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Eigengenutzte Wohnung

Gemeinsamen Besitz kann jeder für sich absetzen
Mit der vorweggenommen Erbfolge wird Ihnen nichts geschenkt
Manchmal erweisen sich Baulöwen einen Bärendienst
Erst der Einzug macht ein Haus fertig
Für die Eigenheimzulage muß man kein Kunsthistoriker sein
Das Arbeitszimmer ist manchmal ein windiger Bau
Das, was Sie hier hält, ist sicher nicht die Wohnraumförderung
Sie leben zusammen. Aber arbeiten Sie auch zusammen?
Auch die Wohneigentumsförderung kennt Todsünden
Ausbau eines ehemaligen Getreidespeichers, 96/2/0514 Einkommensteuer
Eigenheimzulage im Jahr der Fertigstellung
Heiraten Sie am besten eine Eigenheimzulage
Ist der größte Mangel Ihres Hauses eine zu geringe Zulage?
Wer schwarz baut, wird sich noch schwarzärgern
Ihre Kinder fangen gleich nach der Geburt an zu bauen
Leiden Hausbesitzer unter den Wechseljahren?
Wenn Sie gehen, bleibt ein Teil von Ihnen da: Die Bauförderung
Die Eigenheimzulage: Jeder will sie, aber wer bekommt sie?
Ihr guter Vorsatz: Die Eigenheimzulage auch für das alte Jahr
Ihre Eigenheimzulage kann auch in der Familie bleiben
Anbau eines "Carports", 96/20360 Einkommensteuer
Unentgeltlich erworbenen Wohnung, 96/2/0356 Einkommensteuer
übertragung von Eigentumswohnungen, 96/2/0158 Einkommesteuer / Abgabenordnung
Jetzt gibt´s Geld: Die neue Eigenheimzulage ab 1996
Inanspruchnahme § 10e EStG, 96/2/0603 Einkommensteuer
Wohnraumförderung ist fast einmalig
Auch die Kinderzulage ist nicht von schlechten Eltern
Ausbauten sind ab 1997 nicht unbedingt lohnende Objekte
Selbstg. Wohneigentum - Datum Anschaffung, Herstellung
Grundstücke gibt es steuerlich gesehen fast für geschenkt
Bei Schwarzarbeit legt Ihnen das Finanzamt das Handwerk
Die Eigenheimzulage sorgt dafür, daß Sie Land sehen
Beim Richtfest gibt es was zu feiern: Steuererleichterungen
Ab 25,26 Prozent ist der 10e schon noch mehrheitsfähig
Jetzt gibt´s Geld II: "Eigenheimzulage plus"
Beim Hausbau geht das Finanzamt für Sie Bier holen
Sie bauen im Osten und verdienen im Westen
Noch aus dem Jenseits können Sie Geld bewegen
So geraten Sie bei den Vorkosten nicht ins Hintertreffen
Von einigen von Ihnen müssen wir uns jetzt verabschieden
Schwimmbad im Einfamilienhaus, 96/2/0362 Einkommensteuer
Nichteheliche Lebensgemeinschaft
Bei der Eigenheimzulage hat schon mancher auf Sand gebaut
Erweiterung selbstgenutzter Wohnung, 96/2/0352 Einkommensteuer
Die Eigenheimzulage ist Trennungsgrund
Jetzt gibt´s Geld III: "Eigenheimzulage plus plus"

Gemeinsamen Besitz kann jeder für sich absetzen

Es existieren also bei Erwerb oder Bau von Immobilien Möglichkeiten, Steuern zu sparen. Bei Eigennutzung mit dem § 10e EStG bzw. durch das Eigenheimzulagegesetz und für alle anderen die Veranschlagung über die "Absetzung für Abnutzung" entsprechend der Anlage V, Zeile 47 bis 54. Bei Eigentümergemeinschaften werden die Motive der Beteiligten sehr unterschiedlich sein. Daher darf nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes jeder Miteigentümer seine Abschreibungsmöglichkeiten selbst bestimmen. Noch wehren sich die Finanzämter gegen dieses Urteil, doch bleiben Sie hart, die Seite 704 des Bundessteuerblattes Band 74 II steht hinter Ihnen. Zusammenveranlagte Ehepartner müssen allerdings ihr Wahlrecht gemeinsam ausüben.

Mit der vorweggenommen Erbfolge wird Ihnen nichts geschenkt

Mit der vorweggenommen Erbfolge können Sie Erbschafts- und Schenkungssteuer sparen. Sparen Sie sich dann aber auch gleich den Antrag für die Eigenheimzulage. Denn die sogenannte unentgeltliche Einzelrechtsnachfolge geht in diesem Falle leer aus. Begründet sieht der Gesetzgeber das darin, daß derjenige, dem das schmucke Häuschen, das sich die Altvorderen vom Munde abgespart haben, zu Wohnzwecken geschenkt wird, keine eigenen Anschaffungs- und Herstellungskosten trägt. Selbst wenn sich sein Geschmack in Punkto Motivkacheln nicht mit dem seiner Eltern deckt.

Manchmal erweisen sich Baulöwen einen Bärendienst

Baulöwen sollten, wenn sie nicht wollen, daß man ihnen das Fell über die Ohren zieht, die Tatzen von der Wohnraumförderung lassen. Denn mit ihr zielt der Gesetzgeber, wie der Name schon sagt, auf Wohnraum und nicht aufs Geschäft. Wer also Parkhäuser, Einkaufszentren oder ICE-Trassen für die Eigenheimzulage anmeldet, hat die Voraussetzung, daß neuer Wohnraum geschaffen wird nicht erfüllt, und wird sich von Bausachverständigen der Finanzverwaltung lästige Frage gefallen lassen müssen.

Erst der Einzug macht ein Haus fertig

Das Finanzamt kennt die Sitte nicht, zum Einzug Brot und Salz zu reichen. Dafür gratuliert es mit Geld. Denn die Eigenheimzulage wird von dem Zeitpunkt an gewährt, an dem Ihr Haus fertiggestellt und bezogen ist. Genau dann können Sie also den entsprechenden Antrag (EZ 1A) bei Ihrem zuständigen Finanzamt einreichen. Fügen Sie von vorneherein auch eine Aufstellung Ihrer Baukosten bei, damit der Vorgang zügig bearbeitet werden kann und Sie, noch bevor Sie die ersten Mängel feststellen, Ihr Geld haben. Einen Monat werden Sie sich nach der Zustellung des Bescheids noch gedulden müssen. In den nächsten sieben Jahren wird dann die Eigenheimzulage immer pünktlich zum 15. März auf Ihrem Konto verbucht. Ob dieser Termin auch etwas mit heidnischen Umzugsbräuchen zu tun hat, ist nicht bekannt.

Für die Eigenheimzulage muß man kein Kunsthistoriker sein

Ausschlaggebend für die Höhe der Eigenheimzulage ist, ob man Ihr Haus als Alt- oder Neubau einstuft. Wie aber soll man das Alter eines Gebäudes bestimmen? Nun, die Kunstgeschichte hat dazu einige Indizien ausgearbeitet. Rund- oder Spitzbögen über den Fenstern können etwa bei Dom- und Kirchenbauten Aufschluß über Baustil und Entstehungszeit geben. Bei den großen spitzen Eigenheimen, die sich vor allem in ägypten finden, kann auch schon einmal eine Grabinschrift die Herrscherdynastie und damit das Alter des Komplexes erhellen. Was aber tun, wenn es sich nicht um Baudenkmäler, sondern um ein ganz normales Wohnhaus handelt? Nun, hier hat das Finanzamt einen ganz unwissenschaftlichen Kunstgriff getan und alle Bauten in zwei Gruppen klassifiziert: Was man bis zum Ende des zweiten Jahres, das auf das Jahr der Fertigstellung des Hauses folgt, kauft, ist steuerrechtlich Neubau, alles andere ist Altbau. Ausschlaggebend ist das Datum des notariellen Kaufvertrages.

Das Arbeitszimmer ist manchmal ein windiger Bau

Auch wenn Sie noch so viel für Ihr kleines Häuschen arbeiten mußten, raten wir dringend davon ab, ein Arbeitszimmer geltend zu machen. Gerade wenn Sie Wohnungsbauförderung nach dem § 10e EStG erhalten und dort mit der Bemessungsgrundlage Ihres Neubaues deutlich unter der 168.740 EUR-Höchstgrenze geblieben sind. Denn zum einen müssen Kosten, die für einen Arbeitsraum beansprucht werden, aus der Bemessungsgrundlage herausgerechnet werden und schmälern so die Steuerersparnis des Hausbaus. Zum anderen hat angesichts der Verschärfungen, die sich der Gesetzgeber 1996 bei der Arbeitszimmer-Regelung erdacht hat, ein Normalsterblicher kaum noch Chancen, seine Ansprüche durchzusetzen. Im schlimmsten Falle haben Sie also ein Arbeitszimmer, das nicht anerkannt wird und das gleichzeitig dafür sorgt, daß Sie die steuerliche Förderung von selbstgeschaffenem Wohnraum nicht voll ausschöpfen. In zweierlei Hinsicht also verlorenes Geld und die Mühe nicht wert.

Das, was Sie hier hält, ist sicher nicht die Wohnraumförderung

Egal, was für einen Kasten Sie sich da hingesetzt haben, Ihr Eigenheim soll für Sie kein Klotz am Bein sein. Das hat jetzt endlich auch der Gesetzgeber eingesehen, und so können Sie zwar nur einmal im Leben die Wohnraumförderung beantragen, aber immerhin frei über den gesamten Förderzeitraum verfügen. Ihre Steuervergünstigungen Ihrer selbstgenutzten Wohnung können Sie also nicht mehr an einen Ort fesseln. Wenn Sie aus beruflichen Gründen Ihr Eigenheim verkaufen, zieht also die Eigenheimzulage zum Beispiel einfach mit. Die Jahre des Förderzeitraums, die Sie für die alte Wohnung noch nicht verbraucht haben, werden Ihnen dann für das nächste Objekt, das Sie erwerben sollten, gut geschrieben.

Sie leben zusammen. Aber arbeiten Sie auch zusammen?

Wer arbeitet, braucht Ruhe. Glaubt zumindest das Finanzamt. Daher wird ein Arbeitszimmer nur dann anerkannt, wenn der Anteil der privaten Nutzung unter zehn Prozent liegt. Was aber, wenn ein Lehrerehepaar das häusliche Arbeitszimmer gemeinsam benutzt? Wird dann die Ruhe gestört? Ist die unentgeltliche Mitbenutzung des Raumes durch den Ehegatten also ein Grund, die Abschreibung zu verwehren? Fragen, die gerade vor dem Bundesfinanzhof geklärt werden und nicht nur für Pädagogenpaare von Interesse sind.

Auch die Wohneigentumsförderung kennt Todsünden

Für die Eigenheimzulage müssen Sie nicht Ihrem Schöpfer auf Knien danken, sondern dem Staat. Aber auch er hat Gebote erlassen, um Mißbrauch zu verhindern. Sie stehen im Einkommensteuergesetz 7b, Vers 1. Alle Menschen seines Volkes sollten daher fürderhin keine Wohneigentumsförderung beantragen, wenn es sich nur um Ferien- oder Wochenendwohnungen handelte, wenn Wohnungen bereits als Betriebsausgabe oder im Zusammenhang mit der doppelten Haushaltsführung abgesetzt wurden, wenn Wohnungen bereits der Nutzungswertbesteuerung unterlagen und wenn nur einen Eigentumswechsel vom Weib zum Manne oder umgekehrt stattfand. Und der Gesetzgeber sah, daß es gut war.

Ausbau eines ehemaligen Getreidespeichers, 96/2/0514 Einkommensteuer

Der Ausbau eines nicht mehr nutzbaren und wertlosen ehemaligen Getreidespeichers zu einer Wohnung ist als Herstellung eines Einfamilienhauses i.S. von § 7b EStG zu beurteilen.

EStG § 7b, Urteil vom 12.3.1996 IX R 48/95, Vorinstanz: Niedersächsisches FG

Eigenheimzulage im Jahr der Fertigstellung

Die Eigenheimzulage wird für das Jahr der Fertigstellung und die sieben folgenden Jahre gezahlt. Wenn man im Jahr der Fertigstellung der Wohnung bzw. des Hauses aber nicht einzieht und damit keine Selbstnutzung im Jahr der Fertigstellung vorliegt, so wird für das Jahr der Fertigstellung keine Zulage gewährt.

Achten Sie also auf diese Neujahrsfalle, wenn Sie in 2004 das Jahr der Fertigstellung Ihrer Wohnung / Ihres Hauses haben. Sie sollten dann unbedingt noch in diesem Jahr einziehen.

Umzug heißt ja nicht, daß man sofort die komplette Wohnung nutzen muß. Wenn in dem einen oder dem anderen Zimmer noch Arbeiten zu erledigen sind, so ist das unbedeutend. Wenn die alte Wohnung noch nicht "vollständig" geräumt ist, dürfte dies auch nicht entscheidend sein.

Heiraten Sie am besten eine Eigenheimzulage

Viele stehen nach der Scheidung vor der Frage, was sie mit ihrem Leben noch anfangen wollen. Noch mal einen neuen Job suchen? Noch mal schwanger werden? Noch mal heiraten? Noch mal bauen? Gerade die letzten beiden Fragen sollten Sie als eine Einheit betrachten. Denn es gibt zwei Arten, dem Objektverbrauch, der nach der Scheidung von einem Partner, mit dem man noch ein gemeinsames Haus besitzt, eintritt, vorzubeugen. Zum einen können Sie natürlich im Trennungsjahr Ihren Miteigentumsanteil verkaufen. Viel einfacher ist aber, sich jemanden zu suchen, der bisher die Wohneigentumsförderung nach den §§ 7b oder 10e EStG oder die Eigenheimzulage noch nicht in Anspruch genommen hat und diesen, falls die Gegenwehr gering ist, vom Fleck weg zu heiraten. Die staatliche Bauförderung wird so zum ausschlaggebenden Kriterium der Partnerwahl. Fragen, ob der oder die Neue denn nett ist, sollten Sie da zurückstellen. Nett ist auch ein Cocker Spaniel.

Ist der größte Mangel Ihres Hauses eine zu geringe Zulage?

Ein Haus zu bauen bereit viel ärger. Handwerker, Architekten und Bauunternehmer wollen kontrolliert sein. Auch bei der Endabnahme der Baukosten durch das Finanzamt heißt es, wachsam zu sein. Denn gerne mal wird hier und da was unterschlagen und die Eigenheimzulage gekürzt. Sie sollten daher immer den entsprechenden Bescheid mit Ihrer Kostenaufstellung vergleichen und das Finanzamt, um in der Sprache des Häuserbaus zu bleiben, auf noch bestehende Mängel hinweisen. Das Mängelprotokoll heißt im Falle des Finanzamtes "Einspruch".

Wer schwarz baut, wird sich noch schwarzärgern

Wir leben in einer Demokratie. Wir leben aber auch in einer Bürokratie. Deshalb kann nicht jeder bauen wann und wo er will. Wenn Sie also eine für Sie ansprechende Wohngegend gefunden haben, sollten Sie sich um eine Baugenehmigung bemühen. Schon um der Eigenheimzulage willen. Denn die wird nur gewährt, wenn alles seinen bürokratischen Gang geht. Wenn also schwarz auf der A43 zwischen Lengerich und Münster baut, wird sich vielleicht über eine optimale Verkehrsanbindung freuen können. Die Wohnraumförderung bleibt ihm aber verwehrt.

Ihre Kinder fangen gleich nach der Geburt an zu bauen

Ihre Familienplanung sollte sich nicht nur an Monatszyklen orientieren, sondern auch an handfesten Steuervorteilen. Zum Beispiel beim Baukindergeld. Denn das wird Ihnen, auch wenn das Kind erst im November oder Dezember zur Welt kommt, noch uneingeschränkt für das ganze Jahr zugestanden. Bevor das Kind laufen kann, hilft es Ihnen also, Ihren Traum vom eigenen Heim zu verwirklichen. Und sorgt so dafür, daß es später genug Auslauf hat.

Leiden Hausbesitzer unter den Wechseljahren?

Es kommt die Zeit, wo Unrast Sie plagt. Wo Hitzewallungen davon künden, daß Sie sich der Eigenheimzulage nicht mehr sicher sind. Das sind die Wechseljahre. Jahre, in denen ein Nutzungswechsel für Haus oder Ihr Eigenheim ansteht und in denen aus zunächst selbst genutztem Wohnraum ein Mietobjekt wird. Zumindest finanziell werden Sie aber nicht besonders darunter zu leiden haben, denn die Eigenheimzulage erhalten Sie für das Jahr, in dem der Wechsel erfolgt, noch in voller Höhe. Nutzen Sie zum Beipiel das Haus bis einschließlich des 1.1. eines Jahres selbst, so erhalten Sie für das laufende Jahr noch die volle Summe. Geld ist also die Hormonkur für Hausbesitzer in den Wechseljahren.

Wenn Sie gehen, bleibt ein Teil von Ihnen da: Die Bauförderung

Ein eigenes Haus ist immer was für´s Leben, dachte sich der Gesetzgeber und bestimmte daher, daß jeder Steuerzahler nur einmal im Leben das Eigenheimzulagegesetz für sich beanspruchen kann. Objektbeschränkung nennt der Steuerfachmann dies. Gemeinsam veranlagte Eheleute können zwar immerhin für zwei Gebäude die Wohnungsbauförderung zum Beispiel nach § 10e EStG einstreichen, sollten aber im Falle einer Scheidung aufpassen. Sind Sie zum Beispiel mit Ihrem bisherigen Partner je zur Hälfte Eigentümer Ihres Wohnhauses, tritt für denjenigen Partner, der auszieht, der sogenannte Objektverbrauch ein. Das heißt, er oder sie kann dann die staatliche Bauförderung nicht noch einmal beanspruchen. Um zu vermeiden, daß das neue Leben unter einem so ungünstigen Vorzeichen beginnt, sollte immer derjenige, der geht, sich nicht nur vom Partner, sondern auch von seinem Miteigentumsanteil von vorneherein trennen und ihn noch während des Trennungsjahres an den Expartner verkaufen.

Die Eigenheimzulage: Jeder will sie, aber wer bekommt sie?

Welche Bedingungen muß man erfüllen, um die Eigenheimzulage für sich beanspruchen zu können? Nun, im wesentlichen sind drei Aspekte zu erfüllen. Zum ersten muß man unbeschränkt steuerpflichtig sein. Nur in Ausnahmefällen wird auch Grenzpendlern die Vergünstigung gewährt. Zum zweiten ist es dann wichtig, daß die Summe der Gesamtbeträge der eigenen Einkünfte im Jahr der Fertigstellung bzw. Anschaffung des Hauses und im Folgejahr insgesamt 70.000 EUR bei Ledigen und 140.000 EUR bei Verheirateten nicht übersteigt, da der Gesetzgeber mit der Eigenheimzulage vor allem auf kleinere und mittlere Einkommen abzielt. Dazu kommen noch 30.000 EUR je Kind. Das grundlegendste Kriterium ist aber, daß man zivilrechtlich oder wirtschaftlich Eigentümer eines Objektes ist, dessen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von einem selber getragen werden. Des öfteren schon einmal Mist gebaut zu haben, reicht als Nachweis der Bautätigkeit also nicht.

Ihr guter Vorsatz: Die Eigenheimzulage auch für das alte Jahr

Zum Jahreswechsel nimmt man sich so manches vor. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit der Eigenheimzulage auch noch eine ganze Menge einnehmen. Die Rede ist von der sogennannten "Neujahrsfalle", die Sie aber zu Ihrem Vorteil nutzen können. Nehmen wir mal an, Sie erwerben am 31. Dezember 2004 ein Haus und ziehen aber erst am 2. Januar 2005 ein, dann würden Sie für ein Jahr die Eigenheimzulage verschenken. Warum? Nun, der Begünstigungszeitraum für Ihr Haus beginnt steuerrechtlich zwar im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung, gezahlt wird aber erst mit Ihrem Einzug. Da dieser erst 2005 stattfindet, ist das Jahr 2004 für Sie verloren. Die Lösung liegt auf der Hand und bald dann auch auf Ihrer Bank: Einfach noch am 31. Dezember 2004 in die Eigentumswohnung ziehen und sich so noch für 2004 die Vergünstigung sichern. Und mit einer Silvesterfeier schon im eigenen Heim, fängt das neue Jahr doch auch gleich ganz anders an.

Ihre Eigenheimzulage kann auch in der Familie bleiben

Eigener Herd ist Goldes wert, auch wenn sich andere an diesem Herde wärmen. Denn um die Bedingung der Nutzung zu eigenen Wohnzwecken zu erfüllen und die Eigenheimzulage zu kassieren, brauchen Sie gar nicht einmal selbst die Bausubstanz zu verwohnen. Es reicht, wenn Sie Angehörigen wie dem studierenden Sohn oder der schnüffelnden Schwiegermutter die Wohnung unentgeldlich überlassen.

Anbau eines "Carports", 96/20360 Einkommensteuer

Der Anbau eines "Carports" und eines Abstellraumes ist nicht als Erweiterung der zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung nach § 10 e Abs. 2 EStG begünstigt (Fortführung des BHF-Urteils vom 8.3.1995 X R 74/94, BFHE 177, 399, BStBl II 1996, 352).

EStG § 10 e Abs. 2; II. WoBauG § 17 Abs. 2, Urteil vom 7.2.1996 X R 12/93, Vorinstanz: Schleswig-Holsteinisches FG

Unentgeltlich erworbenen Wohnung, 96/2/0356 Einkommensteuer

Aufwendungen für die Instandsetzung einer unentgeltlich erworbenen Wohnung sind - mangels Anschaffung oder Herstellung - weder im Rahmen der Grundförderung nach § 10 e Abs. 1 EStG noch als nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten (§ 10 e Abs. 3 EStG) begünstigt.

EStG § 10 e Abs. 1 bis 3, Urteil vom 15.11.1995 X R 59/95, Vorinstanz: FG Münster (EFG 1995, 566)

übertragung von Eigentumswohnungen, 96/2/0158 Einkommesteuer / Abgabenordnung

Zur Frage, ob die übertragung des Eigentums an einer von zwei Eigentumswohnungen auf einen nahen Angehörigen verbunden mit gleichzeitiger wechselseitiger Vermietung dieser Wohnungen einen Mißbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten des Rechts darstellt.

AO 1977 § 42; EStG § 21., Urteil vom 12.9.1995 IX R 54/93, Vorinstanz: FG München

Jetzt gibt´s Geld: Die neue Eigenheimzulage ab 1996

Haben Sie sich nach dem 25.10.95 ein Schloß gebaut - ein normales Haus tut´s auch - oder kaufen Sie eins, dann erhalten Sie von Ihrem freundlichen Finanzamt von nebenan jährlich eine Eigenheimzulage, die Ihnen als echter Zuschuß ausgezahlt wird. Diese nette Geste ist auf acht Jahre beschränkt. Sie gilt bis zur Einkommensgrenze 70.000 EUR (140.000 EUR Verheiratete) für zwei Jahre zusammen. Angerechnet werden das Jahr der Anschaffung bzw. Fertigstellung und das Jahr davor. Wieviel gibt´s? Bei Neubauten dürfen Sie 5% der Herstellungskosten, maximal 1.250 EUR jährlich, in Anspruch nehmen. Für Altbauten spendiert Ihnen das Finanzamt immerhin noch 2,5% der Anschaffungskosten, höchstens jedoch 1.250 EUR pro Jahr.

Inanspruchnahme § 10e EStG, 96/2/0603 Einkommensteuer

Ehegatten steht für eine gemeinsam zur Eigennutzung angeschaffte Wohnung wegen Objektsverbrauchs die Grundförderung nach § 10e EStG nicht zu, wenn beide bereits während einer früheren Ehe jeweils mit dem damaligen Ehepartner für ein gemeinsames Wohnobjekt erhöhte Absetzungen gemäß § 7b EStG in Anspruch genommen haben.

EStG §§ 7b, 10e, Urteil vom 24.7.1996 X R 20/93, Vorinstanz: FG Düsseldorf

Wohnraumförderung ist fast einmalig

Nur bei zusammen veranlagten Eheleuten kann jedoch für ein zweites Objekt wieder die volle steuerliche Abschreibung beansprucht werden. Denn allen braven Steuerzahlern steht die Wohnraumförderung nur einmal im Leben zu. Man nennt diese Beschränkung "Objektverbrauch". Die einzige Ausnahme hiervon sind sogenannten Folgeobjekte. Eigentumswohnungen und Häuser, die innerhalb von zwei Jahren vor bis zu drei Jahren nach der letztmaligen Selbstnutzung des Erstobjekts gebaut oder erworben und gleich bezogen werden (Für nach 1995er Objekte entfallen die zeitlichen Beschränkungen). Aber selbst in diesen Fällen gewährt Ihnen der Gesetzgeber nicht die Möglichkeit, in vollem Umfange von vorn zu beginnen. Lediglich die nicht genutzten Abzugsjahre werden auf Ihre neue Heimstatt übertragen.

Auch die Kinderzulage ist nicht von schlechten Eltern

Ihre Kinder bauen. Es ist hier nicht die Rede von den kunstvoll aufgeschichteten Legotürmen, die Sie, wenn Sie versuchen, das Katastrophengebiet Kinderzimmer zu betreten, trotz größter Vorsicht jedes Mal mit der Zielsicherheit einer Cruise Missile zerstören. Nein, Ihre Kinder bauen am Haus der Familie mit. Ihr Material ist dabei bares Geld. Denn das Finanzamt zahlt Ihnen für jedes Kind, für das Sie den Kinderfreibetrag oder Kindergeld erhalten, bei der Eigenheimzulage einen Aufschlag von 1.500 DM pro Jahr und Rotznase.

Ausbauten sind ab 1997 nicht unbedingt lohnende Objekte

Wenn die Nachbesserungen aber zu veritablen Ausbauten werden, können Sie leicht die Höchstgrenzen der Abschreibung sprengen. Von Ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten inklusive aller Folgekosten dürfen Sie 6 Prozent oder höchstens 10.124 EUR für die ersten vier und 5 Prozent oder maximal 8.437 EUR für den Rest des Zeitraums bei vor 1996 fertiggestellten bzw. gekauften Häusern veranschlagen. Für nach 1995 gekaufte oder gebaute Häuser gilt das Eigenheimzulagegesetz. Der Ausbau des Hobbykellers ist damit gedeckt, der des eigenen Flughafens jedoch nicht.

Achtung: Bei Ausbauten / Erweiterungen, die zu einer Vergrößerung der Wohnfläche führen, ist ab 1997 Vorsicht geboten. Diese Baumaßnahmen werden neuerdings immer als "Altbauten" behandelt, wenn sie unter das Eigenheimzulagengesetz fallen. Das bedeutet, daß sie nur bis zu 2,5% maximal 1.250 EUR Zulage "einbringen".

Selbstg. Wohneigentum - Datum Anschaffung, Herstellung

Wenn Sie eine Wohnung zur Eigennutzung erwerben, achten Sie darauf, daß der Einzug in das gleiche Kalenderjahr fällt wie Anschaffung bzw. Fertigstellung. Wenn zwischen Anschaffung bzw Fertigstellung und dem Einzug ein Jahreswechsel liegt, können Sie den Sonderausgabenabzug nach § 10e EStG für das Jahr der Anschaffung nicht in Anspruch nehmen, weil in diesem Jahr die Eigennutzung fehlt. Das gleiche gilt für das Baukindergeld.

Grundstücke gibt es steuerlich gesehen fast für geschenkt

Auch die sogenannte mittelbare Grundstücksschenkung ist von der Wohnraumförderung ausgenommen. Sie funktioniert wie folgt: Geld wird von den Eltern an die Kinder verschenkt. An das Geld wird aber von vornherein eine Bedingung geknüpft. Nein, nicht die, endlich das Studium zu beenden, sondern ein ganz bestimmtes Grundstück zu erwerben. Vor dem Hintergrund eines solchen Vertrages darf dann der Fiskus nicht mehr auf den Geldbetrag, sondern nur auf den wesentlich günstigeren Einheitswert des Grundstückes Schenkungssteuer erheben. Man spart also zumeist Geld, obwohl sich der Staat dann die Eigenheimzulage spart.

Bei Schwarzarbeit legt Ihnen das Finanzamt das Handwerk

Bei der Abrechnung von Baukosten über die Eigenheimzulage wird Vetternwitschaft hart bestraft. Denn geht es um Schwarzarbeit, kennen die Finanzbehörden keine Verwandten. Sie sollten daher darauf achten, daß Ihre Kostenaufstellung wirklich alle Gewerke enthält. Manch´ein Finanzbeamter wird nämlich ganz grundlos stutzig, wenn ein ganzes Haus ohne Maurer, Zimmerleute, Dachdecker oder Glaser erstellt wurde. Und ein ganzer Jahrgang Heimwerkermagazine kann diese Zweifel nicht wieder ausräumen.

Die Eigenheimzulage sorgt dafür, daß Sie Land sehen

Die Reform der Eigenheimförderung hat die Bauvorhaben privater Bauherren auf ein neues Fundament gestellt. Fünf Prozent oder maximal 1.250 EUR der Herstellungskosten werden bei Neubauten und 2,5 Prozent oder maximal 1.250 EUR bei Altbauten als Eigenheimzulage gewährt. Bis einschließlich 1996 werden Ausbauten / Erweiterungen wie Neubauten behandelt, ab 1997 jedoch nur noch als Altbauten. Die Richtlinien für die Bemessungsgrundlage wurden ebenso grundlegend revidiert. Immer noch sind die Anschaffungs- oder die Bau-kosten des Hauses oder der Eigentumswohnung inklusive der Makler-, Notar-, Grundgebühren und der Grunderwerbsteuer hierzu zu zählen, genauso wie die Aufwendungen für nachträgliche Herstellungskosten, Umbauten usw. Neu ist aber, daß im Gegensatz zur alten Förderung durch den § 10e EStG die Kosten für den Grund und Boden nicht zu halbieren sind, sondern bei der Bemessungsgrundlage voll und ganz zu Buche schlagen.

Beim Richtfest gibt es was zu feiern: Steuererleichterungen

Das Richtfest ist mit seinen stimmungvollen Reden, mit Musik und Tanz, nicht nur eine schöne Tradition, es kommt auch ganz schön teuer. Zum Glück hat aber nicht nur der Bauherr an den Rechnungen für Essen und Trinken ganz gut zu knabbern, auch das Finanzamt wird seinen Teil schlucken müssen. Das Richtfest ist nämlich Teil der Bemessungsgrundlage der Wohneigentumsförderung. Um seine Aufwendungen dabei glaubhaft zu machen, muß man gar nicht einmal einen Partyservice bemühen. Die Vorlage der Quittungen des Supermarktes wird in den allermeisten Fällen genügen.

Ab 25,26 Prozent ist der 10e schon noch mehrheitsfähig

Haben Sie zwischen dem 27.10.1995 und dem 31.12.1995 Ihren Bauantrag gestellt, den Bau begonnen oder einen notariellen Kaufvertrag über eine Immobilie geschlossen, haben Sie die Wahl zwischen zwei höchst unterschiedlichen Modellen der Wohnraumförderung: Der neuen Eigenheimzulage und den bisherigen Vergünstigungen des 10e. Berechnungsgrundlage für die neue Eigenheimzulage sind die Anschaffungs- und Herstellungskosten inklusive des Grund und Bodens, auf dem Ihr Eigenheim steht. Sie besteht aus dem sogenannten Fördergrundbetrag, der 5 % der Bemessungsgrundlage und maximal 1.250 EUR bei Neubauten und 2,5 % und maximal 1.250 EUR bei Altbauten beträgt sowie einer Kindergeldzulage von 800 EUR pro Kind. Zusatzförderungen nicht eingerechnet. Diese Zahlungen sind konstant und nicht an den Steuersatz gekoppelt. Im Gegensatz zum 10e: Die Bemessungsgrundlage ist hier auf 168.740 EUR bei Neubauten und 76.700 EUR bei Altbauten begrenzt. Von ihr werden dann in den ersten vier Jahren je 6 %s, dann 5 % als jährliche Abzugsbeträge zugestanden. Wer also wissen möchte, welche Regelung für ihn die beste ist, sollte nicht den Kaffee-, sondern den Steuersatz lesen. über 25,26 % ist auf jeden Fall die Altregelung vorzuziehen.

Jetzt gibt´s Geld II: "Eigenheimzulage plus"

Was ist besser als eine Eigenheimzulage? Eine Eigenheimzulage plus eine Sonderzulage für den Einbau von Wärmepumpen, Solaranlagen oder Systemen zur Wärmerückgewinnung. Jährlich erhalten Sie 2% der Beschaffungskosten, maximal 256 EUR, wenn der Einbau bis 1998 durchgeführt ist. Und vergessen Sie nicht, Ihren Finanzbeamten beim Hinweis auf diese Regelung anzulächeln, denn Lächeln ist auch eine Form der Wärmegewinnung.

Beim Hausbau geht das Finanzamt für Sie Bier holen

Wenn Sie Ihr Haus ganz oder teilweise in Eigenleistung oder mit Hilfe von Freunden erstellen, sind vielleicht keine Fachleute am Werk. Zumindest dürfen aber alle wie die Bauarbeiter saufen. Und das auf Rechnung des Finanzamtes. Denn die Verpflegungskosten, die Ihnen entstehen, sind auf jeden Fall mit in die Herstellungskosten Ihres Hauses einzubeziehen. Sie sollten sich daher, vorausgesetzt Sie überschreiten nicht die Höchstbeträge des 10e, auch über Kleinbeträge unbedingt Quittungen geben lassen.

Sie bauen im Osten und verdienen im Westen

Wir sind ein Volk. Aber mit verschiedenen steuerlichen Möglichkeiten. Denn während im Westteil der Republik der Steuerzahler nur einmal im Leben die staatliche Förderung für selbstgenutzten Wohnraum beanspruchen kann, kann diese bei Erwerb oder Bau eines Objektes in den fünf neuen Bundesländern ein zweites Mal kassiert werden. Selbst wenn der Besitzer trotz Wohnsitzwechsels besser Wessi bleibt.

Noch aus dem Jenseits können Sie Geld bewegen

Egal, woran Sie Glauben, ob Hindu, Christ oder Buddhist: Sie leben nach Ihrem Tode weiter. Und zwar nicht in Ihrem Werk oder in Boulevardzeitungen, sondern im Portemonnaie Ihrer Erben. Denn diese können bei Ihrem frühzeitigen Verscheiden als Gesamtrechtsnachfolger die Eigenheimzulagenförderung von Ihnen nahtlos übernehmen und sich damit die Taschen füllen. Sie werden so gesehen also nicht zum Polter-, sondern zum Klimpergeist.

So geraten Sie bei den Vorkosten nicht ins Hintertreffen

1996 hat sich in Sachen Wohnraumförderung einiges geändert. Auch der Vorkostenabzug. Bisher konnten Sie alles, was mit dem Erwerb oder der Fertigstellung Ihres Hauses verbunden aber nicht direkt im Preis enthalten war, also alle Telephon- und Fahrtkosten für die Finanzierung, die Suche oder den Bau der Immobilie, die Kredit- und Bearbeitungsgebühren der Bank, den Disagio, die Modernisierungskoten, den Notar usw. unbegrenzt dem Finanzamt in Rechnung stellen. Ab sofort ist der Abzug dieser Aufwendungen im Rahmen der Sonderausgaben auf eine Pauschale von 1.790 EUR begrenzt. Sie sollten also versuchen, die Nebenkosten vor Bezug Ihres Hauses möglichst gering zu halten. Hausbesetzung wird allerdings behördlicherseits nicht gern gesehen.

Von einigen von Ihnen müssen wir uns jetzt verabschieden

Wer kennt Sie nicht: Die peinlichen Situationen, wenn bei gesellschaftlichen Ereignissen der "Halter des Fahrzeuges mit dem amtlichen Kennzeichen..." herausgerufen wird, weil sein Wagen Feuerwehrdurchfahrten versperrt oder Radwege blockiert. Aber auch wir haben, bevor wir mit der Eigenheimzulage fortfahren, eine Durchsage zu machen: Steuerzahler, die für 1995 bereits den Vorkostenabzug des § 10e EStG in Anspruch genommen haben, brauchen gar nicht weiter zu lesen. Ihnen bleibt, wie der Bundesfinanzminister in einem Schreiben vom 1.12.1995 verfügt hat (nachzulesen zum Beispiel in: Der Betrieb 1996, Seite 17), die Eigenheimzulage von vornherein verwehrt. Tja, tut uns leid. Aber es war schön mit Ihnen.

Schwimmbad im Einfamilienhaus, 96/2/0362 Einkommensteuer

Ist in dem vom Steuerpflichtigen gekauften Einfamilienhaus ein Schwimmbad eingebaut, gehören die Anschaffungskosten für das Gebäude auch insoweit zur Bemessungsgrundlage für den Abzugsbetrag nach § 10 e Abs. 1 EStG, als sie auf das Schwimmbad entfallen. EStG § 10 e, Urteil vom 14.2.1996 X R 127/92, Vorinstanz: FG Münster (EFG 1993, 303)

Nichteheliche Lebensgemeinschaft

Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft können das Wahlrecht gem. § 19 Abs. 2 EigZulG unabhängig voneinander ausüben. Es ist also nicht Voraussetzung, daß sich beide Partner für die Inanspruchnahme der Zulage entscheiden. Während sich der eine für die Zulage entscheidet, kann der andere Partner diese Zulage für sich erst später (bei einem anderen Objekt) beantragen.

Bei der Eigenheimzulage hat schon mancher auf Sand gebaut

Der Grund und Boden, auf dem Ihr Eigenheim entsteht, will wohl gewählt sein. Nur wenn er ganz bestimmte Bedingungen erfüllt, fällt Ihr Bauvorhaben auch beim Finanzamt auf fruchtbaren Boden. Eine Bedingung ist, daß das Bauland in Deutschland liegt. Viel wichtiger ist aber, daß man auf seinem eigenen Grundstück baut und nicht auf dem seiner Eltern oder Verwandten. Denn nur wer rechtmäßiger Eigentümer seines Baulandes ist, kann darauf bauen, daß der Staat das Wachstum des Hauses mit der Eigenheimzulage fördert.

Erweiterung selbstgenutzter Wohnung, 96/2/0352 Einkommensteuer

1. Die Erweiterung (Ausbau oder Aufstockung) an einer zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung ist nach § 10 e Abs. 2 EStG nur dann begünstigungsfähig, wenn durch die Baumaßnahme - auch - zusätzliche vollwertige Wohnräume geschaffen werden.

2. Vollwertige Wohnräume sind in sinngemäßer Anwendung der §§ 42 und 44 II. BVO nur solche Räume, die nach § 44 Abs. 1 Nr. 1 II. BVO voll auf die Wohnfläche anzurechnen sind.

EStG § 10 e Abs. 2; II. WoBauG § 17 Abs. 2, Urteil vom 8.3.1995 X R 74/94, Vorinstanz: Niedersächsisches FG (EFG 1994, 1091).

Die Eigenheimzulage ist Trennungsgrund

Zusammen veranlagte Eheleute, deren Einkünfte im Jahr der Fertigstellung bzw. der Anschaffung (=Erstjahr) und in dem vorangegangenen Jahr zusammen insgesamt die Einkommensgrenze von 140.000 EUR übersteigen, sollten an Trennung denken. Zumindest auf den Steuerkarten. Denn vielleicht führt eine getrennte Veranlagung dazu, daß aufgrund der höheren Steuerbelastung dann zumindest einer der Partner unter 70.000 EUR mit seinen Einkünften bleibt und so die Eigenheimzulage beantragen kann. Ob sich das in Ihrem Falle rentieren würde, errechnen Sie am besten mit Hilfe Ihrer Gliedmaßen oder des Steuersparpaketes.

Jetzt gibt´s Geld III: "Eigenheimzulage plus plus"

Was ist besser als eine "Eigenheimzulage plus"? Eine "Eigenheimzulage plus" plus eine Sonderzulage für das Niedrigenergiehaus, dessen Heizwärmebedarf im Jahr 25% unter dem vorgeschriebenen Wert aus der Wärmeschutzverordnung liegt. Sie erhalten eine Sonderzulage von 205 EUR, wenn Sie bis Ende 1998 ein Niedrigenergiehaus bauen oder kaufen. Und das Lächeln nicht vergessen! Auch Ihr Finanzbeamter hat einen Wärmebedarf.

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