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Gebäudeabschreibung

Steuerlich sollten Sie nicht aufs Weihnachtsgeschäft setzen
Der Hausbesitzer mag sterben, seine Abschreibungen nicht
Ihr Garten ist nicht immer ein Steuerparadies
Erhöhte Absetzungen von Herstellungskosten bei Baudenkmälern, 96/2/0645 Einkommensteuer
Erst die Arbeit und dann in den Pool
Den Folgekosten folgen weitere Steuererleichterungen
Häuser Marke Eigenbau sind steuerlich nicht begünstigt

Steuerlich sollten Sie nicht aufs Weihnachtsgeschäft setzen

Bei der AfA handelt es sich nicht um revolutionäre Zellen, sondern um die sogenannte Absetzung für Abnutzung. Der jährliche Höchstbetrag ist die Umrechnung des Kaufpreises eines Wirtschaftsgutes auf die vom Fiskus gemutmaßte Nutzungsdauer des Gegenstandes. Und dieser Betrag müßte eigentlich auf die zwischen der Anschaffung und dem Ende des Jahres verbleibenden Monate umgerechnet werden. Um sich jedoch vor komplizierten Einzelfallberechnungen zu schützen, hat der Fiskus ein simples Schema entwickelt. Von Immobilien abgesehen kann für Neuanschaffungen der ersten sechs Monate eines Jahres der volle AfA-Betrag für den Anschaffungszeitraum veranschlagt werden, für alle anderen die Hälfte. Größere Investitionen von der Telefonanlage bis zum Firmenjet sollten also zu Beginn des Geschäftsjahres getätigt werden. Denn das schönt auch die Frühjahrsprognosen der Sieben Weisen.

Der Hausbesitzer mag sterben, seine Abschreibungen nicht

Gleiches gilt für den Fall, daß Erben nach dem 31.12.1986 infolge des Todes eines Gönners in den Besitz eines Hauses gekommen sind und selbst eine der Wohnungen beziehen. Automatisch wird über sie dann die Steuerfreiheit des eigengenutzten Wohnraums verhängt. Auch für sie ist das Geld, das der reiche Erbonkel in aufwendige Heizungsanlagen und Warmwasserboiler investiert und dann sukzessive geltend gemacht hatte, im wahrsten Sinne des Wortes nicht völlig abgeschrieben. Denn für den Rest des Begünstigungszeitraums können die noch ausstehenden Beträge zumindest als Sonderausgaben aufgeführt werden.

Ihr Garten ist nicht immer ein Steuerparadies

Auch bei der Beurteilung der Grünflächen Ihres Grundstücks wird mit verschiedenen Maßstäben gemessen. Die Kosten Ihres persönlichen Kleingartens, auf dem ein eifersüchtiger Mischlingsrüde alle anderen Mieter verbellt, sind nicht absetzungsfähig. Anders sieht es mit Grünanlagen und Vorgärten aus, die die Bewohner Ihres Hauses mitbenutzen dürfen. Hier können die Kosten für das Anpflanzen von Hecken, Büschen und Bäumen gleichmäßig verteilt über die Jahre abgesetzt werden, während die tagtägliche Pflege unter Werbungskosten zu verzeichnen ist. Die normale Nutzungsdauer eines Gartens wird mit etwa 10 Jahren veranschlagt. Wenn nicht vorher eine neue Autobahn die Idylle stört.

Erhöhte Absetzungen von Herstellungskosten bei Baudenkmälern, 96/2/0645 Einkommensteuer

Die erhöhten Absetzungen von Herstellungskosten bei Baudenkmälern gemäß § 82i EStDV kann der Steuerpflichtige auch im Jahre der Veräußerung des Baudenkmals mit dem vollen Jahresbetrag von bis zu 10% in Anspruch nehmen.

EStG § 7 Abs. 4, § 7i; EStDV § 82i, Urteil vom 18.6.1996 IX R 40/95, Vorinstanz: FG Münster (EFG 1995, 305)

Erst die Arbeit und dann in den Pool

Der Wert Ihres Hauses bemißt sich nach Anlage, Größe und vor allem Ausstattung, die Absetzung für Abnutzung (AfA) ebenfalls. Die Bemessungsgrundlage für das, was Sie Jahr für Jahr geltend machen können, wird zu einem guten Teil von der Summe aller Einrichtungen, die bei Fertigstellung oder Kauf des Gebäudes vorhanden waren, gebildet. Sie wird, wie der Bundesfinanzhof kürzlich feststellte, zum Beispiel durch ein Schwimmbad deutlich erhöht. Eine erhöhte Ausstattung senkt also die Steuerlast. Und das nicht nur bei der AfA des Gebäudes, sondern auch bei der Abschreibung des Arbeitszimmers. Denn die Kosten für Wintergarten, Whirlpool und Bidet müssen anteilig auch in diese Rechnung mit eingehen.

Den Folgekosten folgen weitere Steuererleichterungen

Wohneigentum zu schaffen, ist nicht nur ein Grundbedürfnis des Menschen. Es ist auch steuerlich begünstigt. Denn nicht allein die Bau- oder Anschaffungskosten sind für Sie acht Jahre nach § 10e EStG (für den Hausbau ab 1996 nach dem Eigenheimzulagegesetz) steuermindernd. Bei vor dem Jahr 1996 gebauten Häusern können Sie sich auch die nachträglichen Herstellungskosten (Höchstgrenzen: siehe nächster Tip) veranschlagen lassen, die sich innnerhalb dieses Zeitraums ergeben. Das heißt, Sie werden in den ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungsbetrag bis zu den Bemessungshöchstgrenzen eingerechnet. Die abzusetzende Summe erhöht sich also rückwirkend beträchtlich. Und das sorgt dafür, daß das Grundbedürfnis nicht in einen Alptraum mündet.

Häuser Marke Eigenbau sind steuerlich nicht begünstigt

Keiner kann Ihnen die Mühe, die Nerven und den Schweiß bezahlen, den Sie in Ihr Bauvorhaben gesteckt haben. Das will aber auch keiner, denn das Finanzamt sagt klipp und klar, daß die eigene Arbeitsleistung nicht zur Bemessungsgrundlage des Gebäudes gehört. Man stellt sich auf den Standpunkt, daß für Sie selbst kein wirtschaftlicher Vermögensabfluß stattfindet. Eigenen Arbeitslohn abzurechnen ist also unzulässig. Sie sollten also in dieser Hinsicht nicht auf das Finanzamt bauen.

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