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Verpflegungsmehraufwand

Ein Verkehrstip für Leute mit Fahrtätigkeit
Pauschaler Beigeschmack
Für das Finanzamt zählt nicht, was auf den Tisch kommt
Sind Sie in Ihrer Ausbildung dienstlich unterwegs?
Das Finanzamt zahlt die Zeche
Eine Nacht ist steuerlich ein ganzer Tag
Wenn Sie sich von Ihrem Betrieb fernhalten, dann wie weit?

Ein Verkehrstip für Leute mit Fahrtätigkeit

Es gibt Orte, die sollte man auf jeden Fall meiden. Das Frankfurter Bahnhofsviertel bei Nacht, Einkaufszentren am Samstagmorgen oder auch das Betriebsgelände am Mittag. Gerade das letztere. Denn der Bundesfinanzhof hat entschieden, daß Ihnen, wenn Sie eine Fahrtätigkeit ausüben und die Mittagspause in der Firma verbringen, keine Verpflegungspauschalen zustehen. Getränke- oder Tiefkühlkostfahrern wird also dringend empfohlen, ihre Betriebe in den Mittagsstunden weiträumig zu umfahren.

Pauschaler Beigeschmack

Ersetzt Ihnen Ihr Chef die Verpflegungskosten, dann sind nur noch Zahlungen in Höhe der Pauschalen steuerfrei. Darüber hinausgehende Beträge werden als Lohn versteuert. Waren Sie zum Beispiel elf Stunden unterwegs und belegen Sie bei Ihrer Firma Verpflegungsausgaben von 20 EUR, kann Ihnen zwar der gesamte Betrag ersetzt werden, aber nur für 6 EUR (= Verpflegungs-pauschale) ist die Zahlung steuerfrei, die restlichen 14 EUR unterliegen den normalen Lohnabzügen. Da bleibt nicht mehr viel übrig.

Für das Finanzamt zählt nicht, was auf den Tisch kommt

Egal ob Frühstück, Halb- oder Vollpension: Der Verpflegungsmehraufwand, der Ihnen durch die Reise zu einem Bewerbungsgespräch entsteht, kann nur noch pauschal mit dem Fiskus abgerechnet werden. Entscheidend ist dabei, wie lange Ihre Reise dauert. Waren Sie 24 Stunden unterwegs, können Sie den Höchstbetrag von 24 EUR beanspruchen.

Bei mehr als 14 Stunden gibt es immerhin noch 12 EUR, bei mehr als 8 Stunden spärliche 6 EUR und darunter nichts. Gerechnet wird vom Verlassen Ihrer Wohnung bis zu Ihrer Rückkehr, wobei die Entfernung zum Bewerbungsort keine Rolle spielt. Die siebenstündige Folter im Assessment-Center nebenan bringen also 6 EUR.

Sind Sie in Ihrer Ausbildung dienstlich unterwegs?

Lernen macht vielleicht Spaß. Es ist aber, ob in Ausbildung oder Beruf, keinesfalls Ihr Privatvergnügen. Lehrgang ist also immer auch Dienstreise. Daher können Sie neben den Kosten für die Fachliteratur, die Kursgebühren und die Fahrgemeinschaft zum Lehrgangsort auch die Unterbringung steuerlich geltend machen, und das für die ersten drei Monate des Lehrgangs inklusive der Verpflegungsmehraufwendungen. Sie addieren einfach für jeden Tag zu den Kosten der Unterkunft die Verpflegungspauschalen von 24 EUR für ganze Tage, 12 EUR bei mehr als 14 stündigem Aufenthalt und 6 EUR bei der Mindestgrenze von 8 Stunden. Den Betrag, den Sie erhalten, können Sie dann in der Rubrik Werbungskosten oder Sonderausgaben veranschlagen. Je nachdem, ob es sich um den derzeit ausgeübten Beruf handelt oder nicht. Obwohl Lehrjahre ja nunmal keine Herrenjahre sind, leben Sie dann wie Gott in Frankreich.

Das Finanzamt zahlt die Zeche

Wer auf Reisen ist, bekommt nicht nur viel zu sehen, sondern auch Hunger. Er wird mit Wein, kulinarischen Köstlichkeiten und Geigenmusik oder durch Fast-food gestillt. Damit entstehen dem Dienstreisenden nicht nur Magenprobleme, sondern auch sogenannte Verpflegungsmehraufwendungen. Und an diesen möchte sich das Finanzamt beteiligen: Dauert eine eintägige Dienstreise mindestens 8 Stunden, erhalten Sie einen Pauschbetrag von 6 EUR, ab 14 Stunden 12 EUR. Und bei mehrtägigen Dienstreisen stehen Ihnen sogar satte 24 EUR pro Tag zur Verfügung.

Das Finanzamt zahlt die Zeche

Wer auf Reisen ist, bekommt nicht nur viel zu sehen, sondern auch Hunger. Er wird mit Wein, kulinarischen Köstlichkeiten und Geigenmusik oder durch Fast-food gestillt. Damit entstehen dem Dienstreisenden nicht nur Magenprobleme, sondern auch sogenannte Verpflegungsmehraufwendungen. Und an diesen möchte sich das Finanzamt beteiligen: Dauert eine eintägige Dienstreise mindestens 8 Stunden, erhalten Sie einen Pauschbetrag von 6 EUR, ab 14 Stunden 12 EUR. Und bei mehrtägigen Dienstreisen stehen Ihnen sogar satte 24 EUR pro Tag zur Verfügung.

Eine Nacht ist steuerlich ein ganzer Tag

Nachtaktiv sind nicht nur gewisse Greif- und Nachtvogelarten. Auch in vielen Berufszweigen fängt nicht der frühe Vogel den Wurm, sondern derjenige, der bis in die Nacht hinein arbeitet. Doch leider wird diese Aktivität bei einer Dienstreise steuerlich nicht gewürdigt. Wenn Sie die Fahrt erst nach 18 Uhr antreten und bereits vor 6 Uhr morgens des folgenden Tages wieder daheim sind, zählt das als eintägige Reise. Sie können daher nicht den Verpflegungshöchstsatz für mehrtägige Geschäftsreisen von 24 EUR ansetzen, sondern müssen sich mit der 12 EUR-Pauschale und wenigen Stunden Schlaf begnügen.

Wenn Sie sich von Ihrem Betrieb fernhalten, dann wie weit?

Einmal um die ganze Welt muß gar nicht sein. Auch erheblich geringere Entfernung von Wohn- und Arbeitsstätte reichen bereits, um eine berufliche Fahrt als Dienstreise veranschlagt zu bekommen. Dann können Sie sämtliche Fahrt- und Nebenkosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen und haben so die Taschen voller Geld. Alles unterhalb einer Abwesenheitsdauer von 10 Stunden ist jedoch ungesund, weil Sie keine Verpflegungspauschale erhalten.

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