Mit einem Laptop tragen Sie Steuervorteile mit sich herum
Die Meinung des Fiskus zur Sonnenbrille ist sonnenklar
Beim Thema Hängeregister läßt man Sie nicht hängen
Durch die Absetzung bringen Sie Linie in Ihr Leben
Wer Belege verbaselt, kann trotzdem Steuern sparen
private, dann berufliche Nutzung von Gegenständen, 90/2/0684 Einkommensteuer
Eine Stereoanlage ist nicht unbedingt eine gute Geldanlage
Fachbücher
Das Finanzamt ist nicht Ihr Imageberater
In manchen Fällen teilt der Fiskus Ihren Musikgeschmack
Ich schreibe, also bin ich - vor allem steuerbegünstigt
Mit der Maschine wird Abschreibung klein geschrieben
Für Ihren Funkpieper gibt der Fiskus Ihnen die Piepen
Der Verdienst kommt vor dem Fall: die degressive AfA
Geschenkte Arbeitsmittel, 90/2/0883 Einkommensteuer
Typischen Berufskleidung, 96/2/0202 Einkommensteuer / Lohnsteuer
Bürgerliche Kleidung, 90/2/0049 Einkommensteuer
Haushaltsgegenstände
Gegenüber dem Finanzamt muß man die richtige Tonlage treffen
Wissenslücken sind keine Schlupflöcher für die Steuer
Lügenmärchen sind keine Computeranwendung
Beim Faxgerät macht das Finanzamt keine Faxen
Ein Fax, das Faxen macht, ist nur über die AfA abzuschreiben
Ihr Käseblatt nimmt Ihnen steuerlich die Butter vom Brot
Wissen Sie, was Steuererleichterung auf Kisuaheli heißt?
Wenn Ihr Werkzeug auch mal Feierabend hat, spart es Geld
Manchmal sind Arbeitsmittel für das Finanzamt ein dicker Hund
Bitten Sie das Finanzamt zum Diktat
Berufskleidung muß nicht schön, sondern erkennbar sein
Auch das Finanzamt möchte wissen, wo es steht
Ein fehlender Drucker erspart Ihnen keinen Papierkram
Fachzeitschriften erscheinen in Fachchinesisch
Bei einem Tonbandgerät macht der Ton die Musik
Ein Stempel hinterläßt beim Finanzamt Eindruck
Sport zu treiben spart Steuern. Treiben Sie es aber nicht zu bunt
Steuern sparen ist Massensport. Auch bei der Sportbekleidung
Für Programmierer steht die Steuerersparnis im Programmcode
Updates bieten auch steuerlich neue Features
Wenn Sie mehr kaufen, wird es auch steuerlich günstiger
AfA heißt, die Steuererklärung immer wieder zu updaten
Mit der Glotze gucken Sie steuerlich in die Röhre
Es wird zusammen abgesetzt, was zusammen gehört
Beim Thema Möbel handelt es sich um Mitnahmepreise
Sie sparen Geld, wenn Sie Ihr Hobby zum Beruf machen
Der Verkauf von Arbeitsmitteln kommt allein Ihnen zugute
Bis zu 410 EUR gibt man Ihnen sofort
Wenn Sie beruflich Ihr Päckchen zu tragen haben
Dem Finanzamt ist es nicht gleichgültig, wie Sie sich kleiden
Auch die Abschreibung von Software ist programmierbar
Sie sparen Geld, wenn Sie Arbeit mit nach Hause nehmen.
Sie können Ihren PC auch Ihrem Chef zeigen
Multimedia bietet steuerlich keine unbegrenzten Möglichkeiten
Nichts ist älter als der Computer von Gestern
So erstattet man Ihnen alles in allem
Beim Verkauf Ihres Computers können Sie gewinnen
Richtig Ausgeflippte tragen Berufskleidung
So haben Sie saubere Kleidung und ein reines Gewissen
Zu Hause waschen ist nicht ultragünstig, aber noch lukrativ
Ihr Posten ist auf Sie zugeschnitten. Und Ihre Kleidung?
Ihr Computer ist eine Büromaschine und kein Spielautomat
Ihr Computer sollte mehr als ein Briefbeschwerer sein
Ohne Nachweis wird aus Privateigentum kein Geschäft
Für Ihre Schulden schuldet der Fiskus Ihnen so einiges

Steuererleichterungen gibt es auch auf Video

Videos sind für viele Kinder und Jugendliche Hobby und Lebensinhalt. Für manch´ ältere sind sie aber auch schlichter Broterwerb: Wenn Messepräsentationen, Industriefilme, Hochzeiten oder Kindstaufen gefilmt werden müssen. Ihre Videokamera ist dann, wenn sie wirklich ausschließlich beruflich genutzt wird, steuerlich abzugsfähig. Gleiches gilt für den Videorecorder. Und das alles ohne eine zusätzliche Anlage VHS.

Bei einem Flip-Chart flippt Ihr Sachbearbeiter nicht aus

Flip war der Grashüpfer aus der Biene Maja. Ein Flip-Chart entstammt aber nicht dem gleichnamigen Kinderbuch, sondern ist ein beliebtes Mittel, um Ordnung und überblick in die eigene Arbeit und die Firmeninterna zu bringen. Den Kaufpreis können Sie daher über die Werbungskosten direkt an das Finanzamt weitergeben.

Beim Thema Kamera macht es beim Fiskus automatisch klick

Was bei einer Kamera vorn herauskommt, ist das Vögelchen oder ein Sofortbild. In den seltensten Fällen aber ein Steuerermäßigung. Denn Kameras werden von Seiten der Finanzverwaltung grundsätzlich der privaten Lebensführung zugerechnet. Ein Abzug im Rahmen der Werbungskosten oder Betriebsausgaben ist somit grundsätzlich untersagt. Eine der seltenen Ausnahmen könnten beispielsweise Architekten, Sachverständige oder Reporter sein.

Vereinfachungsregel

Bei Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel wird bei Anschaffung im ersten Halbjahr die volle AfA und bei Anschaffung im zweiten Halbjahr die halbe Jahres-Afa berücksichtigt.

Da Sie bestimmen können, ob diese Regelung oder die monatsgenaue Abschreibung (1/12-Regel) anzuwenden ist, können Sie gezielt das Abschreibungsvolumen (und damit die Steuerlast) beeinflussen.

Unter der Annahme eines gleichbleibend hohen Einkommens und einer neuen Steuertabelle ab 2005 kann die Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel (höhere Abschreibung in 2004) steuerlich vorteilhafter sein.

Nur beruflich ist ein Tresor eine sichere Bank

Man kann nur hoffen, daß Ihr Geschäft eine sichere Sache ist. Denn: Auch Wandtresore sind nur dann als Werbungskosten abzugsfähig, wenn sie ausschließlich der beruflichen Nutzung dienen. Sie sollten also hinter dem Mauerwerk Ihres Arbeitszimmers sensible Firmendaten, Akten oder Spionageergebnisse verwahren und nicht nur Ihre Zahnkronen.

Das Finanzamt möchte Ihnen schon selbst das Geld abnehmen

Als Filialleiter haben Sie eine Menge Verantwortung für Ihre Kunden, Ihr Geschäft, vor allem aber für das Geld Ihrer Firma. Gehen Sie deshalb, wenn Sie die Tageseinnahmen zur Bank schaffen, auf Nummer sicher. Eine Geldkassette, die Sie sich für den täglichen Geldtransport angeschafft haben, geht entweder zu Lasten Ihres Arbeitgebers oder über die Werbungskosten auf Rechnung des Finanzamtes. Denn auch der Staat möchte ja schon aus reinem Eigeninteresse nicht, daß Sie bald im Fernsehen eine Hauptrolle spielen - bei Aktenzeichen XY ungelöst.

Ein Safe ist sicher, aber sicher nicht steuerbegünstigt

Auch wenn Sie nicht tagtäglich in Talern baden, werden Sie vielleicht doch Ihre Habseligkeiten vor den Panzerknackern sichern wollen. Durch einen Panzerschrank zum Beispiel. Sie können aber sicher sein, daß sich der Fiskus nicht an den Anschaffungskosten beteiligen wird. Denn Möbeltresore sind nicht als Werbungskosten abzugsfähig. Eine Ausnahme gilt für Polizeibeamte. Sie dürfen Ihre Dienstwaffe auch privat führen, wenn die Waffe zu Hause sicher verwahrt werden kann. Ein Safe muß also her. Sein Anschaffungspreis kann daher in diesen Fällen im Rahmen der AfA unter den Werbungskosten veranschlagt werden.

Beim Thema Arbeitsmittel ist nicht jedes Mittel recht

Bei der Absetzung Ihrer Arbeitsmittel verfügen Sie keineswegs über unbegrenzte Mittel. Alles, was als Einzelausgabe mehr als 410 EUR zuzüglich Umsatzsteuer gekostet hat, kann nur im Rahmen der Abschreibung steuerlich geltend gemacht werden. Das heißt, Sie haben nicht nur die Anschaffungen im Zimmer, sondern auch deren Kosten über die gewöhnliche Nutzungsdauer zu verteilen.

Arbeitsmittel

Arbeitsmittel, die speziell für die berufliche Tätigkeit benötigt werden, können als Werbungskosten geltend gemacht werden. In Zweifelsfällen ist zu begründen, warum in dem speziellen Fall eine berufliche Notwendigkeit gegeben ist. Kommt es seitens des Sachbearbeiters zu einer Rückfrage, so zeigt die allgemeine Lebenserfahrung, daß der einzelne Sachverhalt einer genaueren Prüfung unterliegt.

Lassen Sie es erst gar nicht so weit kommen! Begründen Sie schon bei der Abgabe der Steuererklärung, warum Sie das Arbeitsmittel benötigen. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn sich aus der Berufsbezeichnung (vgl. Mantelbogen) nicht gleich auf die Notwendigkeit des Arbeitsmittels schließen läßt.

Zielen Sie mit Ihrer Waffe ruhig auf Steuererleichterungen

Bei Ihrer Steuererklärung sollten Sie nicht die Waffe fallen lassen. Denn Waffenbesitz ist sehr häufig strafbar, in einigen, beruflich bedingten Fällen aber auch steuerlich rentabel. Bei Forstbeamten zum Beispiel, denn diese können die Aufwendungen direkt über die Werbungskosten wieder hereinholen. Gleiches gilt für Polizeibeamte, die sich privat eine Schußwaffe anschaffen und diese dann auch dienstlich führen. Drogenhändler und organisiertes Verbrechen sollten sich aber hüten, auch ihre Waffen in der Steuererklärung aufzuführen. Denn dann geht der Schuß mit Sicherheit nach hinten los, und man wird Ihnen die Pistole auf die Brust setzen.

Das Finanzamt guckt auch gern Videos

Die berufliche Nutzung Ihrer Videokamera will natürlich erst einmal bewiesen sein. Wie aber belegen, daß berufliche Dokumentation und nicht der pure Freizeitspaß Sie zum Kauf des Gerätes trieb? Geeignete Belegkassetten deutlich beruflichen Inhalts können da Wunder wirken. Führen Sie die doch einfach einmal Ihrem Finanzbeamten vor. Und wenn Sie dann eine Bescheinigung Ihres Arbeitgebers dazulegen, steht einer Anerkennung Ihrer Ansprüche nichts mehr im Wege.

Die Kamera als Waffe setzt auch den Fiskus unter Druck

Die Ausnahme bestätigt auch bei der Fotokamera die Regel. Diese Ausnahme ist eine Kamera, die Sie ausschließlich beruflich nutzen. Zum Beispiel, um für die Yellowpress Königshäusern und anderen Prominenten nachzustellen. Hier sollten Sie nicht nur die Fotos im Großformat, sondern auch die Kamera als Posten Ihrer Werbungskosten abziehen.

Beim Reitpferd wiehert der Amtsschimmel einmal nicht

Mit dem Finanzamt kann man zwar keine Pferde stehlen. Wenn Sie beruflich darauf angewiesen sind, können Sie sich aber zumindest beruhigt ein Pferd kaufen. Auch der Staat wird nämlich dann über die Werbungskosten sein Scherflein zum Kaufpreis des Tieres wie zu Futter, Unterstand oder Tierarzt beitragen. Ein Tip also, den sich Reitlehrer und Mongolen merken sollten.

Ein Terminplaner spart Zeit und Geld und Steuern

Dem Glücklichen schlägt keine Stunde. Wer aber nicht nur glücklich, sondern auch erfolgreich sein will, wird seine Termine koordinieren müssen. Schon um Besprechungen, Vertragsverhandlungen oder den Feierabend nicht zu versäumen. Ein Kalender, Terminplaner oder neudeutsch Organizer muß her. Die Anschaffungskosten sind natürlich Werbungskosten und als solche von der Steuer abzusetzen.

Mit Ihrer Kartei haben Sie steuerlich gute Karten

Geschäftlich werden Sie über Leichen gehen müssen - über Karteileichen. Denn eine genaue Kartei ist immer noch die beste Möglichkeit, den überblick über Geschäfts- und Kundenkontakte zu wahren. Selbst wenn die Beziehungen längst erkaltet sind. Die Kosten für die Karteikarten sind natürlich in der Rubrik der Werbungskosten zu vermerken.

Das Klemmbrett müssen Sie sich keineswegs klemmen

Als Außendienstler werden Sie sich ordentlich dahinterklemmen müssen, Umsatz zu machen. Da kommt es darauf an, alle Unterlagen ständig griffbereit zu haben. Selbst wenn Sie aufgrund des Musterkoffers nur eine Hand frei haben. Ein Klemmbrett ist da die beste Lösung. Es gehört natürlich zu den abzugsfähigen Werbungskosten.

Ein Kopierer vervielfältigt Ihre Absetzungsmöglichkeiten

Erfolg läßt sich nicht kopieren. Der dabei anfallende Papierkram aber sehr wohl. Wenn Sie also für Büroarbeiten in Ihrem Arbeitszimmer einen Kopierer aufstellen, können Sie die erste Kopie gleich an das Finanzamt weiterleiten: die Kopie des Kaufbeleges. Denn ein beruflich genutzter Kopierer ist mit all seinen Nebenkosten unter den Werbungskosten abzugsfähig. Das heißt, inklusive aller Verbrauchmaterialien, der Wartungs- oder der Leasing- und Finanzierungskosten. Da Kopiergeräte aber auch heute noch meist deutlich über 1.000 DM kosten, kann der Anschaffungspreis nur im Rahmen der Absetzung für Abnutzung (AfA) abgeschrieben werden. Die zugrundezulegende Nutzungsdauer für Kopierer beträgt dabei fünf Jahre. Und wenn Sie immer schön den Deckel zu machen, hält Ihr Gerät auch noch länger.

Mit einem Laptop tragen Sie Steuervorteile mit sich herum

Wir alle haben beruflich unser Päckchen zu tragen. Wenn dieses Päckchen nun bei Ihnen auch über Display, Trackball und Tastatur verfügt, handelt es sich vermutlich um ein Laptop, und das ist in jedem Fall steuerbegünstigt. Es kann über die AfA steuermindernd geltend gemacht werden. Denn die Finanzverwaltung geht ganz kategorisch davon aus, daß ein Laptop immer nur beruflichen Zwecken dient. Selbst wenn Sie Stunden damit zubringen, kleine bunte drehbare Vielecke, die von oben herunterfallen, aufeinanderzustapeln oder andere Spiele zu spielen.

Die Meinung des Fiskus zur Sonnenbrille ist sonnenklar

Beim Kauf einer Sonnenbrille sollten Sie sich nicht von der Aussicht auf Steuererleichterung blenden lassen. Nur in den allerseltensten Fällen wird das Finanzamt Ihnen das modische Accessoire finanzieren, zum Beispiel, wenn es um Lichtschutzbrillen für Cockpitpersonal geht oder um Arbeitsmaterial für Heino-Imitatoren. Alle anderen werden die Brille dagegen aus eigener Tasche bezahlen müssen, es sei denn, Sie haben empfindliche Augen, dann bekommen Sie einen Teil der Kosten von der Krankenkasse ersetzt, und den Rest können Sie als außergewöhnliche Belastung absetzen. Voraussetzung ist dafür allerdings eine entsprechende Verordnung Ihres Augenarztes.

Beim Thema Hängeregister läßt man Sie nicht hängen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wichtige Unterlagen zu verwahren. Ein ungeordneter, kunstvoll aufgeschichter, mannshoher Stapel auf dem Schreibtisch, der sich bei jedem Windhauch gefährlich neigt, ist nur eine davon. übersichtlicher wird es da schon mit sogenannten Hängeregistern. Die Kosten für diese Mappen sind inklusive des zugehörigen Ständers natürlich abzugsfähige Werbungskosten. Hängematten, in denen Sie sich selbst während der Arbeitspausen verwahren, können hingegen keine Berücksichtigung erfahren.

Durch die Absetzung bringen Sie Linie in Ihr Leben

Das Leben ist ein langer ruhiger Fluß. Die steuerliche Absetzung auch, denn Sie verläuft üblicherweise linear. Das heißt, die Anschaffungskosten werden zu gleichen Teilen auf die Jahre, in denen Sie PC oder PKW benutzen, verteilt. Teilen Sie also einfach den Ladenpreis einschließlich der Umsatzsteuer durch die Anzahl der voraussichtlichen Nutzungsjahre. Schon haben Sie den Betrag, den Sie dann Jahr für Jahr steuermildernd geltend machen können, während Ihre Geräte groß werden und die Kinder sich abnutzen. Oder umgekehrt.

Wer Belege verbaselt, kann trotzdem Steuern sparen

Sollten Sie die Belege für Ihre neue Kittelschürze verlegt haben, können Sie immer noch auf Ihr Finanzamt hoffen. Denn vielerorts werden Pauschalen für Arbeitsmittel auch ohne Belege berücksichtigt. Für entsprechende Arbeitskleidung wird so je nach Beruf auch ohne Ansehen des Einzelfalles oft ein Betrag zwischen 60 und 120 EUR anerkannt. Und das ist ja immerhin etwas.

private, dann berufliche Nutzung von Gegenständen, 90/2/0684 Einkommensteuer

AfA kann als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit für beruflich genutzte Einrichtungsgegenstände eines steuerlich anerkannten Arbeitszimmers und für Arbeitsmittel auch dann abgesetzt werden, wenn diese vom Steuerpflichtigen zuvor privat genutzt wurden. Die AfA ist nach den Grundsätzen des BFH-Urteils vom 14.2.1989 IX R 109/84 (BFHE 156, 417, BStBl II 1989, 922) zu berechnen.

EStG 1977 § 7 Abs. 1 Satz 1, § 9 Abs. 1 Nrn. 6 und 7; Urteil vom 2.2. 1990 VI R 22/86; Vorinstanz: Niedersächsisches FG

Eine Stereoanlage ist nicht unbedingt eine gute Geldanlage

Wenn Sie eine Stereoanlage unter den Werbungskosten geltend machen wollen, werden Sie etwas zu hören bekommen. Und zwar von Ihrem Finanzamt. Denn dort werden Sie mit Ihrem Ansinnen kaum auf offene Ohren treffen. Nur bei Berufsmusikern wird eine Stereoanlage als Arbeitsmittel anerkannt. Zumindest, wenn sie in einem Arbeitszimmer installiert ist und in der Wohnung eine weitere Anlage vorhanden ist. Alle anderen werden wohl alles mögliche, nur nicht das Klingeln der Kasse hören.

Fachbücher

Berufsbezogene Fachbücher sind als Werbungskosten absetzbar. Leider achtet der Fiskus mit wachem Auge darauf, daß das Fachbuch eines Kochs nicht als Fachbuch eines Buchhalters ausgegeben wird. Zur Vermeidung von Rückfragen sollten Sie daher bei Kauf des Fachbuchs darauf bestehen, daß der genaue Titel angegeben ist. Handschriftliche Nachträge können unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen, wenn sich aufgrund der Warennummer herausarbeiten läßt, daß das "Steuerfachbuch" aus der Abteilung Kinderbücher stammt.

Das Finanzamt ist nicht Ihr Imageberater

Welche Arbeitsmittel Sie in Ihrem Büro einsetzen, bleibt allein Ihnen überlassen. Nicht alle müssen repräsentativ sein. Auch Ringbücher und die entsprechenden Einlagen können steuerlich geltend gemacht werden. Selbst Kitsch wie Radiergummis in Snoopy-Design oder Kugelschreiber mit Urlaubsbildern dürfen bei der Absetzung nicht zurückgewiesen werden. Denn Steuern sparen ist keine Frage des Geschmacks.

In manchen Fällen teilt der Fiskus Ihren Musikgeschmack

Schallplatten sind, die älteren unter Ihnen werden sich noch erinnern, diese großen schwarzen Vorläufer der CD. Sie bieten noch die volle Klangfülle und ein äußerst sinnliches Hörerlebnis. Jeder Kratzer erzählt eine Geschichte. Und häufig auch eine sehr private: die des ersten Drogenrausches oder der ersten Annäherung an das andere Geschlecht. Schallplatten werden daher von Seiten des Finanzamtes der privaten Lebensführung zugeordnet. Sie können nur als Werbungskosten berücksichtigt werden, wenn ein direkter beruflicher Zusammenhang besteht. Tanzmusik hat also bei Tanzlehrern, Klassik bei Orchestermusikern und Marschmusik bei Militärs durchaus eine Chance auf Anerkennung. Wer nun in einem technischen Beruf arbeitet und Technoplatten als Arbeitsmittel beansprucht, dem wird steuerlich wohl Hören und Sehen vergehen.

Ich schreibe, also bin ich - vor allem steuerbegünstigt

Nicht nur die Schrift sagt etwas über die Person aus, auch das Schreibgerät. Wenn Sie sich also zu schade sind, Ihre Büroarbeit mit den Bic-Kugelschreibern aus dem eingeschweißten Zweierpack an der Supermarktkasse zu erledigen, können Sie sich auch als Angestellter ruhig ein ansprechenderes Schreibmittel zulegen. Auch dieses hat das Finanzamt als Arbeitsmittel anzuerkennen. Denn die Angemessenheit Ihrer Aufwendungen hat das Finanzamt hier, wie bei allen anderen Materialien wie Lineal, Geodreieck, Zeichenbrett, Zirkel, Tinte, Minen, Tusche, Radierer oder Tipp-Ex, bis auf einige wenige krasse Ausnahmefälle nicht zu prüfen. Nur wenn Ihr Kugelschreiber preislich in Regionen unseres Wehretats liegt, wird man natürlich stutzig.

Mit der Maschine wird Abschreibung klein geschrieben

Denn eine Schreibmaschine wird nur dann als Arbeitsmittel anerkannt, wenn sie tatsächlich am Arbeitsplatz gebraucht wird. Sie müssen also Ihrem Sachbearbeiter plausibel erklären, daß Ihr Arbeitgeber zu arm oder rückständig ist, um Ihnen entsprechende Textverarbeitungssysteme zur Verfügung zu stellen. Mit dieser Argumentation gelang es einem Genossenschaftsprüfer, einem Richter, einem Referendar und einem Polizeianwärter, ihre Ansprüche durchzufechten. Wenn Sie hingegen bei Microsoft arbeiten, werden Sie damit kaum durchkommen.

Für Ihren Funkpieper gibt der Fiskus Ihnen die Piepen

Wenn es bei Ihnen piept, haben Sie noch lange keinen Vogel, sondern sind beruflich einfach darauf angewiesen, ständig erreichbar zu sein. Als Chefarzt, Computerfachmann oder Verteidigungsminister. Wenn der Funkpieper nun also losschrillt, klingeln auch beim Finanzamt sämtliche Glocken. Denn den Anschaffungspreis einer solchen Einrichtung können Sie über die Werbungskosten direkt an den Staat weiterleiten. Das gilt auch für den "SCALL", womit natürlich das entsprechende Gerät der Telekom und nicht der skandinavische Trinkspruch gemeint ist.

Der Verdienst kommt vor dem Fall: die degressive AfA

Auch auf die Gefahr hin, daß Sie nun depressiv werden: Die lukrativere degressive Abschreibung ist nur im betrieblichen Bereich zulässig. Arbeitnehmer können also nicht auf sie zurückgreifen. Die Absetzung für Abnutzung (AfA) in fallenden Jahresbeträgen wird nach einem gleichbleibenden Prozentsatz vom jeweiligen Restbuchwert oder Restwert vorgenommen. Obwohl der degressive AfA-Satz nicht mehr als das Dreifache der linearen Abschreibung und höchstens 30 % betragen darf, bekommt man so zunächst viel schneller sein Geld vom Staat zurück.

Geschenkte Arbeitsmittel, 90/2/0883 Einkommensteuer

1. Eine AfA kann als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit auch für Arbeitsmittel angesetzt werden, die der Steuerpflichtige geschenkt bekommen und zunächst privat genutzt hat (Ergänzung des Urteils des Senats vom 2.2.1990 VI R 22/86, BFHE 160, 162, BStBl II 1990, 684).

2. Bei einem selbst erworbenen oder geschenkt erhaltenen Wirtschaftsgut ist eine Sofortabschreibung entsprechend Abschn. 30 Abs. 3 Satz 1 LStR 1984 bei der Umwidmung zu einem Arbeitsmittel zulässig, wenn der Teil der ursprünglichen Anschaffungskosten zuzüglich Umsatzsteuer, der auf die Zeit nach der Umwidmung entfällt, 410 EUR nicht übersteigt.

EStG 1983 § 9 Abs. 1 Nrn. 6 und 7; EStDV 1981 § 11 d; LStR 1984 Abschn. 30 Abs. 3 Satz 1; Urteil vom 16.2.1990 VI R 85/87; Vorinstanz: Niedersächsisches FG (EFG 1987, 349)

Typischen Berufskleidung, 96/2/0202 Einkommensteuer / Lohnsteuer

Ein seinem Charakter nach zur bürgerlichen Kleidung gehörendes Kleidungsstück (hier: Lodenmantel) wird nicht dadurch zur typischen Berufskleidung, daß es nach der Dienstanweisung des Arbeitgebers zur Dienstbekleidung zählt und mit einem Dienstabzeichen versehen ist.

EStG § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6., Urteil vom 19.1.1996 VI R 73/94, Vorinstanz: FG Rheinland-Pfalz

Bürgerliche Kleidung, 90/2/0049 Einkommensteuer

Auch außergewöhnlich hohe Aufwendungen für bürgerliche Kleidung und Kosmetika können grundsätzlich nicht zum Abzug als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten zugelassen werden, es sei denn, diese Aufwendungen lassen sich vom normalen Aufwand nach objektiven Maßstäben zuverlässig und in leicht nachprüfbarer Weise abgrenzen (änderung der Rechtsprechung).

EStG § 12 Nr. 1 Satz 2; Urteil vom 6.7.1989 IV R 91-92/87

Haushaltsgegenstände

Berufliche genutzte Haushaltsgegenstände werden im allgemeinen von dem Finanzamt nicht anerkannt. Machen Sie solche Aufwendungen geltend, so müssen Sie die berufliche Nutzung schon sehr glaubhaft machen. Dies gelingt z.B. dadurch, daß Sie über einen längeren Zeitraum die berufliche und private Nutzung aufzeichnen. Das Finanzamt können Sie aber auch dadurch überzeugen, daß Sie von dem betreffenden Gegenstand zwei Exemplare haben. Eines für private Zwecke, das andere für den Beruf.

So kann z.B. ein Journalist mit dem teueren beruflichen Videorecorder die ihn interessierenden Magazinsendungen oder Nachrichten aufzeichnen. Spielfilme zeichnet er mit dem (alten) privaten Recorder auf.

überlegen Sie einmal, ob Sie für Ihre berufliche Situation ähnliche Beispiele finden.

Gegenüber dem Finanzamt muß man die richtige Tonlage treffen

Sie sind als Musiker vielleicht Solist. Sie sind aber dann bei den Kosten für Ihr Instrument nicht allein. Denn in vielen Fällen hat die Finanzverwaltung bei angestellten Musikern oder Musiklehrern Instrumente als Arbeitsmittel sowie deren Pflege- und Wartungskosten als Werbungskosten akzeptiert. Was allerdings anstandslos passieren darf, ist im Einzelfall vom Geschmack des jeweiligen Sachbearbeiters abhängig. Und als Finanzbeamter ist man natürlich eher bereit, bei einem Cembalo auf ernsthaftes musikalisches Engagement zu schließen als bei einem Kamm.

Wissenslücken sind keine Schlupflöcher für die Steuer

Was man nicht weiß, kann man immer noch irgendwo nachschlagen. Wenn Sie es aber noch nicht wissen sollten: Die Kosten für allgemeine Nachschlagewerke werden Ihnen vom Finanzamt nicht ersetzt. Denn es handelt sich hierbei nicht um Fachbücher, die sich von Titel und Inhalt her eindeutig dem Beruf zuordnen lassen. Eine private Nutzung ist also nicht auszuschließen. Selbst wenn Sie von Berufs wegen Kreuzworträtsel entwerfen.

Lügenmärchen sind keine Computeranwendung

Steuererleichterung ist schön. Steuerhinterziehung dagegen strafbar. Daher sollten Sie auch im Computersektor windigen Angeboten widerstehen. Einige namhafte Computerhersteller werben so zum Beispiel damit, auf Wunsch zwei getrennte Rechnungen auszustellen: eine, die ein unscheinbares, dann als Arbeitsmittel absetzbares Standardgerät enthält, und eine zweite, die getrennt das Mulitmediazubehör auflistet. Wer dieses Angebot wahrnimmt, riskiert, daß die Finanzvberwaltung wegen Steuerhinterziehung ermittelt, da der Werbungskostenabzug bewußt unter falschen Voraussetzungen erschnorrt wurde. Sie sollten sich also bemühen, Steuern zu sparen. Aber nicht um jeden Preis.

Beim Faxgerät macht das Finanzamt keine Faxen

Wenn Sie schnell noch zu Hause etwas abarbeiten wollen, möchten Sie die Früchte Ihrer Arbeit vermutlich auch am gleichen Abend verschicken. Um Geschäftspartnern Angebote oder Aufträge zukommen zu lassen. Dazu dient ein häusliches Faxgerät. Den Anschaffungspreis können Sie sich über die Werbungskosten erstatten lassen, sofern er 410 EUR zuzüglich Umsatzsteuer nicht übersteigt und der Apparat wirklich beruflich genutzt wird. So gesehen, ist also das Finanzamt für alle Faxen zu haben.

Ein Fax, das Faxen macht, ist nur über die AfA abzuschreiben

Für 410 EUR zuzüglich Umsatzsteuer bekommen Sie ein relativ preisgünstiges Fax. Wenn das Fax aber auch Normalpapier verarbeiten, Kopien anfertigen und auf Knopfdruck Ihren Namen sagen soll, ist dieser Betrag recht schnell erschöpft. Wer also auf zusätzliche Funktionen angewiesen ist, hat die Anschaffung in der Absetzung über mehrere Jahre zu verteilen. In den amtlichen AfA-Tabellen suchte man bisher vergeblich nach dem Fax-gerät suchen. In den neuen, am 18.4.1997 veröffentlichten, Tabellen werden Faxgeräte mit einer Nutzungsdauer von 5 Jahren ausgewiesen.

Ihr Käseblatt nimmt Ihnen steuerlich die Butter vom Brot

Zeitungsleser wissen mehr. Sie sollten aber auch wissen, daß politische Bildung zur Allgemeinbildung gehört. Zeitunglesen ist damit selbstverständlich und steuerlich nicht gefördert. Die "FAZ", die "Süddeutsche" oder die "Zeit" werden Sie aus eigener Tasche bezahlen müssen. Denn Zeitungen sind generell nicht zum Werbungskostenabzug zugelassen. Einzige Ausnahme ist hier das Handelsblatt, da es sich fast ausschließlich mit Wirtschaftsfragen befaßt und ja auch weniger für sein Feuilleton bekannt ist.

Wissen Sie, was Steuererleichterung auf Kisuaheli heißt?

Andere Länder, andere Sitten. Vor allem aber haben andere Länder auch andere Sprachen. In vielen Berufen sind daher Sprachkenntnisse von immer größerer Bedeutung. Damit es einem da nicht die Sprache verschlägt, wird man auf Wörterbücher zurückgreifen müssen. Und wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen die Aufwendungen nicht erstattet, sollten Sie den Anschaffungspreis gegenüber dem Finanzamt zur Sprache bringen. Denn Ausgaben für Wörterbücher können, bei geschickter Argumentation, als Werbungskosten abzugsfähig sein. Voraussetzung ist aber, daß ein direkter beruflicher Zusammenhang erkennbar ist.

Wenn Ihr Werkzeug auch mal Feierabend hat, spart es Geld

Werkzeug, das Ihnen gehört, kann im Rahmen der Werbungskosten steuermildernd geltend gemacht werden. Vom Akkuschrauber bis zum Schweißgerät geht also alles zu Lasten des Fiskus. Vorausgesetzt, die Gerätschaften werden ausschließlich beruflich genutzt. Wenn Sie hingegen glauben, nur benutzt zu werden, hat das steuerrechtlich keinerlei Relevanz.

Manchmal sind Arbeitsmittel für das Finanzamt ein dicker Hund

Ein Hund ist der beste Freund des Menschen. Er ist aber in manchen Fällen auch Arbeitskollege. Etwa wenn er Drogen aufspürt, Fremde verbellt, Wild stellt oder in Berggegenden Getränke serviert. Bei Wachmännern, Hundeführern im Polizeidienst, bei Forstbeamten, Hausmeistern und bei Zoll und Bundesgrenzschutz sind Hunde von den Finanzgerichten bereits als Arbeitsmittel anerkannt worden. Wer also beruflich auf den Hund gekommen ist, kann die Kosten für das Futter und die Pflege des Tieres im Rahmen der Werbungskosten absetzen. Da aber auch ein Tier altert, sind die Vierbeiner abnutzbare Arbeitsmittel wie alle anderen auch. Das heißt, ihr Anschaffungspreis kann nur über die Absetzung für Abnutzung (AfA) geltend gemacht werden. Als Nutzungsdauer sollten Sie dann aber Menschen- und nicht Hundejahre zugrundelegen.

Bitten Sie das Finanzamt zum Diktat

Lassen Sie sich vom Finanzamt nichts diktieren: Auch ein Diktiergerät ist selbstverständlich als Arbeitsmittel abzugsfähig. Voraussetzung ist dabei, daß sie das Band nur beruflich nutzen, also nur geschäftliche Texte diktieren und im Schreibzimmer Ihrer Firma verschriftlichen lassen.

Berufskleidung muß nicht schön, sondern erkennbar sein

Berufskleidung ist nicht einfach, was Ihnen nicht steht. Das Finanzamt braucht schon mehr Anhaltspunkte, um Arbeitskleidung vorbehaltlos anzuerkennen. Denn von Berufs wegen ist man mißtrauisch. Am besten macht sich da der Beleg eines ausgewiesenen Fachgeschäfts für Berufskleidung.

Auch das Finanzamt möchte wissen, wo es steht

Aus jedem Buch können Sie etwas lernen. Aus dem Steuersparpaket zum Beispiel, wie Lesen nicht nur bildet, sondern auch Steuern spart. Denn Ihre Aufwendungen für Bücher, Zeitschriften und Zeitungen sind als Werbungskosten abzugsfähig. Vorausgesetzt, es handelt sich um Fachlektüre für Ihren Beruf. Wenn Sie als Chefarzt schon immer mal wissen wollten, wie so ein menschlicher Körper funktioniert, können Sie sich also gern den entsprechenden Was-ist-was-Band kaufen. Sie sollten sich aber eine Quittung geben lassen, die Titel, Preis und Kaufdatum Ihres Neuerwerbs enthält. Der Hinweis "Fachbuch" allein wird auch dem Herrn Doktor nichts nützen.

Ein fehlender Drucker erspart Ihnen keinen Papierkram

Ohne Druck auf Sie ausüben zu wollen: Einen Drucker sollten Sie sich schon leisten. Denn für die Anerkennung eines beruflich benutzten PCs zählt das, was am Ende herauskommt: bedrucktes Papier. Ein fehlender Drucker wird daher vom Finanzamt immer als Indiz gegen eine berufliche Nutzung gewertet. Entkräften können Sie das Ganze nur, wenn Sie glaubhaft versichern, daß Sie gar keinen Drucker brauchen, sondern die Daten in der Firma ausdrucken lassen. Zwecks besserer Druckqualität zum Beispiel.

Fachzeitschriften erscheinen in Fachchinesisch

Fachzeitschriften müssen einen direkten Bezug zu Ihrer Arbeit haben, um steuerlich berücksichtigt zu werden. Vielfach wird aber auch ausgewiesenen Fachpublikationen die Anerkennung verwehrt, wenn neben den fachbezogenen Themen auch Informationen und Aufsätze von allgemeinem Interesse abgedruckt werden. Unten haben wir daher eine Liste der bisher abgelehnten Zeitschriften zusammengestellt. So können Sie selbst sehen, ob sich die Angabe Ihres Blattes in der Steuererklärung noch lohnt oder nicht.

Bei einem Tonbandgerät macht der Ton die Musik

Wenn Sie Aufwendungen für ein Tonband geltend machen wollen, müssen Sie gegenüber dem Finanzamt den richtigen Ton treffen. Es gilt zu verhindern, daß man das Gerät der allgemeinen Lebenserfahrung entsprechend der privaten Lebensführung zuordnet. Wie von Band sollten Sie daher Ihre Argumentation wiederholen, daß das Tonband ausschließlich beruflichen Zwecken dient. Bei einem hauptberuflich tätigen Musiker und bei einem Musiklehrer, der das Gerät im Unterricht verwendet, hat das Finanzgericht bereits auf Rechtmäßigkeit der Abschreibung erkannt. Einem Richter wurde der Abzug verwehrt. Wie Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes zu klassifizieren sind, ist dagegen noch offen.

Ein Stempel hinterläßt beim Finanzamt Eindruck

Mit einem Stempel, den Ihr Name ziert, können Sie tiefen Eindruck hinterlassen. Und das nicht nur auf dem Papier. Ist die Anschaffung eines solchen Stempels beruflich bedingt, können Sie den Anschaffungspreis über die Werbungskosten dem Finanzamt in Rechnung stellen. Und zwar ohne daß man Sie gleich zum Schnorrer stempelt. Denn seien Sie versichert, ein Beamter weiß, welche Faszination von diesen kleinen Dingern ausgeht.

Sport zu treiben spart Steuern. Treiben Sie es aber nicht zu bunt

Wenn Sport nicht Ihr Leben, sondern nur Ihr Hobby ist, werden die Finanzgerichte Ihren Aufwendungen die Abzugsfähigkeit versagen. Windsurfing-Lehrgängen, Fitneßkursen und Bauchtanzgruppen ist die Anerkennung so schon verwehrt worden.

Steuern sparen ist Massensport. Auch bei der Sportbekleidung

Es gibt Menschen, die sich ihren Lebensunterhalt auf höchst merkwürdige Weise verdienen. Zum Beispiel gibt es da welche, die eklig behaarte Filzbälle über Fischernetze dreschen, mit dem einzigen Ziel, daß der Gegner sie nicht erwischt: Tennisspieler. Berufssportler wie diese können natürlich Sportbekleidung und Sportgeräte als Werbungskosten steuermildernd veranschlagen. Aber auch Menschen, die einen "anständigen" Beruf gelernt haben, können unter Umständen Sportausstattung von der Steuer absetzen. Es muß nur gewährleistet sein, daß die private Nutzung von ganz untergeordneter Bedeutung ist. Herr Becker wird natürlich nach Feierabend vom weißen Sport die Nase voll haben, bei ihm geht das also in Ordnung. Alle anderen sind aber von der Gunst der Finanzgerichte abhängig. Und die erlauben sich da so manche Unsportlichkeit. Die Tennisausrüstung eines Polizeibeamten, der den Sport während der Dienstzeit als Dienstsport betrieb, wurde so zunächst anerkannt. Drei Jahre später aber wurde genau anders herum entschieden. Sportfreunde sollten also nicht nur den Kicker, sondern auch die Entscheidungen der Finanzgerichte sorgfältig studieren.

Für Programmierer steht die Steuerersparnis im Programmcode

Selbst ist der Mann. Was es nicht gibt, das schafft er sich. Gerade auf dem Computer. Programmierer können dabei auch für Ihre eigenen Programme Steuervergünstigungen einstreichen. Dabei darf man aber keinen fiktiven Verkaufspreis der Software zugrundelegen. Nur die Entwicklungskosten sind im Rahmen der Werbungskosten abzugsfähig. Und die sind bei einem aufwendigen 3-D-CAD-Programm natürlich entsprechend höher zu bewerten als bei Pong.

Updates bieten auch steuerlich neue Features

Zeit ist Geld, und viele ältere Anwendungen sind nun einmal quälend langsam. Sie sollten daher mit der Zeit gehen und sich immer die neuesten Versionen der von Ihnen favorisierten Programme besorgen. Natürlich legal. Denn bei Updates ist auch das Finanzamt up to date. Sie sind genauso wie die Vollversionen als Werbungskosten abzugsfähig. Bis 410 EUR Kaufpreis (ohne Umsatzsteuer) in einer Summe, darüber wiederum über die AfA verteilt.

Wenn Sie mehr kaufen, wird es auch steuerlich günstiger

Beruflich haben Sie Ihr Päckchen zu tragen. Es helfen Ihnen dabei Softwarepakete, die alle Programme enthalten, die sie für den tagtäglichen Papierkrieg brauchen. Abzuschreiben sind diese Pakete, selbst wenn sie die 410 EUR-Grenze überschreiten, sofort und in voller Höhe. Denn es handelt sich ja um vollwertige, einzeln nutzbare Programme, die einzeln deutlich unterhalb der Höchstgrenze rangieren würden und nur aus Marketingerwägungen zu einem Paket geschnürt wurden.

AfA heißt, die Steuererklärung immer wieder zu updaten

Aufwendige Programme können also nur über die Absetzung für Abnutzung (AfA) von Steuer abgesetzt werden. Als Nutzungsdauer werden in der Regel drei Jahre zugrundegelegt. Das heißt, der Anschaffungspreis ist gleichmäßig über diesen Zeitraum zu verteilen. Und so lange werden Sie in der Regel allein schon brauchen, um die Software einigermaßen zu bedienen.

Mit der Glotze gucken Sie steuerlich in die Röhre

Das Zappen auf der Suche nach einem gutem Programm mag inzwischen bereits harte Arbeit sein. Die Aufwendungen für den Fernseher gehören aber in den Bereich der privaten Lebensführung. Nur in Ausnahmefällen ist daher ein Werbungskostenabzug möglich. Einem Schriftsteller, der für Fernseh- und Rundfunkanstalten tätig war, wurde dieser zum Beispiel Mitte der sechziger und Anfang der siebziger Jahre verwehrt. Ein Professor für Medienpolitik konnte dagegen seine Ansprüche auf ein dienstlich genutztes Zweitgerät gegenüber dem Finanzgericht Münster durchsetzen. Fernsehschaffende sollten also ruhig die Verfahren der Finanzgerichte studieren. Und wenn Ihnen ein Urteil nicht paßt: Einfach gucken, was auf dem anderen ist.

Es wird zusammen abgesetzt, was zusammen gehört

Kleinkram, dessen Wert ohne Umsatzsteuer 410 EUR in der Anschaffung nicht übersteigt, ist bereits im Jahr des Kaufs vollständig unter Werbungskosten absetzbar. Nun glauben Sie aber nicht, daß Sie über den Umweg über diese sogenannten geringwertigen Güter eher an das Geld für Ihre aufwendige Computeranlage gelangen. Denn nur Dinge, die selbständig genutzt werden können, fallen darunter. Eine Aktentasche zum Beispiel. Ihr Drucker, Ihr Monitor, Ihr Computer, Ihre Maus und Ihr Uli-Stein-Mousepad werden dagegen als eine Einheit betrachtet und sind als solche nur über die Nutzungsdauer verteilt abzusetzen.

Beim Thema Möbel handelt es sich um Mitnahmepreise

Denn wenn Sie aus beruflichen Gründen am Beschäftigungsort eine Zweitwohnung einrichten möchten, ist die entscheidende Frage, welche Vergünstigung Sie vom Finanzamt mitnehmen. Wird die Zweitwohnung aus Sentimentalität oder Geldnot aus dem Mobiliar Ihrer Erstwohnung bestückt, rechnen Sie die Transportkosten, die Ihnen entstehen, als Werbungskosten ab. Alle Neuerwerbungen sind dagegen als Kosten der doppelten Haushaltsführung zu beanspruchen. Dabei sollten Sie allerdings beachten, daß Anschaffungskosten über 410 EUR nur über die Nutzungsdauer verteilt abzusetzen sind. Und so wie wir schwere Eichenmöbel einschätzen, dauert dieser Zeitraum manchmal ewig (Entscheidung der Finanzgerichte [EFG], 1993, S.144, FG Köln 5.2.1992).

Sie sparen Geld, wenn Sie Ihr Hobby zum Beruf machen

Wenn Sie seit Jahren privat vor sich hingeklimpert haben und erst jetzt Ihr musikalisches Genie in Form von Musikunterricht oder Symphoniekonzerten professionalisieren möchten, wird Ihr Flügel von einem Tag auf dem anderen zum Arbeitsmittel. Das heißt, er wird fortan beruflich genutzt. Sie können ihn also für die Restnutzungsdauer abschreiben. Wenn davon auszugehen ist, daß Sie mit Ihrem Können auf Dauer Einnahmen erzielen. Die frühen Jahre sind hingegen, wenn nicht musikalisch so doch fiskalisch, verloren. Denn der auf den Zeitraum der privaten Nutzung entfallende Teil des Kaufpreises gilt bereits als abgesetzt.

Der Verkauf von Arbeitsmitteln kommt allein Ihnen zugute

Sollten Sie sich dann nach Jahren des Erfolges und der Pressepräsenz aus der Musik zurückziehen und Ihr geliebtes Instrument verkaufen, so können Sie dies ohne Abzüge tun. Denn der Erlös aus dem Verkauf eines Arbeitsmittels darf vom Finanzamt einkommensteuerlich nicht erfaßt werden. Daher ist es so gesehen natürlich sinnvoller, professionell Klavier zu lernen als Blockflöte oder Maultrommel. Immer vorausgesetzt, daß zwischen Kauf und Verkauf sechs Monate ins Land gegangen sind. Denn andernfalls handelte es sich um einen Spekulationsgewinn. Und der wäre dann nur für die Steuer lukrativ.

Bis zu 410 EUR gibt man Ihnen sofort

Wenn die Tage Ihres Arbeitsmittels oder Instruments gezählt sind und der restliche Wert 410 EUR nicht übersteigt, können Sie sich einen weiteren Vorteil zunutze machen. Sie brauchen dann nämlich die abzusetzende Summe nicht über Jahre zu verteilen, sondern können gleich im Jahr der erstmaligen beruflichen Nutzung den Betrag in voller Höhe als Werbungskosten abziehen. Nun können Sie sich voll auf Ihre Tournee konzentrieren.

Wenn Sie beruflich Ihr Päckchen zu tragen haben

Sie haben die Taschen vielleicht nicht voller Geld, aber doch wohl häufiger voller Akten. Um Unterlagen von Zuhause ins Büro zu bringen und umgekehrt. Die Aktentasche, die Sie dazu benötigen, müssen Sie dabei nicht aus eigener Tasche bezahlen, denn sie ist natürlich ein Arbeitsmittel. Das heißt, das Finanzamt schießt zu. Und das unabhängig davon, ob es sich um Krokodilleder oder Jutebeutel handelt.

Dem Finanzamt ist es nicht gleichgültig, wie Sie sich kleiden

Denn Aufwendungen für typische Berufskleidung sind absetzbar. Zum Beispiel Uniformen, Amtstrachten, Arztkittel, Bergmannskluften, Blaumänner oder Anzüge für Leichenbestatter. Bei starker beruflicher Beanspruchung auch inklusive der Nebenkosten. Denn dann zählt die Kleidung zu den Arbeitsmitteln, und auch die Reinigung kann unter den Werbungskosten veranschlagt werden. Nicht nur Ihrem Arbeitgeber ist es also keineswegs egal, wie Sie herumlaufen.

Auch die Abschreibung von Software ist programmierbar

Ein Computer, den Sie beruflich nutzen, braucht auch entsprechendes Futter. Daher ist Software, die Sie benötigen, in vollem Umfang als Werbungskosten abzugsfähig. Und zwar sofort und in einem Rutsch, wenn der Anschaffungspreis 410 EUR (ohne Umsatzsteuer) nicht übersteigt. Wie zum Beispiel beim Steuersparpaket. Umfangreichere Programme werden aber diesen Wert schon einmal sprengen. Sie können dann nur über die AfA, die Absetzung für Abnutzung, veranschlagt werden. Um es einmal in Basic auszudrücken: IF Anschaffungspreis <= 410 THEN sofort abschreiben. IF Anschaffungspreis > 410 then GOTO AfA. IF Software = Raubkopie THEN RUN.

Sie sparen Geld, wenn Sie Arbeit mit nach Hause nehmen.

Der Trend in der Industrie geht immer mehr in Richtung Heimarbeit. Dem kann sich auch der Fiskus nicht verschließen. Wenn Sie also wieder einmal Arbeit auf Diskette mit nach Hause bringen und diese am privaten Bildschirm bearbeiten, erkennt das Finanzamt Ihren PC als ausschließlich beruflich genutzt an. Er ist damit abschreibungfähig. Vorausgesetzt, er ist nicht schon von vornherein zum Spielen konzipiert. Ihr Computer sollte also tunlichst über keinen Münzeinwurf verfügen.

Sie können Ihren PC auch Ihrem Chef zeigen

Noch einfacher wird das Absetzen Ihres privaten Computers, wenn dieser an Ihrem Arbeitsplatz im Betrieb steht. Denn hier geht der Staat davon aus, daß schon die zornigen Blicke Ihres Brötchengebers Sie zur Arbeit anspornen und von nebensächlichen Spielereien abhalten. Der PC ist damit beruflich genutzt. Gleiches gilt für private Laptops in der Firma.

Multimedia bietet steuerlich keine unbegrenzten Möglichkeiten

Heim-PCs leisten inzwischen immer mehr. Diejenigen, die am meisten können, sind die Multimedia-PCs mit Sound-, Video- und TV-Karte und Lautsprechern. Mit ihnen hat man tausend verschiedenene Möglichkeiten. Leider aber nicht im Steuerrecht. Denn das Finanzamt sieht bei diesen Computern von vornherein berufliche und private Anwendungen verquickt. Die Oberfinanzdirektion Frankfurt hat so zum Beispiel den kategorischen Ausschluß von Multimedia-PCs von den Werbungskosten verfügt. Und auch andere Finanzverwaltungen tun sich mit der Absetzung eines solchen Gerätes schwer. Nur wenn Sie Ihrem Sachbearbeiter nachdrücklich versichern, daß Sie den Computer fast ausschließlich beruflich nutzen, haben Sie eine Chance. überzeugen Sie ihn also in Ton, Wort und Bild.

Nichts ist älter als der Computer von Gestern

Daß der PC-Markt so dynamisch ist, sollten sie steuerlich nutzen. Sie sollten sich bemühen, beim Finanzamt kurze Nutzungsdauerzeiten durchzusetzen. Maximal drei Jahre sind im Normalfall zu veranschlagen, aber auch kürzere Zeitspannen von zwei Jahren sind dem Fiskus bei geschickter Argumentation plausibel zu machen. Denn während Ihr beruflich genutzter Computer rapide an Wert verliert, schreiben Sie ihn sonst noch Jahre lang ab.

So erstattet man Ihnen alles in allem

Ein Computer besteht aus mehr als einer Platine. Er wird daher auch in der Gesamtheit seiner Komponenten abgeschrieben. Als Grundlage dient dazu die Summe der einzelnen Bauteile. Dies gilt auch, wenn Sie Ihren Computer nachträglich erweitern. Kaufen Sie alle Einzelteile im ersten Halbjahr, so können Sie die volle Jahresabschreibung für das Gesamtsystem in Anspruch nehmen.

Beim Verkauf Ihres Computers können Sie gewinnen

Die Langwierigkeit des Abschreibungsverfahrens für berufliche Großanschaffungen vom Computer bis zum Maschinenpark hat aber auch seine Vorteile. Wenn zum Beispiel Ihr Computer für die berufliche Nutzung nicht mehr nutzbar ist, weil Ihr Arbeitgeber auf ein neueres Modell umgestellt hat, verkaufen Sie ihn ruhig vor Ablauf der Nutzungsdauer weiter. Denn etwaige Verluste können Sie dem Finanzamt als außerordentlichen Aufwand in Rechnung stellen. Allerdings wird der Umstieg von Word 5 auf die Version 5.5 hierfür kaum als Argumentationsgrundlage dienen können.

Richtig Ausgeflippte tragen Berufskleidung

Wie man sich kleidet, ist immer eine Frage des Stils. Nicht immer jedoch auch eine Frage der Steuerermäßigung. Denn alles, was auch nur halbwegs normaler alltäglicher Kleidung entspricht, wird vom Finanzamt seit jeher der privaten Lebensführung zugeordnet und ist damit nicht absetzbar. Je exaltierter also Ihr Einkauf, umso größer die Wahrscheinlichkeit, daß auf Arbeitskleidung geschlossen wird.

So haben Sie saubere Kleidung und ein reines Gewissen

Daß Sie beruflich eine saubere Weste haben, glaubt Ihnen das Finanzamt gern. Auch die Reinigung von Berufskleidung läuft damit unter der Rubrik Werbungskosten. Allerdings müssen Sie schon beweisen, daß Sie ein reinlicher Mensch sind. Am besten mit Quittungen der Wäscherei. Wobei Sie, um Rückfragen zu vermeiden, darauf achten sollten, daß das gereinigte Kleidungsstück auf der Quittung ausgewiesen wird. Eine "Uniformjacke" wird dann unbeanstandet passieren, eine "Badehose" nicht.

Zu Hause waschen ist nicht ultragünstig, aber noch lukrativ

Denn immerhin können Sie auch Zuhause mit jeder Wäsche Steuern sparen, und zwar bei 30, 60 und 95 Grad. über die allgemeinen Reinigungskosten, das heißt über den Verbrauch an Wasser, Waschmittel und Waschmaschinenabnutzung. Denn bei der Berufskleidung trägt all´ diese Ausgaben über die Werbungskosten der Staat. Eine Pauschale von 200 DM wird hier in der Regel anstandslos akzeptiert. Die bei jedem Waschgang verlorenen Socken sind da schon mit drin.

Ihr Posten ist auf Sie zugeschnitten. Und Ihre Kleidung?

Wer zur Arbeit geht, sollte auch anständig gekleidet sein. In manchen Berufen sogar einheitlich, mit Blaumann oder Uniform. Die Abgrenzung von privater Neigung und Berufskleidung fällt aber nicht immer so leicht. So hat der Bundesfinanzhof am 19.1.96 die Klage eines Leiters eines staatlichen Forstamtes abschlägig beschieden. Er hatte auf einen mit Dienstabzeichen versehenen Lodenmantel als typische Berufskleidung absetzen wollen und ist damit gescheitert.

Ihr Computer ist eine Büromaschine und kein Spielautomat

Computerkauf ist immer auch eine Frage des Preises. Bei sogenannten Home- oder Spielecomputern bis zu einem Preis von 1.000 EUR unterstellt die Finanzverwaltung bis zum Beweis des Gegenteiles, daß Sie damit nicht bis zum Umfallen arbeiten, sondern sich glasige Augen spielen. Die Anerkennung bleibt Ihnen in den allermeisten Fällen versagt. Daher sollten Sie, um diese Diskussion von vornherein zu vermeiden, beim Kauf eines neuen Computers lieber klotzen als kleckern. Als Faustregel können Sie sich merken: Wenn in die kleine graue Schachtel oben Module reinkommen, ein Klempner die Hauptfigur ist und das Ganze von Horden Halbwüchsiger umlagert ist, liegen Sie falsch.

Ihr Computer sollte mehr als ein Briefbeschwerer sein

Ihr Computer soll Ihnen bei der Arbeit helfen, nicht Sie behindern. Etwa bei der Textverarbeitung. Deshalb wird das Finanzamt Computerkäufe, die Sie geltend machen wollen, immer auf ihre Zweckmäßigkeit hin überprüfen. Ein 486er PC wird da im Hinblick auf das Arbeitstempo vor den Augen Ihres Sachbearbeiters kaum noch Gnade finden. Ein Pentium sollte es heutzutage schon sein. Denn damit lassen sich auch komplexere Aufgaben als bloße Textverarbeitung lösen. Zum Beispiel Raketenstarts.

Ohne Nachweis wird aus Privateigentum kein Geschäft

Ihren Privateinkauf können Sie nicht als Arbeitsmittel absetzen. Es sei denn, Sie nutzen privat erworbene Gegenstände nun beruflich. Dann können Sie wie bei allen anderen Arbeitsmitteln auch einen bestimmten Betrag Jahr für Jahr absetzen. Die Höhe dieser Summe errechnet sich wie folgt: Der Anschaffungspreis minus einer fiktiven Absetzung während der Jahre der privaten Nutzung. Da die Nutzungsdauer aber auch hier entscheidend ist, müssen Sie den Zeitpunkt der Abschaffung mit einer Rechnung oder Quittung nachweisen können. Beteuerungen, ein guter Leumund oder eidesstattliche Erklärungen reichen dem Finanzamt nicht. Und wenn Sie noch so eine ehrliche Haut sind.

Für Ihre Schulden schuldet der Fiskus Ihnen so einiges

Eine komplette PC-Anlage kann heutzutage leicht soviel Kosten wie ein Mittelklassewagen mit Alufelgen. Sollten Sie sich also bis über beide Ohren verschuldet haben, um mit den Entwicklungssprüngen der Computertechnologie Schritt zu halten, besteht zumindest steuerrechtlich kein Grund zur Sorge. Die Zinsen wie auch die Bearbeitungsgebühren sind als Werbungskosten abzugsfähig. Natürlich nur, wenn der PC wiederum fast ausschließlich beruflich genutzt wird.

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