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Sparerfreibetrag und Werbungskosten Kapitalvermögen

Aktionäre sollten in geordneten Verhältnissen leben
Werbungskosten bei Kapitaleinkünften
Auch wenn Ihr Kapital Geld ist, entstehen Ihnen Kosten
Mit Stückzinsen Steuern sparen!

Aktionäre sollten in geordneten Verhältnissen leben

Der sogenannte "Sparerfreibetrag" wird nicht nur dem Kleinsparer gewährt. Das heißt, er gilt nicht nur für die Zinsen von Mutters sauer erspartem Sparguthaben, sondern für Einnahmen aus Kapitalvermögen jedweder Art. Welche Kapitalanlage Sie auch immer gewählt haben, bis zu 1.421 EUR können Sie an Erträgen steuerfrei pro Kalenderjahr einstreichen. Und wenn Sie verheiratet und gemeinsam veranlagt sind, verdoppelt sich dieser Betrag sogar. Selbst wenn nur einer der Ehegatten wirkliche Kapitalerträge hat. Und wenn einer der Ehegatten seinen Teil des Freibetrages nicht voll nutzen kann, wird er dem anderen angerechnet. Aktionäre sollten also im Standesamt fusionieren.

Werbungskosten bei Kapitaleinkünften

Falls Ihnen mehr als 51 EUR Werbungskosten im Zusammenhang mit der Erzielung von Einnahmen aus Kapitalvermögen entstehen, sollten Sie diese hier eintragen. Dazu zählen: Depotkosten, Fahrten zur Bank, Telefonate, Fahrten zu Aktionärsversammlungen, Fachzeitschriften, etc. Diese Kosten können Sie ebenfalls durch eine Einzelaufstellung nachweisen.

Auch wenn Ihr Kapital Geld ist, entstehen Ihnen Kosten

Wenn Ihr Geld für Sie arbeitet, werden sich Ihre Werbungskosten in Grenzen halten. Wenn Sie bei Einkünften aus Kapitalvermögen aber dennoch höhere Werbungskosten als die pauschalen 51 EUR (oder 102 EUR bei einem zusammenveranlagten Ehepaar) hatten, sollten Sie sie in den Zeilen 26 bis 29 der ersten Seite der Anlage KSO vermerken. Von den Depotkosten, den Fahrten zur Bank und zu Aktionärsversammlungen über die Telephonate bis zu Fachzeitschriften, alles ist hier von der Steuer abzusetzen. Und so macht Geld allein dann vielleicht nicht glücklich, aber doch noch ein bißchen reicher.

Mit Stückzinsen Steuern sparen!

Stückzinsen sind die anteiligen Zinsen festverzinslicher Wertpapiere, die auf die Zeit nach dem letzten Zinstermin entfallen. Für den Käufer sind diese Zinsen negative Einnahmen (keine Werbungskosten!), während sie für den Verkäufer Einnahmen aus Kapitalvermögen darstellen.

Da die negativen Einnahmen mit den positiven Einnahmen verrechnet werden, ergibt sich ein interessanter Gestaltungsspielraum. Können Sie z.B. im Dezember eines Jahres absehen, daß Ihre Einkünfte aus Kapitalvermögen über dem Sparerfreibetrag (1.370 EUR / 2.740 EUR bei Ehepaaren) liegen, so können Sie durch den gezielten Kauf von festverzinslichen Papieren mit Stückzinsen die Einkünfte auf das Niveau des Sparerfreibetrags senken.

Im Folgejahr stellen diese Stückzinsen aber zu versteuernde Zinseinnahmen dar. Die zeitliche Verlagerung ist daher nur dann sinnvoll, wenn absehbar ist, daß der zukünftige Sparerfreibetrag nicht ausgeschöpft wird.

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