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Sonstige Kosten

Wer suchet, der findet zumindest Steuererleichterungen
Stärkungsmittel sind keine Werbungskosten. Ein starkes Stück!
Der größte Fan Ihrer Autogramme ist das Finanzamt
Ihr Unfall ist für das Finanzamt ein Malheur
Der Honig ums Maul kann von der Steuer abgesetzt werden
Pardon, aber ein Au-pair ist dem Fiskus nicht bienvenu
Auch im Inland fördert der Fiskus den Export
Nach Ihrem Sprachkurs im Ausland fragt das Finanzamt Sie ab
Analog zum Doppelanschluß geht es jetzt auch einfach digital
In Ihrem Beruf können Sie sich auch ohne Job fortbilden
Für das Finanzamt lernt man nie aus
Ihr Finanzamt ist auf Titel nicht sehr versessen
Unter 1.044 EUR erübrigen sich Werbungskosten von selbst
Nicht das Finanzamt klagt Sie an
Als Arbeitsloser können Sie viele Sprachen lernen
Ihr Umzug sollte Ihnen einiges ersparen: vor allem Zeit
Die Jobsuche kommt vor der Wohnungssuche
Bitten Sie bei einer Einladung unter Kollegen den Fiskus dazu
Stellengesuche sind abzuschreiben, aber nicht abzusetzen
Mit dem Finanzamt haben Sie ein gemeinsames Konto
Wer ist schon von Beruf Bankkunde?
Bei der Kontonutzung ist nicht nur das Finanzamt eine Bank
Bei manchen Banken haben Sie nichts verloren
Sind Ihre Telefonate Chefsache?
Für den Staat ist Dienst Dienst und Schnaps Schnaps
Sie können sich Dienstgespräche nach Hause legen
Das Handy liegt als Arbeitsmittel auf der Hand
Wenn grob überschlagen, rechnet der Fiskus mit Ihnen ab
Wenn der Vermieter nicht von Ihnen lassen kann
Junge Bäume kann man auch nicht immer verpflanzen
Wenn Sie nicht nur einen Tapetenwechsel brauchen
Das Finanzamt fördert das lehrreiche Pils
Für das Finanzamt zählt die Suche, nicht der Erfolg
Beim Telefon ist manche Wahl gebührenfrei, aber teuer
Ihre Ausbildung sollten Sie sich verdienen
Nur auf diese Weise geht promovieren über studieren
Wenn Sie studieren, sollten Sie dies hauptberuflich tun
Wenn Sie mit Kollegen ins Hotel gehen, zahlt das Finanzamt
Wenn Sie zu Ihrem Arbeitgeber ziehen, kostet ihn das was
Beruf und Privatleben gehen beim Handy Hand in Hand
Lesen bildet, spart aber nur begrenzt Steuern
Auch die Arbeitslosigkeit kennt Klassen
Wer viel arbeitet, muß auch viel essen - geschäftlich
Lassen Sie sich vom Finanzamt in die Karten gucken
Unter der Geschäftsnummer klingelt zu Hause das Telefon
Extras beim Telefon bringen zwar Geld, kosten aber Zeit
Wenn Sie bei Ihrem Chef einziehen, sparen Sie Geld
Segelfliegen ist steuerlich gesehen eine Bauchlandung
Sie müssen einen Job finden und dann auch die Firma
Auf Ihren Fahrten sollten Sie nicht nur Erfahrung sammeln
Wer einmal lügt, dem glaubt auch das Finanzamt nicht
Ein Unfall ist Ihr Schaden nicht. Sondern der des Staates
Was Sie bei Bewerbungen anziehen, ist Ihre Sache
Wenn Ihnen etwas gestohlen wird, ist noch nichts verloren
Nicht nur Ihr Lebenslauf sollte übersichtlich sein
Journalist
Fortbildungskosten
Das Finanzamt bringt Sie zu Ihrem Vorstellungstermin
Fortbildung eines Arbeitslosen, 96/2/0482 Einkommensteuer / Lohnsteuer
Das Finanzamt möchte wissen, warum Sie Vokabeln pauken
Sie haben ein Handy, aber hoffentlich auch ein Privatleben
Unfallkosten
Wenn man Ihnen Dinge Ihres Arbeitgebers genommen hat
Reisekostenvorschüsse sind fast wie Reisechecks
Bei manchen Dias hält man Ihnen keine langen Vorträge
Auf Reisen kann man etwas lernen, aber nicht für den Unterricht
Studium "Master of Business Administration", 96/2/0452 Einkommensteuer
Studium zum Tonmeister, 96/2/0449 Einkommensteuer
Unfallversicherung und Werbungskosten
So bringt Sie das Belegesammeln nicht ins Grab
Wenn Ihnen etwas gestohlen wird, ist das eine Frage des Alters
Wann belegt ein Beleg, was er belegen soll?
Meisterlehrgang, 96/2/0529 Einkommensteuer / Lohnsteuer
Unfallschaden als Werbungskosten, 96/2/0375a Einkommensteuer / Lohnsteuer

Wer suchet, der findet zumindest Steuererleichterungen

Ihre Bewerbungen werden sich auszahlen. Und wenn nicht auf der Lohnsteuerkarte, dann doch zumindest in der Anlage N. Denn hier können Sie in den Zeilen 45 bis 49 alle Ihnen entstandenen Auslagen als weitere Werbungskosten geltend machen. Telefonkosten, Porto, Fotokopien oder Reisekosten anläßlich eines Vorstellungsgespräches, und das ohne Ansehen des Erfolgs. Auch ein Inserat kann an dieser Stelle geltend gemacht werden. Vorausgesetzt, es lief in der Rubrik "Stellengesuche" und nicht unter "Bekanntschaften".

Stärkungsmittel sind keine Werbungskosten. Ein starkes Stück!

Sie müssen jetzt ganz stark sein. Stärkungsmittel jedweder Art sind nicht als Werbungskosten abzugsfähig. Selbst wenn sie Ihnen helfen, im Beruf ganz stark aufzutrumpfen, werden sie immer der privaten Lebensführung zugeordnet. Ein Flugzeugführer ist da bereits mit seinen Ansprüchen gescheitert.

Der größte Fan Ihrer Autogramme ist das Finanzamt

Arbeitsbesprechungen sollten daher nicht nur bei Rockmusikern in Autogrammstunden münden. Nur wenn sich alle Teilnehmer der Sitzung gegenseitig die Teilnahme an dem Gespräch bestätigen, ist ein Abzug der Aufwendungen im Rahmen der Werbungskosten möglich. Da das Finanzamt Arbeitsgemeinschaften ganz besonders akribisch prüft, sollte es sich bei den Unterschreibenden schon um noch lebende Personen handeln. Namen wie Norma Jean Baker, Otto von Bismarck oder Idi Amin auf Ihren Belegen schüren da behördlicherseits Mißtrauen.

Ihr Unfall ist für das Finanzamt ein Malheur

Ein Unfall ist schnell passiert. Ein Unfall, den Sie beruflich etwa im Außendienst verursacht haben, ist auch ebenso schnell wieder vergessen. Denn sämtliche Unfallkosten inklusive der Schadensersatzleistungen, möglicher Prozeßkosten und der Wertminderung Ihres Fahrzeugs sind neben den Pauschbeträgen für Dienstfahrten und Pendeln voll als zusätzliche Berufskosten abzugsfähig. Das gilt auch für Schadensersatz, den Sie unter Verzicht auf die Inanspruchenahme der gesetzlichen Haftpflicht aus der eigenen Tasche bestreiten. Vorausgesetzt, es war kein Alkohol im Spiel. Es sei denn, Sie sind Bierfahrer.

Der Honig ums Maul kann von der Steuer abgesetzt werden

Wenn Sie den Großkunden Ihrer Firma wieder einmal um den Bart gehen und sie mit Kalendern, Kugelschreibern und Trockenrasierern überhäufen, können Sie die Aufwendungen hierfür absetzen. Denn die Werbegeschenke, die ein Arbeitnehmer für seinen Arbeitgeber tätigt, um Umsatz, Prestige und die eigene Provision zu steigern, sind steuerlich gesehen Werbungskosten und damit voll zu veranschlagen. Allerdings sollten die Aufwendungen pro Kunde 40 EUR im Jahr nicht übersteigen.

Pardon, aber ein Au-pair ist dem Fiskus nicht bienvenu

Sprache ist immer im Fluß. Wie soll man aber als Sprachlehrerin in Deutschland mit der gesprochenen Sprache des Auslands mithalten? Einfach ein Au-pair-Mädchen zu sich einzuladen, ist da der falsche Weg. Zumindest steuerlich betrachtet. Denn das hatte bereits eine Fremdsprachenlehrerin probiert und war mit dem Abzug der Aufwendungen als Werbungskosten gescheitert.

Auch im Inland fördert der Fiskus den Export

Es kann aber auch sein, daß die Firma auf Sie angewiesen ist, wie Sie auf Ihre Sprachkenntnisse. Man wird Sie dann nicht wochenlang für einen Kursus im Ausland entbehren können. Da wird dann schon eher daheim gebüffelt werden müssen. Und als kleine Belohnung übernimmt das Finanzamt die Kosten. Denn auch Sprachkurse im Inland laufen unter der Rubrik Werbungskosten. Aufwendungen dieser Art wurden zum Beispiel bei einer kaufmännischen Angestellten anerkannt, die in der Exportabteilung Ihrer Arbeitgeberin arbeitet. Denn dort hatte man erstaunlich häufig mit dem Ausland zu tun.

Nach Ihrem Sprachkurs im Ausland fragt das Finanzamt Sie ab

Die Sprache des Erfolges ist immer häufiger nicht mehr die eigene. Um auf internationaler Ebene zu kommunizieren, muß also ein Sprachkurs her. Und wo lernt man eine Sprache am besten? Im Ausland. Und wenn Sie dann wegen der Aufwendungen, die Ihnen entstehen, beim Finanzamt vorsprechen, wird man Sie auch dort verstehen. Denn sämtliche Kosten sind als Werbungskosten zu berücksichtigen. Vorausgesetzt, der Kursus wurde nach Abschluß der eigentlichen Berufsausbildung belegt, um den besonderen Anforderungen des in Aussicht genommenen Arbeitsplatzes gerecht zu werden. Ein Jurist nach dem Assessorexamen und eine Hotelsekretärin nach Abschluß der Hotelfachschule und eines Praktikums haben auf diese Weise bereits Sprachkurse im Ausland durchsetzen können. Nachzulesen im Bundessteuerblatt 1962 III, S. 467 bzw. 1979 II, S. 114. Voraussetzung für die reibungslose Akzeptanz ist der besondere Zuschnitt der Lehrveranstaltungen. Wer also nach seiner Rückkehr nur 300 Longdrinks in der Landessprache beherrscht, kann kaum Werbungskosten veranschlagen. Es sei denn, er ist Barmixer.

Analog zum Doppelanschluß geht es jetzt auch einfach digital

Der Steuer wegen galt bisher: Aus eins mach´ zwei. Denn wer über einen separaten Zweitanschluß verfügte, konnte leichter Telefonkosten als Werbungskosten abrechnen. Im Zeitalter von ISDN gilt es nun aber, das Ganze umzukehren. Denn Besitzer eines Doppelanschlusses stehen sich mit einem einzigen ISDN-Standardanschluß wesentlich günstiger als bisher, können auf ein leistungsfähigeres Telefonnetz zurückgreifen und müssen trotzdem nicht auf Ihre Steuervergünstigungen verzichten. Die digitale Gesprächsauswertung macht´s möglich.

In Ihrem Beruf können Sie sich auch ohne Job fortbilden

Auch ohne die Aussicht auf eine feste Stelle können Sie nach Ihrer Ausbildung Fortbildungskosten vom Staate einfordern. Wenn Sie bereits vor Aufnahme der Berufstätigkeit weitere Maßnahmen ergreifen, die Ihnen im erlernten Beruf dienen. Eine Physikerin kann so nach Studienabschluß ruhigen Gewissens eine Fortbildung auf dem Gebiete der Umweltphysik belegen. Nur der Sprung zum Pizzaboten ist zu kraß.

Für das Finanzamt lernt man nie aus

Mit einem Jodeldiplom haben Sie etwas Eigenes. Das ist etwas fürs Leben und wird daher vom Finanzamt als Ausbildung eingestuft. Sie können daher die Kosten als Sonderausgabe beanspruchen. Allerdings nur dann, wenn Sie Ihre spätere berufliche Zukunft auf dem Sektor der Volksmusik sehen. Wenn Sie aber weniger fürs Leben als für die Firma lernen, das heißt Ihre Kenntnisse und Fertigkeiten im ausgeübten Beruf vervollkommnen, sind Sie in der Fortbildung. Und deren Aufwendungen können zu den Werbungskosten gezählt werden.

Ihr Finanzamt ist auf Titel nicht sehr versessen

Wissenschaft ist auch steuerrechtlich betrachtet eine brotlose Kunst. Denn eine Promotion, so spezialisierend Sie auch sein mag, gilt zunächst immer erst als Ausbildung. Im Vordergrund steht nach Meinung des Fiskus allein der Titel, und so sind sämtliche Ausgaben nur beschränkt abzugsfähig. Ausnahmen bilden nur diejenigen Doktoranden, die in einem festen Arbeitsverhältnis stehen und deren Promotion wesentlicher Bestandteil des Arbeitsvertrages ist. Sie wurden von ihren Firmen zur Uni geschickt und erfüllen damit das Kriterium der Praxisrelevanz. Themen wie "Poetik und Hermeneutik im Spiegel frühfinnischer Literatur" haben da kaum eine Chance.

Unter 1.044 EUR erübrigen sich Werbungskosten von selbst

Lieber zuviel angeben als zuwenig, ist üblicherweise die Richtschnur, an der man seine Steuerklärung ausrichten sollte. Bei den Werbungskosten aber kann man sich manchmal getrost jeden Eintrag sparen. Wenn Ihre Aufwendungen unterhalb der 920 EUR-Pauschale pro Arbeitnehmer liegen. Denn dieser Pauschbetrag wird automatisch berücksichtigt. Und so können Sie dann die Rückseite der Anlage N getrost unbeschriftet lassen oder Ihrer künstlerischen Ader freien Lauf lassen. In letzterem Fall dürfen Sie sich aber nicht wundern, wenn Ihr Werk statt bearbeitet zu werden, die Eingangshalle einer Finanzbehörde schmückt. Eine seltene Ausnahme sei aber noch formuliert: Angenommen ihr steuerpflichtiger Bruttolohn liegt unter 920 EUR, weil Sie nur in den Ferien für ein Mofa, ein Videospiel oder die Aussteuer gejobbt haben, dann wäre es falsch auf nähere Angaben zu verzichten, denn die Werbungskosten-Pauschale darf nicht zu einem negativen Betrag führen. Die Pauschale wäre also maximal der steuerpflichtige Lohn. Anders bei minutiöser Auflistung der tatsächlichen Aufwendungen. Hier dürften negative Einkünfte vermerkt werden, die sich dann im Verlustvor- oder Rücktrag steuermildernd auswirken würden.

Nicht das Finanzamt klagt Sie an

Werbungskosten sind also generell Kosten, die durch den Beruf bedingt sind. In guten wie in schlechten Zeiten. Daher sind auch Strafverteidigungskosten mitunter Werbungskosten, wenn der Schuldvorwurf durch berufliches Verhalten veranlaßt war. Ingenieure der chemischen Industrie sollten sich das für den nächsten Störfall vormerken.

Als Arbeitsloser können Sie viele Sprachen lernen

Sprachkenntnisse trennen in immer mehr Berufen die Spreu vom Weizen und die Pförtnerloge von der Chefetage. Kein Wunder also, daß die Kosten eines Fremdsprachenkurses Werbungskosten sind, auch wenn Sie zur Zeit des Kurses arbeitslos sind. Vorausgesetzt, Sie werden die erworbene Fremdsprache in Ihrem Beruf anwenden können. Mit Englisch dürfte es also, wenn Sie nicht gerade bei der Straßenreinigung Ihre Brötchen verdienen, keine Probleme geben. Gälisch und Altgriechisch bedürfen dagegen des Einzelnachweises.

Ihr Umzug sollte Ihnen einiges ersparen: vor allem Zeit

Als Wohnungswechsel, der beruflich veranlaßt ist, gilt dem Staat neben dem Bezug einer Dienstwohnung ein Umzug, der die Entfernung zwischen dem eigenen Heim und der beruflichen Wirkungsstätte erheblich verkürzt. Richtschnur ist hier die Verkürzung der täglichen Hin- und Rückfahrt um mindestens eine Stunde. Daher wird sich der Umzug von der Uhlandstraße 12 in die Uhlandstraße 14 steuerlich kaum rentieren. Sollte es Sie beruflich hingegen von Uruguay nach München ziehen, lohnt es sich dagegen sehr wohl. Wichtig ist jedoch, daß die privaten Motive des Umzuges klar untergeordneter Natur sind.

Die Jobsuche kommt vor der Wohnungssuche

Akademikern wird das Problem vertraut sein. Nach acht bis siebzehn Semestern zieht es alle aufgrund beruflicher Perspektiven in die Welt hinaus. Dabei sollten Sie sich erst einen neuen Job suchen und erst dann umziehen. Denn dann wird das Finanzamt den Umzug als beruflich veranlaßt annehmen. Damit sind Ihre Umzugskosten Werbungskosten und als solche abzugsfähig. Und das gilt selbst dann, wenn für die Auswahl der neuen Wohnung private Motive ausschlaggebend waren. Zum Beispiel wenn Sie zu jemandem ziehen, mit dem Sie eine lange Freundschaft verbindet.

Bitten Sie bei einer Einladung unter Kollegen den Fiskus dazu

Jeder ist seines Glückes Schmied. Da aber im Berufsleben immer mehr Leute gemeinsam an einem Projekt schmieden, ist Teamarbeit verlangt. Und das mitunter über die reine Arbeitszeit hinaus. Wenn Sie sich also einmal in der Woche mit einem oder mehreren Kollegen besprechen, gehört auch das Finanzamt zu Ihrem Team. Denn die Kosten dieser Besprechungen können Sie in voller Höhe als Werbungskosten erfassen. Inklusive der Fahrtkosten, der Verpflegung und der übernachtungskosten. Wenn Sie allerdings Rockmusiker sind und sich mit anderen Bandmitgliedern zur Besprechung der Tournee treffen, sollten Sie daran denken, daß Hoteleinrichtungen kein Fall für die Steuererklärung, sondern für die Haftpflicht sind.

Stellengesuche sind abzuschreiben, aber nicht abzusetzen

Leider werden nicht alle Kosten, die Ihnen auf der Suche nach dem Traumjob entstehen, anerkannt. Wochenendausgaben großer Zeitungen, die Sie auf der Suche nach Stellenangeboten systematisch durchforsten, finden etwa vor dem Auge der Finanzbehörde keine Gnade. Es lohnt sich also steuerlich nicht, bereits Freitagnacht vorm Kiosk zu nächtigen. Man sollte vielmehr in nahegelegene Bibliotheken oder Kneipen streben. Denn dort sind die Zeitungen umsonst und die Räume geheizt.

Mit dem Finanzamt haben Sie ein gemeinsames Konto

Die Bank verdient an Ihnen über die Kontoführungsgebühren. Durch die Bank gehen diese Gebühren aber direkt auf das Konto des Finanzamtes. Denn Kontoführungsgebühren sind Werbungskosten. Bis zu 15 EUR pro Jahr werden hier ohne Beleg akzeptiert. Doch da ist auch mehr drin. Mehr an Geld, aber auch mehr an Arbeit. Denn wer höhere Beträge veranschlagen will, wird das letzte Jahr noch einmal Revue passieren lassen müssen. Anhand der Kontoauszüge.

Wer ist schon von Beruf Bankkunde?

Wer sich also mit den 15 EUR als Erstattung von Kontoführungsgebühren nicht begnügen will, macht sich viel Arbeit. Er muß die tatsächlich beruflich bedingten Kontoführungsgebühren anhand der einzelnen Buchungen nachweisen und das Ganze dann mit den Buchungsgebühren des jeweiligen Geldinstitutes multiplizieren. Beruflich bedingte Buchungen sind zum Beispiel die Abonnementgebühren für Fachzeitschriften oder die Abbuchungen für Bestelllungen von Arbeitsmitteln per Scheck. Die Gebühren für den Golfclub können hingegen nicht als Werbungskosten abgesetzt werden. Auch wenn Sie mit beinahe professionellem Ehrgeiz Ihr Handikap verbessern.

Bei der Kontonutzung ist nicht nur das Finanzamt eine Bank

Ein Konto kostet Geld. Und wer verdient daran? Die Bank. Sie ist daher auch, noch vor dem Finanzamt, der Ansprechpartner in Sachen Gebühren. Ist Ihnen Ihr Konto zu teuer, sprechen Sie zunächst nicht mit dem Steuer-, sondern mit dem Kontoberater. Denn viele Kreditinstitute sind bereit, langjährigen Kunden Pauschalpreise für Girokonten zu offerieren, die deutlich unter den tatsächlichen Buchungsgebühren liegen. Hier sparen Sie wirklich, denn Werbungskosten würden ja nur mit Ihrem persönlichen Steuersatz vergütet. Und die können Sie ja dann noch im zweiten Schritt mit der 15 EUR-Pauschale ansetzen.

Bei manchen Banken haben Sie nichts verloren

Denn verschiedene Bankinstitute bieten die Girokontoführung bereits kostenlos an. Etwa bei Telefon- oder Homebanking, wobei mit letzterem nicht der Sparstrumpf unterm Kopfkissen gemeint ist. In diesen Fällen belastet keine Mark an Buchungsgebühren Ihr Konto. Damit geht dann natürlich auch nichts auf das Konto des Finanzamtes. Denn wer keine Ausgaben hat, kann sich diese nur schwerlich erstatten lassen. Alte Bauernregel oder so etwas ähnliches.

Sind Ihre Telefonate Chefsache?

Auslagen, die Sie als Außendienstler haben, wenn Sie im Namen der Firma Ihre Kundschaft anrufen, um Termine zu vereinbaren, Absprachen zu treffen oder zu flirten, können Sie sich von Ihrem Chef wiedergeben lassen. Bar auf die Hand. Voraussetzung ist allerdings, daß Sie auf Rechnung Ihres Arbeitgebers arbeiten und daher mit diesem penibel abrechnen. Nur dann sind die ersetzten Auslagen steuerfrei. Was an Auslagen nicht von Ihrem Chef ersetzt wird, das können Sie immer noch beim Finanzamt als Werbungskosten absetzen. Die Einlagen, die Sie dann aufgrund der vielen Fußwege von Kunde zu Kunde bald benötigen, werden ganz ähnlich erstattet.

Für den Staat ist Dienst Dienst und Schnaps Schnaps

Wer einen Arbeitsplatz hat und ihn auch behalten möchte, hat ganz automatisch Werbungskosten. Diese müssen durch berufliche Zwecke veranlaßt sein. Tritt dies nicht für jeden erkennbar zu Tage, können aufteilbare Kosten zumindest noch entsprechend des beruflichen Anteils unter den Werbungskosten angeführt werden. Zum Beipiel beim Thema Telefon. Bei den Damen der 190-Nummern liegt der Fall klar. Alle anderen führen am besten den Einzelnachweis.

Sie können sich Dienstgespräche nach Hause legen

Wenn Sie plötzlich Unwohlsein oder Fieber befallen oder Sie die Niederkunft mit einem Kind erwarten, müssen Sie krankheitsbedingt Ihren heutigen Dienst absagen. Vom heimischen Apparat aus. Das Telefonat mit dem Chef ist wie alle beruflichen Telefonate unter den Werbungskosten abzugsfähig. Sie sollten sich aber damit erst befassen, wenn Sie aus dem Kreissaal zurück sind.

Das Handy liegt als Arbeitsmittel auf der Hand

Wenn Sie als Wohnungsmakler, Werbekaufmann oder Mafiapate auf ein Handy angewiesen sind, wird es ein leichtes sein, das Gerät als Arbeitsmittel anerkannt zu bekommen. Die Billigausgabe bis 410 EUR (ohne Umsatzsteuer) können Sie dann nach § 6 Abs. 2 EStG bereits im Jahr der Anschaffung voll abschreiben. Sollten Sie hingegen größeren Komfort bevorzugen, wird der Betrag, wie bei jedem anderen Arbeitsmittel auch, über mehrere Veranlagungszeiträume verteilt.

Wenn grob überschlagen, rechnet der Fiskus mit Ihnen ab

Auch wenn Sie Ihre beruflichen Telefonkosten auf dem Wege der Schätzung geltend machen, können Sie diese absetzen. Nicht Pi mal Daumen, sondern nach pauschalen Richtsätzen, die Sie beachten sollten. So geht das Finanzamt bei Telefonkosten von 65 EUR monatlich von einer 20prozentigen beruflichen Nutzung Ihres Anschlusses aus. Bei Beträgen zwischen 65 und 115 EUR können Sie 23 EUR und 40 Prozent der Gebühren über 65 EUR veranschlagen. Darüber dann 33 EUR und alles, was über der 115-EUR-Grenze an Kosten anfällt. Dies nur zur Kenntnisnahme, damit Sie sich bei Ihrer Telefonabrechnung nicht verschätzen.

Wenn der Vermieter nicht von Ihnen lassen kann

Auch ein beruflich begründeter Umzug ist immer wie ein kleiner Tod. Vieles werden Sie zurücklassen müssen. Liebgewonnene Orte und liebe Menschen. Wie zum Beipiel Ihren Vermieter. Da sich dieser aber meist mit einer Kündigungsfrist gegen Ihren überstürzten Auszug gesichert hat, bleibt er zwar zunächst auf seiner Wohnung sitzen, Sie aber nicht auf den nun doppelt zu zahlenden Mietentgelten. Denn diese können Sie als Werbungskosten absetzen.

Junge Bäume kann man auch nicht immer verpflanzen

Für Kinder ist ein Umzug immer ein Einschnitt. Er bedeutet nicht nur, daß Fernseher und Kühlschrank an neuen Orten anzutreffen sind. Auch in der Schule kann es Probleme geben. Damit Ihr beruflicher Ortswechsel nicht nur Ihre Chancen steigert, sondern auch die Ihres Kindes nicht zerstört, kann der nötige Nachhilfeunterricht nach Abschn. 41 Abs. 2 LStR in einem Umfang von bis zu 1.349 EUR unter Werbungskosten veranschlagt werden.

Wenn Sie nicht nur einen Tapetenwechsel brauchen

Damit Sie sich in Ihrer neuen Zuflucht auch wohlfühlen und Sie nicht das Heimweh packt, können Sie auch notwendige Anschaffungen für die neue Heimstatt absetzen. Im Rahmen der Pauschalen des Bundesumzugskostengesetzes und natürlich nur, wenn der Umzug beruflich veranlaßt ist. Das Gesetz sieht die Absetzbarkeit von 75% der Kosten für die Anschaffung von Kochherden, Öfen und anderen Heizgeräten vor. Mit der Infrarotfernbedienung für die Doppelgarage wird´s also wieder nix.

Das Finanzamt fördert das lehrreiche Pils

Viele lernen am besten im Gespräch. Dies gilt auch für die berufliche Weiterbildung. Wenn Sie sich also mit den Teilnehmern Ihres Lehrgangs gelegentlich abends treffen, um das Gelernte nachzubereiten oder nächtelang zu diskutieren, sind alle entstehenden Mehrkosten steuerlich als Werbungskosten zu veranschlagen, von den Fahrtkosten bis zur Verpflegung.

Für das Finanzamt zählt die Suche, nicht der Erfolg

Die Jobsuche ist nicht nur ermüdend und nervenaufreibend. Sie ist auch immer häufiger erfolglos. Das soll Sie aber auch nach Meinung des Fiskus nicht entmutigen, es immer wieder zu versuchen. Die Aufwendungen für Ihre rührige Bewerbungstätigkeit können Sie daher als kleines Trostpflästerchen absetzen. Wenn Sie im betreffenden Veranlagungszeitraum keine Einnahmen hatten, geht dies auch durch Vor- und Rücktrag. Sie brauchen dazu nur beim Finanzamt einen gesonderten Antrag auf Veranlagung zu stellen. Denn auch der Fiskus weiß, wie dünn Arbeitsplätze heutzutage gesäht sind. Vor allem für Geisteswissenschaftler.

Beim Telefon ist manche Wahl gebührenfrei, aber teuer

Sich kurz zu fassen sollte man sich vor allem in Sachen Arbeit vornehmen. Schließlich hat man sich seinen Feierabend verdient. Nicht immer aber gelingt es, pünktlich Schluß zu machen. Nimmt man sich dann noch Arbeit in Form von Telefonaten mit Kunden, Kollegen oder dem Arbeitgeber mit nach Hause, fallen Gebühren an. Diese können Sie sich auf verschiedenen Wegen vom Finanzamt wiederholen. Zunächst natürlich über die amtlichen Tabellen, aber auch über den tatsächlichen Nachweis, einen Zweitanschluß oder die Telefonpauschale. Auch hier sollten Sie sich nicht verwählen.

Ihre Ausbildung sollten Sie sich verdienen

Sie lernen fürs Leben. Aber hoffentlich auch für Geld. Ist Ihre Ausbildung wesentlicher Teil eines Dienstverhältnisses, werden Ausbildungskosten von Sonderausgaben zu Werbungskosten. Und das bedeutet steuerlich bares Geld. Zum Beispiel für Referendare und Azubis.

Nur auf diese Weise geht promovieren über studieren

Auch wenn Sie nach Höherem Streben, sollten Sie sich in den Niederungen des Steuerrechts auskennen. Denn die Kosten zur Erlangung eines Doktortitels können mitunter unter den Werbungskosten angeführt werden, wenn die Promotion fester Bestandteil Ihres Arbeitsvertrages ist. Dann erhalten Sie nämlich nicht nur von Ihrem Arbeitgeber Geld und können so viel häufiger sehen, daß der volle Bauch nicht gern studiert.

Wenn Sie studieren, sollten Sie dies hauptberuflich tun

Die Praxisrelevanz der Lehre plagt nicht nur die Hochschule. Sie prägt auch das Steuerrecht. Sie können Ausgaben für Bildung immer nur in Verbindung mit einem bereits ausgeübten Beruf geltend machen. Ein Studium wird nur steuerlich gefördert, wenn es der direkten beruflichen Weiterbildung neben dem Job dient oder Teil eines Arbeitsverhältnisses ist. Informatiker oder Betriebswirte können so unter Umständen auf Steuervergünstigungen hoffen, während die Fächerkombination Sowi/Sport weitgehend leer ausgeht.

Wenn Sie mit Kollegen ins Hotel gehen, zahlt das Finanzamt

Fachtagungen sind nicht nur vielbeanspruchtem Hotelpersonal ein Greuel. Auch die Teilnehmer sind, auch wenn es nicht immer so wirkt, nicht zum Vergnügen da. Daher sind Aufwendungen für Messen, Tagungen und Kongresse aller Art für Sie in Ihrem jeweiligen Fachgebiet unbegrenzt absetzungsfähig. Ausschlaggebend ist die berufliche Veranlassung.

Wenn Sie zu Ihrem Arbeitgeber ziehen, kostet ihn das was

Denn schließlich ist es in seinem Interesse, daß Sie Ihre Koffer gepackt haben und mit Kind und Kegel in eine andere Stadt gezogen sind. Die Kosten für den Umzug von den Kartons bis zu den Packern können Sie sich daher steuerfrei von Ihrem Arbeitgeber ersetzen lassen. Und wenn Sie es vorziehen, an Ihrem angestammten Wohnort gemeldet zu bleiben, um am Beschäftigungsort ein kleines möbliertes Kabäuschen in irgendeinem Hinterhof zu unterhalten, können Sie auch für diese sogenannte doppelte Haushaltsführung sämtliche Mehraufwendungen der Firma aufbrummen. So kann sich also eine monatelange Montage, während der die Ehe und der Freundeskreis zerbrechen, zumindest finanziell lohnen.

Beruf und Privatleben gehen beim Handy Hand in Hand

In Sachen eines beruflich genutzten Handys sollten Sie dem Finanzamt gegenüber etwas in der Hand haben. Und zwar mehr als das Gerät. Denn das Finanzgericht München hat zum Beispiel entschieden, daß bei einem solchen Gerät die private Mitbenutzung auf 10 Prozent zu veranschlagen sei. Und der Wert dieser Nutzung würde dann Ihrem steuerpflichtigen Lohn und damit Ihrer Steuerschuld zugeschlagen. Lassen Sie sich also von Ihrem Arbeitgeber schriftlich bestätigen, daß Sie für die Firma ständig erreichbar sein müssen und keinen festen Arbeitsplatz haben, sondern dauernd unterwegs sind. So haben Sie ein Handy, und das Finanzamt hat gegen Sie nichts mehr in der Hand.

Lesen bildet, spart aber nur begrenzt Steuern

Ihren täglichen Lesebedarf können Sie stillen. Aber nur sehr begrenzt über das Finanzamt. Denn dort wird lediglich nachweisliche Fachliteratur anerkannt. Die Kosten für die private Lebensführung sind dagegen nach §12 EStG nie abzugsfähig.

Auch die Arbeitslosigkeit kennt Klassen

Den Segen für Ihre Ehe müssen Sie sich schon bei Ihren Eltern abholen. Die Absegnung der Richtigkeit Ihrer Steuerklassenwahl kennt jedoch auch noch eine andere Adresse: das Arbeitsamt. Denn auch das Arbeitslosengeld berechnet sich nach Leistungsgruppen, die sich an den Steuerklassen orientieren. Gerade wenn eine Arbeitslosigkeit absehbar ist, lohnt es sich also, sich beim Arbeitsamt zu informieren.

Wer viel arbeitet, muß auch viel essen - geschäftlich

Liebe geht durch den Magen. Die meisten Geschäftsbeziehungen sind aber auch ganz zentral von Essen und Trinken geprägt. Bewirtungskosten sind damit Betriebsausgaben, wenngleich das Finanzamt hier immer strengere Maßstäbe anlegt. Zum Beispiel ist es nicht besonders klug, die Geschäftsfreunde zu Hause zu bewirten. Denn dann bleiben Sie nicht nur auf einem Spülberg sitzen. Auch die Kosten für Speisen und Getränke sind dann nicht als Betriebsausgaben abzusetzen.

Lassen Sie sich vom Finanzamt in die Karten gucken

Wer bin ich? Diese Frage ist für die meisten Menschen bis zu ihrem Tode nicht bindend gelöst. Wo man aber wohnt und wie man telefonisch zu erreichen ist, kann meist schon leichter beantwortet werden. Ein Blick auf die Visitenkarte genügt. Und die hat heutzutage vom Studienanfänger bis zum Vorsitzenden des BDI wirklich jeder. Der Druck geschäftlicher Visitenkarten kann dabei im Rahmen der Werbungskosten mit in die Steuererklärung aufgenommen werden. Allerdings sollten Sie, wenn sich Ihr Finanzbeamter dafür interessiert, auch ein entsprechendes Exemplar vorzuweisen haben. Und nicht nur den Standard aus dem Automaten.

Unter der Geschäftsnummer klingelt zu Hause das Telefon

Die praktikablere und elegantere Lösung ist da der Zweitanschluß. Ihr Haushalt verfügt dann über zwei Anschlüsse, die separaten Interessen dienen. Bei Gesprächen sind Sie dann an einem Apparat privat, am anderen im Dienst. Steht der geschäftliche Anschluß in Ihrem Arbeitszimmer, können Sie die Kosten für diese Nummer bereits fest als Steuererstattung verbuchen. Der Zweitanschluß ist also praktisch wie eine Standleitung zum Finanzamt.

Extras beim Telefon bringen zwar Geld, kosten aber Zeit

Sie sind nicht irgendwer. Wenn Sie sich daher nicht mit den Telefonpauschalen begnügen wollen, müssen Sie etwas tun: den Einzelnachweis führen. Das heißt, Sie führen über einen repräsentativen Zeitraum genau über alle ankommenden und abgehenden Gespräche Buch. üblicherweise werden Sie dieses Spielchen für drei bis sechs Monate veranstalten müssen. Nur aufgrund dieser Aufzeichnungen nimmt dann das Finanzamt eine Aufteilung in private und berufliche Gespräche Ihres Anschlusses vor. Den beruflichen Anteil könnten Sie dann als Werbungskosten verbuchen. Die Zeit, die für dieses aufwendige Verfahren draufgeht, wird Ihnen allerdings niemand zurückgeben können.

Wenn Sie bei Ihrem Chef einziehen, sparen Sie Geld

Denn auch der Umzug in eine Dienstwohnung ist abzugsfähig. Vorausgesetzt, Sie müssen ständig auf Abruf bereit sein und der Ortswechsel ist daher berufsbedingt. Ein Tip also, der sich besonders für Chauffeure und Zofen rechnet.

Segelfliegen ist steuerlich gesehen eine Bauchlandung

Fallen Sie jetzt nicht aus allen Wolken, aber Aufwendungen, die Ihnen beim Erwerb eines Selgelflugscheins entstanden sind, werden immer als privat veranlaßt behandelt. Auch als Flugkapitän einer Charterlinie werden Sie sie nicht unter den Werbungskosten anführen können. Selbst wenn Sie angesichts der Verarbeitung heutiger Flugzeugmotoren vielleicht eines Tages das Erlernte beruflich anwenden müssen.

Sie müssen einen Job finden und dann auch die Firma

Bei Fahrten zum Vorstellungstermin gibt es zwei Möglichkeiten, die Fahrtkosten zu veranschlagen. Entweder pauschal über die 0,30 EUR pro gefahrenem Kilometer oder ganz genau über den Einzelnachweis der tatsächlichen Kosten. Dabei ist es gleich, ob Sie die Fahrtroute bereits seit Monaten ausgetüftelt und auf die Zehntelsekunde genau gestoppt haben oder sich nach Strich und Faden verfranzen. Als Fahrtkosten zählt alles, inklusive aller Umwege durch Baustellen, Vollsperrung oder Konkurs. In jedem Fall sollten Sie sich aber nach der Rückkehr zu Ihrer Wohnung die gefahrenen Kilometer auf dem Einladungsschreiben der Firma notieren. Denn nur so sind Sie sicher, daß Sie sich bei der Erstellung Ihrer Einkommensteuererklärung an die Odyssee erinnern.

Auf Ihren Fahrten sollten Sie nicht nur Erfahrung sammeln

Die tatsächlichen Fahrtkosten geltend zu machen lohnt sich immer dann, wenn diese deutlich über der Pauschale liegen; wenn Sie zum Beispiel per Bahn, Taxi, Flugzeug oder Raumfähre zu Ihrem Bewerbungsgespräch angereist sind. Als Nachweis fügen Sie dann einfach die entsprechenden Belege Ihrer Steuererklärung bei. Allerdings sollten Sie sich als passionierter Bahnreisender nicht dabei erwischen lassen, Kosten ungerechtfertigt über die PKW-Pauschale abzurechnen. Denn statt erhöhter Werbungskosten müssen Sie dann mit einem Steuerstrafverfahren rechnen.

Wer einmal lügt, dem glaubt auch das Finanzamt nicht

Das Finanzamt beweist zwar nicht immer gesunden Menschenverstand, dennoch ist ihm nichts Menschliches fremd. Gerade beim Thema Bewerbungen. Denn viele der Sachbearbeiter sind jung und erinnern sich nur allzu gut an ihre eigene Bewerbungsphase. Viele wissen auch, daß große Firmen und Behörden bei Vorstellungsterminen Fahrtkostenzuschüsse gewähren. Sie sollten daher Erstattungen dieser Art nicht unterschlagen, sondern als Glaubwürdigkeitsbonus nutzen. Denn wenn Sie das Geld angeben, wird man Sie für einen ehrlichen Steuerzahler halten und andere Angaben vielleicht weniger streng beurteilen. Ein Umstand also, mit dem Sie arbeiten sollten.

Ein Unfall ist Ihr Schaden nicht. Sondern der des Staates

Während eines Bewerbungsgespräches kann viel passieren. Auf der Fahrt dahin aber auch. Zum Glück sind Sie für alle Unwägbarkeiten steuerlich abgesichert, auch im Falle eines Unfalls. Denn Schadenersatzleistungen, für Schäden, die auf dem Hin- oder Rückweg entstanden sind, können als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden, auch wenn die Versicherung sich weigert zu bezahlen. Die Reparaturkosten, die außergewöhnliche Absetzung für Abnutzung, die Rechtsanwaltskosten, die Gerichts-, Gutachter-, Arzt- und Krankheitskosten, die Aufwendungen für den Leihwagen, selbst die durch den Unfall anfallenden Telefonate zählen hierzu. Und nur die gegebenenfalls erhaltenen Erstattungen von Versicherungen sind dann wieder von dieser Summe abzuziehen. Der Staat bemüht sich also redlich, den Schaden zu mildern.

Was Sie bei Bewerbungen anziehen, ist Ihre Sache

Ihnen ist es vielleicht egal, wie Sie herumlaufen. Dem Personalchef, der Sie einstellen soll, aber nicht. Er wird auf korrektes Auftreten und ordentliche Kleidung achten. Wenn es Ihnen also nicht gleich ist, ob Sie den Job bekommen, sollten Sie sich für das Bewerbungsgespräch von Ihrer ausgebeulten Jeans und dem fleckigen T-Shirt trennen und etwas Anständiges kaufen. Sie können allerdings nicht damit rechnen, daß sich das Finanzamt an den Kosten beteiligen wird. Denn Kleidung ist immer Teil der persönlichen Lebensführung und steuerlich nicht zu veranschlagen. Selbst wenn es sich, wie in ihrem Fall, mehr um eine Verkleidung handelt. Wenigstens der Fiskus nimmt Sie also so, wie Sie sind.

Wenn Ihnen etwas gestohlen wird, ist noch nichts verloren

Sie haben den Job und damit die Chance Ihres Lebens bekommen. Aber hat man Ihnen auf der Reise zum Vorstellungsgespräch nicht vielleicht auch etwas gestohlen: das Reisegepäck, den Anzug oder das Schnuffelkissen, ohne das Sie am Abend vor dem Vorstellungstermin nicht hätten schlafen können? Dann sollten Sie sich all das wiederholen. Nicht vom Dieb, sondern vom Finanzamt. Denn alle Verluste, die Ihnen auf einer Bewerbungsreise entstehen, können Sie unter Werbungskosten verbuchen. Und zwar in Höhe des Buchwertes zum Zeitpunkt des Diebstahls. Ein Beispiel: Bei einem Aktenkoffer, der 1000 EUR gekostet hat, wird eine Nutzungsdauer von vier Jahren unterstellt. Das heißt, 250 EUR setzt man Jahr für Jahr von der Steuer ab. Wird dieser Koffer nun bereits nach einem Jahr gestohlen, verbleiben 750 EUR, die sie ganz einfach weiter abschreiben können. Die Nennwerte für Schnuffelkissen liegen natürlich entsprechend niedriger. Und diese Rechnung behält auch für Gegenstände, die bisher steuerlich nicht veranschlagt wurden, ihre Gültigkeit. Bei ihnen wird eine fiktive Nutzungsdauer zugrundegelegt, auf diese Weise der Restwert zum Zeitpunkt des Diebstahls ermittelt und dieser dann im Rahmen der Werbungskosten als Verlust vermerkt. Um mit Heribert Faßbender zu sprechen: So einfach geht das.

Nicht nur Ihr Lebenslauf sollte übersichtlich sein

Sie sollten bei Ihrer Bewerbung nie den Mut verlieren. Bei den entstandenen Kosten darf aber auch das Finanzamt eines nicht verlieren: den überblick. Daher sollten Sie streng darauf achten, daß auf den entsprechenden Quittungen wirklich nur die für die Bewerbung benötigten Artikel vermerkt sind. Denn Fahrtkosten zum Geschäft können nur dann geltend gemacht werden, wenn der Bon nur Briefpapier, Umschläge oder ähnliches beinhaltet und sich nicht wie Ihr Wocheneinkaufszettel liest. Und übrigens: Auch Deo, Duschgel oder Dessous gehören, selbst wenn Sie Ihnen zu der Stelle verhelfen, nicht zu den abzugsfähigen Posten.

Journalist

Gaststätten- bzw. Lokalrechnungen eines Journalisten, die anläßlich eines Informations- oder Hintergrundgesprächs entstanden, müssen nicht die Namen der bewirteten Personen enthalten. Die steuerliche Abzugsfähigkeit bleibt auch ohne Namensnennung erhalten. Dadurch soll das besondere Vertrauensverhältnis des Journalisten zu seinem Informanten gewahrt bleiben. (Hess. Finanzgerichts: Az: 2 K 2399/94, Revision Bundesfinanzhof - BFH: IV R 81/96).

Fortbildungskosten

Sie treffen sich z.B. mit früheren Arbeitskollegen zu einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch? Oder haben Sie noch Kontakt zu Studienkollegen, mit denen Sie regelmäßig über die neuesten Entwicklungen in Theorie und Praxis palavern? Wenn ja, so handelt es sich bei Ihren Treffen um eine Arbeitsgemeinschaft, die Ihrer beruflichen Fortbildung dient.

Als Arbeitnehmer können Sie daher die entstandenen Fahrtkosten (für Pkw 0,30 EUR pro gefahrenen Kilometer) und Verpflegungsmehraufwendungen nach den Grundsätzen der Dienstreisen ansetzen.

Angenommen, Sie treffen sich viermal im Jahr abwechselnd mit mehreren Kollegen und fahren im Duchschnitt 250 KM pro Strecke. Das macht: 4 x 250 x 2 x 0,30 EUR = 600 EUR zzgl. Verpflegungsmehraufwand.

Das Finanzamt bringt Sie zu Ihrem Vorstellungstermin

Es ist wichtig, auf ein Bewerbungsgespräch genauestens vorbereitet zu sein. Durch ein knallhartes Bewerbungstraining, psychologische Schulung, geputzte Schuhe und Insiderkenntnisse der Firma. Letztere sind häufig nur durch eine Besichtigung vor Ort zu erlangen. Die Fahrtkosten, die Mehraufwendungen für Verpflegung, die Kosten für die Unterkunft und die Nebenkosten, die Ihnen durch die Recherche oder die Reise zu einem Vorstellungstermin entstehen, können Sie dem Finanzamt als Werbungskosten in Rechnung stellen. Inklusive möglicher Unfallkosten. Und so können Sie sich ganz auf den Vorstellungstermin konzentrieren.

Fortbildung eines Arbeitslosen, 96/2/0482 Einkommensteuer / Lohnsteuer

Aufwendungen eines arbeitslosen Steuerpflichtigen für seine berufliche Fortbildung stehen dann mit den angestrebten Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit in seinem hinreichend klaren Zusammenhang und sind als vorab entstandene Werbungskosten i.S. des § 9 Abs. 1 EStG und nicht etwa in beschränktem Umfang als Sonderausgaben i.S. des § 10 Abs. 1 Nr. 7 Satz 1, 2. Alternative EStG abziehbar, wenn feststeht, daß der Steuerpflichtige eine Anstellung anstrebt und dem Arbeitsmarkt - ggf. erst nach Abschluß einer konkreten Weiterbildungsmaßnahme - tatsächlich uneingeschränkt zur Verfügung steht.

EStG § 9 Abs. 1, § 10 Abs. 1 Nr. 7, Urteil vom 18.4.1996 VI R 5/95, Vorinstanz: Niedersächsisches FG

Das Finanzamt möchte wissen, warum Sie Vokabeln pauken

In vielen Berufen werden Sprachkenntnisse immer wichtiger. Doch Sprachkurse sind auch nicht gerade billig. Wenn Sie möchten, daß sich das Finanzamt an den Kosten beteiligt, müssen Sie von vornherein dafür sorgen, daß die erworbenen Kenntnisse nicht nur der Allgemeinbildung dienen, sondern direkt berufsbezogen sind. Sind Sie nicht gerade Dolmetscher, gilt die Faustregel: je spezieller der Kurs, desto größer die Chance der Abzugsfähigkeit. Spanisch für Juristen ist also in jedem Falle leichter plausibel zu machen als Englisch für Anfänger. Sie sollten sich dabei aber nicht zu Fantasiekonstrukten versteigen. Bei Gällisch für Linkshänder wird auch der gutmütigste Finanzbeamte stutzig.

Sie haben ein Handy, aber hoffentlich auch ein Privatleben

Wiederum gilt es, Beruf und Privatleben strikt zu trennen. Das Handy sollte ausschließlich beruflichen Belangen dienen. Private Gespräche sollten dagegen vornehmlich über den heimischen Anschluß geführt werden. Denn nur wenn die berufliche Nutzung Ihres Mobiltelefons zu 90 % und mehr gegeben ist, werden die Kosten und Gebühren in vollem Umfang berücksichtigt. Daneben ist auch der Imagefaktor zu berücksichtigen. Denn es wirkt natürlich in Cafés und auf öffentlichen Plätzen auch ganz anders, wenn ein multinationales Firmenkonsortium Sie über das Funktelefon kontaktiert und nicht nur ein Freund.

Unfallkosten

Hat ein Steuerpflichtiger auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle mit dem eigenen PKW einen Unfall, so kann er den enstandenen Schaden im Rahmen der Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen.

übersteigen seine übrigen Werbungskosten bereits den Werbungskosten-Pauschbetrag von 920 EUR, so beteiligt er den Fiscus voll an seinem Schaden. Aber Achtung:

Der Schaden kann nur für das Veranlagungsjahr geltend gemacht werden, in dem der Schaden eintrat. Eine Geltendmachung in späteren Veranlagungsjahren ist nicht möglich!

In dem konkreten Fall hatte der Geschädigte zunächst den Unfallgegner auf Schadenersatz verklagt. Als das Urteil nach über einem Jahr den Kläger verpflichtete, den Schaden selbst zu tragen, setzte dieser den Schaden als Werbungskosten an. Die Düsseldorfer Richter entschieden (AZ VI R 27/97), daß dies zu spät sei und die Werbungskosten trotz des laufenden Verfahrens sofort hätten angesetzt werden müssen. Die Nichtanerkennung der Aufwendungen durch das Finanzamt sei daher rechtens.

Wenn man Ihnen Dinge Ihres Arbeitgebers genommen hat

Auf das, was man Ihnen auf die Dienstreise mitgibt, sollten Sie besonders achten. Auf das, was Sie selbst noch mitnehmen, auch. Wenn aber trotzdem etwas wegkommt, soll das Ihr Schaden nicht sein. Denn bei Gegenständen, die für die Durchführung der Reise notwendig waren, übernimmt das Finanzamt die Verluste. Egal, ob es sich um Firmen- oder Privateigentum handelte. Sollten Sie also nach Ihrer Rückkehr die Ihnen anvertraute Tasche oder den Dienstwagen vermissen, ist letztendlich alles nur halb so schlimm (vgl. BFH vom 30.06.95 VI R 26/95).

Reisekostenvorschüsse sind fast wie Reisechecks

Am Ende einer Reise läßt man immer vieles zurück. Einen liebgewonnenen Ort, neue Freunde oder Bargeld und Wertsachen. Wird Ihnen Geld oder der Fotoapparat gestohlen, können Sie die Verluste nicht über die Werbungskosten wieder hereinholen. Egal, ob es sich nun um einen Urlaub oder eine Dienstreise handelt. Nur eine Ausnahme wird gewährt: Denn nach Auffassung von Ludwig Schmidt (12. Auflage 1993, Anmerkung zu § 9 EStG Tz. 2k, S. 791) kann der Verlust eines vom Arbeitgeber gewährten zweckbestimmten Geldes sehr wohl unter den Werbungskosten verbucht werden. Gemeint sind damit zum Beispiel Reisekostenvorschüsse für eine Dienstreise. Unterschlagungen in Millionenhöhe, die Sie eigentlich am Zuckerhut verprassen wollten, aber definitiv nicht.

Bei manchen Dias hält man Ihnen keine langen Vorträge

Halten Sie nebenberuflich Vorträge über ferne Länder, können Sie Dias, die Sie zur Untermalung Ihrer Ausführungen haben fertigen lassen, im Rahmen der Betriebsausgaben absetzen. Voraussetzung ist allerdings, daß Sie die Bilder dauerhaft für Vorträge nutzen. Und diese Vorträge sollten dann schon eher Ihre Fahrradtour durch Nepal als nur die Entwicklung Ihrer Kinder dokumentieren.

Auf Reisen kann man etwas lernen, aber nicht für den Unterricht

Wenn bereits alle Freunde und Bekannten Ihre Urlaubsfotos gesehen haben, bleibt Ihnen noch eine Möglichkeit. Vorausgesetzt, Sie sind Lehrer, am besten noch für Geographie. Denn dann ist Ihnen eine ganze Klasse wißbegieriger Jugendlicher hilflos ausgeliefert. Allerdings sollten Sie nicht hoffen, die Kosten für die Filme, die Entwicklung etc. über den Beruf dem Finanzamt aufbrummen zu können. Denn anhand des Falles eines Gymnasiallehrers hat der Bundesfinanzhof ein für allemal entschieden, daß Fotos, die Lehrer Ihren Schülern unterbreiten, immer als persönliche Erinnerungsstücke zu werten sind. Auch wenn es sich um eine steuerlich anerkannte Studienreise handelt.

Studium "Master of Business Administration", 96/2/0452 Einkommensteuer

Aufwendungen für ein Studium mit dem Abschluß "Master of Business Administration" (MBA) können zu den als Werbungskosten abziehbaren Fortbildungskosten zählen.

EStG § 9 Abs. 1, § 10 Abs. 1 Nr. 7, Urteil vom 19.4.1996 VI R 24/95, Vorinstanz: Hessisches FG

Studium zum Tonmeister, 96/2/0449 Einkommensteuer

Aufwendungen für ein Studium zum Tonmeister nach einem vorhergehenden Studium der Musiktheorie können als vorab enstandene Werbungskosten abziehbar sein.

EStG § 9 Abs. 1, § 10 Abs. 1 Nr. 7, Urteil vom 18.4.1996 VI R 89/93, Vorinstanz: FG Hamburg (EFG 1994, 27)

Unfallversicherung und Werbungskosten

Beiträge zu einer privaten Unfallversicherung können als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Da die Höchstbeträge in den meisten Steuerfällen jedoch durch andere Sonderausgaben schon ausgeschöpft sind, haben Unfallversicherungsbeiträge aber meist keine steuerliche Wirkung mehr.

Ein neuer Erlaß aus dem Hause des Bundesfinanzministers vom 18.02.1997 (Az: IV B6 - S 2332 - 17/97, BStBl 1997 I, 278) eröffnet nun speziell Arbeitnehmern steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Kurzgefaßt: "UV-Beiträge, die der Arbeitnehmer zahlt und die das Risiko von Berufs- und Freizeitunfällen abdecken, sind teilweise Sonderausgaben und teilweise Werbungskosten. Eine Aufteilung der Beiträge nach den Angaben der Gesellschaft ist möglich.

Sofern die Angaben fehlen, kann der Gesamtbetrag zu je 50 % aufgeteilt werden." Da gerade Arbeitnehmer infolge der hohen Sozialabgaben keine "Luft" mehr bei den Sonderausgaben haben, ist der hälftige Abzug bei den Werbungskosten bares Geld.

So bringt Sie das Belegesammeln nicht ins Grab

Als Arbeitnehmer kann Sie niemand zwingen, Ihre Unterlagen und Belege zu verwahren, um Ansprüche gegenüber dem Finanzamt geltend zu machen. Lediglich glaubwürdig sollten Ihre Angaben sein. Und die Bereitschaft, Ihnen zu glauben, steigt, je detaillierter Sie Ihre Angaben machen. Einzelaufstellungen, Angaben in früheren Steuererklärungen oder Feststellungen aus vorhergehenden Jahren können da sehr überzeugend wirken. Unternehmer müssen hingegen in jedem Falle die Abrechnungen wie ihren Augapfel hüten.

Wenn Ihnen etwas gestohlen wird, ist das eine Frage des Alters

Was Ihnen auf einer Dienstreise abhanden kommt, bekommen Sie ersetzt. Maßgeblich ist dabei der noch anzusetzende Restwert. Wird Ihnen zum Beispiel ein zwei Jahre alter Laptop gestohlen, dessen Nutzungsdauer mit drei Jahren veranschlagt wurde, können Sie noch ein Drittel des Neupreises als Werbungskosten veranschlagen. Für ein fünfzehn Jahre altes Auto dürften Sie hingegen wohl nichts mehr bekommen. Aber wer würde das auch schon stehlen.

Wann belegt ein Beleg, was er belegen soll?

Was macht eine Rechnung oder Quittung aus? Für das Finanzamt vornehmlich die Vollständigkeit der Angaben. Der Kaufpreis, das Datum, der Aussteller des Beleges und der erworbene Gegenstand müssen aus der Rechnung zweifelsfrei hervorgehen. Dabei sollten Sie darauf drängen, daß man Ihnen beim Kauf das angeschaffte Arbeitsmittel möglichst präzise auflistet. Mit Allgemeinplätzen wie Bürobedarf oder Mineralienreich sollten Sie sich nicht zufrieden geben.

Meisterlehrgang, 96/2/0529 Einkommensteuer / Lohnsteuer

Die Aufwendungen für einen Meisterlehrgang können auch dann vorab entstandene Werbungskosten bezüglich der späteren nichtselbstständigen Berufstätigkeit als Meister sein, wenn der Steuerpflichtige vor Lehrgangsbeginn vorübergehend in einem anderen als dem erlernten Beruf tätig und nach Abschluß des Lehrgangs kurzfristig arbeitslos gewesen ist.

EStG 1990 § 9 Abs. 1, § 10 Abs. 1 Nr. 7, Urteil vom 18.4.1996 VI R 75/95, Vorinstanz: Niedersächsisches FG (EFG 1995, 617)

Unfallschaden als Werbungskosten, 96/2/0375a Einkommensteuer / Lohnsteuer

Aufwendungen für die Beseitigung eines Unfallschadens an einem PKW sind keine Werbungskosten, wenn sich der Unfall auf einer Umwegfahrt der berufstätigen Mutter eines Kleinkindes zum Hort unmittelbar vor Arbeitsbeginn ereignet hat.

EStG § 9 Abs. 1, § 12 Nr. 1, Urteil vom 13.3.1996 VI R 94/95, Vorinstanz: FG Berlin (EFG 1995, 663).

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