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Betriebsausgaben

Gewinnstreben wird steuerlich belohnt
Auch wer Verluste macht, kann Gewinn erstreben
Eine Idee
Fiskalisch lebt Ihre Firma vom Verkauf der Büroeinrichtung
Für Ihre Altersversorgung sollte auch Ihr Partner etwas tun
Bringen Sie Farbe in das Leben Ihrer Mitarbeiter
Das Finanzamt vermittelt EDV-Kenntnisse
Der Fiskus achtet auf Etikette
Taxifahrer brauchen mehr als Ortskenntnisse
Manchmal glaubt der Staat, Sie sind gestraft genug
Sie bekommen einen Kunden und vom Staat ein Geschenk
Ihr unternehmerisches Risiko trägt der Staat
Sie sollten Ihre Mitarbeiter nicht nur mit Posten bekleiden
Mit dem Vorsteuerabzug fließen Ihnen fremde Umsätze zu
Sorgen Sie in Ihrem Betrieb für sauberes Handwerk
Das Finanzamt fragt, wie lange Sie es noch machen
Der Fiskus möchte nicht, daß Sie sich sinnlos vollstopfen
Der Zweck heiligt die Mittel, und das Finanzamt bezahlt sie
Ihre Mitarbeiter sollten ihr eigenes Süppchen kochen
Als Freiberufler sollten Sie sich nicht auf den Zufall verlassen
Wer nicht wagt, darf keine Umsatzsteuer ausweisen
Wenn Sie auf Wachstum setzen, sparen Sie Steuern
An Geschäftsessen nehmen Sie immer als Privatperson teil
Ihre Angestellten wird das Finanzamt fressen
Ihre Mitarbeiter leben auch auf Kosten des Staates
Auf Reisen wird kein Nachschlag gewährt
Auch Frustessen ist steuerlich begünstigt
Aus Schaden wird man klug, aber auch reich?
Das Finanzamt ist für Sie auch Spedition
Sie haben noch eine Rechnung offen. Das Finanzamt auch
Die Arbeit ist Ihr Hobby, aber auch lukrativ?
Ihre Parkgroschen sind auch Steuergelder
Wenn Sie Gewinn machen, ist der Steuerberater kein Verlust
Wir wissen nicht, was Ihnen Ihr Steuerberater empfiehlt ..
Ein Steuerberater spart mal mehr, mal weniger Geld
Wenn der Steuerberater auch Unternehmensberater ist
Ein gutes Restaurant setzt Umsatzsteuer auf die Rechnung
Ohne Quittung zählen die Striche auf Ihrem Deckel
Das Finanzamt möchte, daß Sie Ihr Auto mal stehen lassen
Wer bei sich anschreiben läßt, kann gut abschreiben
Leistungen und Ausgaben gehen auf getrennte Rechnung
In Ihrem Betrieb arbeitet man auch für ´n Appel und ´n Ei?
Ihre Betriebsausstattung sollten Sie sich erarbeiten
Computer sparen Ihnen Arbeit und eine Menge Steuern
Wer Abfindungen bezahlt, entschädigt sich über die Steuer
Das Finanzamt hat eine Kantine. Sie auch?
Auch als Arbeitgeber sind Sie arbeitsrechtlich geschützt
Das Finanzamt sucht Mitarbeiter
Unternehmen Sie mehr mit der Familie
Sie können Ihrem Kind Geld geben. Oder einen Job
Man kann nicht alles selbst machen - das weiß der Staat
Der Staat ist einer der größten Werbetreibenden überhaupt
Die Firma gehört Ihnen. Und das Büro?
Ein Makler ist nicht billig, aber steuerlich rentabel
Hinterlegen Sie Steuergelder als Kaution
Das Finanzamt achtet auf die Ernährung Ihrer Mitarbeiter
Haben Ihre Geschäftspartner ein gewisses Niveau?
Ihre Mitarbeiter produzieren etwas: Lohnnebenkosten
Ihr Büro ist hoffentlich keine Telefonzelle
Bei der Umsatzsteuer rechnet sich das Rechnen
Nur wo Umsatzsteuer ausgewiesen wird, ist auch welche drin
Auch ohne Aufzeichnungen ist der Mondscheintarif ein Geschäftstarif
Das Finanzamt möchte Ihre Zinslast senken
Nach Feierabend bleiben manche Ihrer Mitarbeiter auf Draht
Der Staat übernimmt für Sie eine Bürgschaft
Beim Abendmahl waren zwölf Jünger, aber 13 Personen
Hier betreiben wir Schuldnerberatung
Geschäftsessen sind nicht immer Chefsache
Reisen Sie ruhig zu zweit: Sie und Ihr Auto
Die Nebenstelle ist Ihre Verbindung zum Finanzamt
Mit der Betriebsaufgabe ist noch nicht alles vorbei
Für Telefonkarten gibt Ihnen der Fiskus das nötige Kleingeld
Schon bei der Wahl des Telefons können Sie sich verwählen
Mit einem Portobuch wird Ihre Firma zur Inkassogesellschaft
Nicht nur für den Briefträger muß der Adressat leserlich sein
Besondere Anlässe brauchen besonders hohes Porto
Das Finanzamt möchte Ihre Brieffreunde kennenlernen
Ist der Verkehr mit Behörden für Sie Liebhaberei?
Ihre Post bringen Sie am besten zum Finanzamt
Ihre privaten Immobilien sind Investitionskapital
Ihre Verwandten würden alles für Sie tun - Auch für Geld
Ist das häusliche Telefontischchen Ihre Fernsprechzentrale?
Das Finanzamt muß Ihren Geschäftsfreunden nichts bieten
Je später Abend, desto lückenhafter die Rechnung
über 100 EUR kennt der Wirt seine Gäste
Das Finanzamt speist Sie auch mit einem Trinkgeld ab
Das Finanzamt ist Fan Ihres Gastwirtes
Privatgespräche zerstören den guten Draht zu Ihren Mitarbeitern
Ein Kratzer am Mietwagen soll Ihr Schaden nicht sein
Am Ende wird abgerechnet. Hoffentlich maschinell
Das Finanzamt sucht Ihnen einen Job
Ein Versuch kostet nichts und spart vielleicht sogar Geld
Statt des Soufflés gibt es vielleicht einen Massenauflauf
Man interessiert sich brennend für Ihre Reisebekanntschaften
Ihr Handy tragen Sie bei sich, die Kosten trägt der Staat
Für Ihre Faxkosten brauchen Sie einen Zeugen: das Faxgerät
Bei einem Mietwagen ist ein Fahrtenbuch die halbe Miete
Kost und Logis gehen auf getrennte Rechnung
Leider reist die Firmenstechuhr nicht mit
Nicht immer haben Sie Erfolg, aber auf jeden Fall Kosten
Geschäftsreisen nach Utopia sind nicht begünstigt
Ein Gewerbe an zwei verschiedenen Orten?
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen
Das schönste an Geschäftsreisen sind die Souvenirs
Für Selbständige ist Umzug auch Produktionsverlagerung

Gewinnstreben wird steuerlich belohnt

Viele machen ihr Hobby zumindest zum Nebenberuf. Für das Finanzamt stellt sich dann natürlich die Frage, wo hört das steuerlich irrelevante Privatvergnügen auf und wo fängt das steuermindernd anzuerkennende berufliche zweite Standbein an. Das Kriterium, das hier die Spreu vom Weizen trennt, ist die sogenannte Gewinnerzielungsabsicht. Indizien dafür, daß Gewinn erzielt werden soll, sieht das Finanzamt in der Ausstattung und Anlage des Betriebes. Sie sollten also in der Beurteilung Ihres Gewerbebtriebes gegenüber dem Finanzamt langfristige Perspektiven anlegen und die schnöde Gewinnsucht in den Vordergrund rücken.

Auch wer Verluste macht, kann Gewinn erstreben

Längere Verlustperioden allein stehen der Anerkennung als gewinnstrebend nicht im Wege. Es müssen noch weitere Anzeichen vorliegen. Erst dann kann das Finanzamt Ihre Tätigkeit dem Bereich der Lebensführung zuordnen. Und dabei zählen nicht nur persönliche Neigungen, sondern auch selbstsüchtige Interessen. Wenn also auch Gesellschaften jahrelang nur Verluste schreiben, um Steuern zu sparen oder Mafiagelder zu waschen, werden sie langfristig Probleme bekommen.

Eine Idee

Fühlen Sie sich nicht manchmal auch als ein Schriftsteller, der gerne sein Buch schreiben möchte? Wenn ja, so sollten Sie sich auf die Suche nach einem Verlag begeben, der Ihr Erstlingswerk veröffentlichen würde.

Selbst wenn Ihr Werk kein großer Erfolg wird, so können Sie die für die Erstellung des Buches angefallenen Kosten (z.B. Reisen, .... ) als Werbungskosten ansetzen.

Fiskalisch lebt Ihre Firma vom Verkauf der Büroeinrichtung

Der Verkauf oder Tausch von Gegenständen wird umsatzsteuerlich als Lieferung bezeichnet. Wer als Selbständiger also nicht für alles, was er beruflich genutzt hat und was er dann veräußert, Umsatzsteuer ausweist, ist geliefert. Ganz egal, ob der Verkauf des Gegenstandes seine Hauptbeschäftigung ist oder nicht. Ein Steuerberater, der also seinen beruflich benutzten Schreibcomputer verkauft, wird auf den Verkaufswert 16 % Umsatzsteuer ausweisen müssen.

Für Ihre Altersversorgung sollte auch Ihr Partner etwas tun

Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit oder aus Gewerbebetrieb steigern also indirekt die Effektivität der Direktversicherung. Und doch ist damit noch längst nicht der Superlativ erreicht. Zumindest nicht für Eheleute. Beschäftigen Sie in Ihrem betrieblichen Nebenerwerb auch Ihren Partner, ergibt sich folgende Rechnung: Sie als Arbeitgeber Ihres Ehegatten können den Arbeitslohn als Betriebsausgabe verbuchen. Sie senken damit Ihren Gewinn und sparen Einkommen- und, falls Sie gewerbetreibend sind, auch Gewerbesteuer. Geschmälert wird die Ersparnis nur dadurch, daß Ihr Ehepartner den Lohn als Einnahme zu versteuern hat, sich hier also die Einkommensteuer erhöht. Da aber der Versicherungsbeitrag nur pauschal besteuert wird und der Arbeitslohn abzüglich dieses Beitrages dann dank des Arbeitnehmerfreibetrages bis zu 920 EUR steuerfrei bleibt, dürfte sich unterm Strich dennoch eine deutliche Steuerersparnis abzeichnen.

Bringen Sie Farbe in das Leben Ihrer Mitarbeiter

Wenn Sie sich lange genug über Ihre Mitarbeiter schwarz geärgert haben, hat das vielleicht auf die Räume abgefärbt. Ein Tapetenwechsel steht also an, um aus dem düsteren Gemäuer wieder helle, freundliche Büros zu zaubern. Die Kosten für die Renovierung können Sie dann in vollem Umfang als Betriebsausgabe veranschlagen. Und das nicht nur bei eigenen Bürogebäuden, sondern auch bei angemieteten Räumen. Nur bei der Auswahl der Farben sollten Sie Vorsicht walten lassen. Denn schließlich wollen Sie Ihre Mitarbeiter durch das neue Ambiente motivieren und nicht verschrecken.

Das Finanzamt vermittelt EDV-Kenntnisse

Betriebsanleitungen sind meist dicke Bücher. Und zwar mit sieben Siegeln. Dem Laien wird sich nicht alles auf Anhieb erschließen. Der Umgang mit neuen Computern und Programmen will also gelernt sein, am besten in Schulungen. Denn das vermittelt nicht nur Know-how, es spart dem Unternehmer auch Steuern. Schulungskosten dieser Art können in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Selbst wenn sie die 410-EUR-Grenze sprengen. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Kurs gesondert in Rechnung gestellt wird. Ist dies nicht der Fall, rechnet das Finanzamt das Ganze einfach den Anschaffungskosten des Computers zu, und nicht nur die Schulung, sondern auch deren Absetzung wird sich entsprechend hinziehen.

Der Fiskus achtet auf Etikette

In der Wirtschaft weht ein rauher Wind. Aber der muß ja nicht auch noch das Klima in Ihrem Büro bestimmen. Wenn Ihre Mitarbeiter also nicht nur bis zum Umfallen arbeiten, sondern auch wie die Holzfäller fluchen, sollten Sie für sie einen Benimmkurs ins Auge fassen. Denn alle Kosten und Nebenkosten übernimmt über die Betriebsausgaben der Staat. Denn er möchte, daß Ihre Angestellten mit den gröbsten Umgangsformen vertraut sind. Mit Messer und Gabel zum Beispiel. Benehmen ist eben nicht Glückssache, sondern ein echter Steuervorteil.

Taxifahrer brauchen mehr als Ortskenntnisse

Direkt von A nach B zu fahren ist vielleicht die kürzeste Strecke. Aber nicht unbedingt die lukrativste. Genaueste Ortskenntnisse sind für einen selbständigen Taxifahrer also unerläßlich, gewisse Scheine und Prüfungen auch. Die Taxischulung und der Personenbeförderungsschein sind daher steuerlich begünstigt. Alle anfallenden Aufwendungen sind inklusive der Nebenkosten als Betriebsausgaben anzusetzen.

Manchmal glaubt der Staat, Sie sind gestraft genug

Strafe muß sein. Sie wird daher in der Regel auch nicht steuerlich begünstigt. Eine Ausnahme bilden jedoch Strafen, die deutschem Recht widersprechen und die ihre Ursache in Ihrer unternehmerischen Tätigkeit haben. Wenn Sie Strafen dieser Art im Ausland entrichtet haben, sind diese Zahlungen Betriebsausgaben und somit noch nicht ganz verloren.

Sie bekommen einen Kunden und vom Staat ein Geschenk

Der Staat möchte, daß Sie Ihre Steuern bezahlen. Dies können Sie jedoch nur, wenn Sie genügend verdienen. Sie brauchen also Aufträge. Und so ist vermutlich nicht nur Ihnen, sondern auch dem Finanzamt jedes Mittel für die Akquise neuer Kunden recht. Telefonkosten, Mailingaktionen, Werbegeschenke, Anzeigen, Arbeitsmittel, alles, was die Auftragslage stärkt, kann über die Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Und das unabhängig vom Erfolg.

Ihr unternehmerisches Risiko trägt der Staat

Unternehmerisches Risiko ist ja häufig viel größer als privates. Daher sind im Gegensatz zu privaten Vorsorgeaufwendungen betrieblich veranlaßte Versicherungen in voller Höhe in der Rubrik der Betriebsausgaben abzugsfähig. Das heißt, zu einem guten Teil trägt die Transportversicherungen, die Versicherungen für Betriebsgebäude, die Haftpflicht- und die Unfallversicherungen für Firmenwagen usw. der Staat.

Sie sollten Ihre Mitarbeiter nicht nur mit Posten bekleiden

Kleider machen Leute. Für viele Unternehmer machen Kleider aber auch Mitarbeiter. Das heißt, Firmenkleidung wird von der Geschäftsleitung gestellt. Die Kosten dieser Einkleidung können als Betriebsausgaben steuerlich veranschlagt werden. Die Mitarbeiter werden allerdings die Kleidung als geldwerten Vorteil versteuern müssen, wenn es sich nicht um typische Arbeitskleidung handelt. Sicherheitsschuhe, Kittel, Schürzen, Uniformen etc. werden sich also für beide Seiten rechnen. Kurze Röckchen mit Puschel aber wohl nicht.

Mit dem Vorsteuerabzug fließen Ihnen fremde Umsätze zu

Industriekapitäne schwimmen im Geld und im Erfolg und können den Steuerfluß regulieren. Denn Unternehmer haben im Sinne des Umsatzsteuergesetzes ein nicht zu verachtendes Privileg: den Vorsteuerabzug. Das heißt, als umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer können Sie die Umsatzsteuer, die Sie für Lieferungen und Leistungen im Rahmen Ihres Erwerbs zahlen müssen, als Vorsteuer dem Staat in Rechnung stellen. Das Geld fließt also direkt an Sie zurück. Als Kleinunternehmer, dessen Jahresumsatz bisher unter 16.620 EUR lag und auch im laufenden Kalenderjahr 50.000 EUR nicht übersteigen wird, stellt man Sie vor die Wahl, Umsatzsteuer zu erheben. Wir raten dazu, diese profitable Möglichkeit zu nutzen. Denn dann schwimmen Sie immer oben.

Sorgen Sie in Ihrem Betrieb für sauberes Handwerk

übernehmen Sie hingegen die Kosten für die Reinigung der Arbeitskleidung, rechnet sich das in jedem Fall. Sie können die Kosten über die Betriebsausgaben zum Teil wieder hereinholen. Und Ihre Arbeitnehmer müssen unabhängig von der Art der Kleidung keinen geldwerten Vorteil versteuern.

Das Finanzamt fragt, wie lange Sie es noch machen

Wollen Sie diesen Job ewig machen? Das ist die Frage, die man Ihnen, wollen Sie eine nachhaltige Tätigkeit nachweisen, stellt. Denn nur wer dauerhaft einer bestimmten Beschäftigung nachgeht, bekommt vom Finanzamt gewerbliches oder unternehmerisches Schaffen attestiert. Wer also nur mal seine Plattensammlung verkauft, kann, selbst wenn es Monate dauert, bis die Scheiben losgeschlagen sind, nicht den lukrativen Vorsteuerabzug beanspruchen. Handelt es sich dagegen um Udo Jürgens, der vom Verkauf seiner Platten lebt, sieht die Sache anders aus. Selbst wenn auch dann die LPs monatelang wie Blei in den Regalen liegen sollten.

Der Fiskus möchte nicht, daß Sie sich sinnlos vollstopfen

Auch wenn Sie Ihrer Frau nicht sagen müssen, wo Sie waren - das Finanzamt erwartet genauen Rapport. Der Grund für Ihr Geschäftsessen ist dabei für dessen Anerkennung von größter Bedeutung. Und Hunger reicht dabei alleine nicht hin. Sie sollten schon das Projekt, in dessen Rahmen die Bewirtung stattfand, konkret benennen. Also zum Beispiel "Lieferung einer Maschine". Denn das beseitigt dann auch beim Fiskus letzte Zweifel.

Der Zweck heiligt die Mittel, und das Finanzamt bezahlt sie

Als Unternehmer verfolgen Sie ein Ziel: Gewinn zu erzielen. Ihre Büroausstattung muß diesem Zweck aber nicht unbedingt dienen. Das Finanzamt darf sich also nicht anmaßen, Ihnen bei dem, was Sie für Ihren Betrieb als Ausstattung anschaffen, hineinzureden. Es muß alles als Betriebsausgabe anerkennen. Einzige Einschränkung ist, daß die Ausgabe dem Umfange nach Ihrem Betrieb angemessen ist und Ihr Budget nicht allzusehr sprengt. Als Inhaber eines Bauchladens werden Sie daher wohl neue Tragegurte durchgesetzt bekommen, aber keinen Firmenjet.

Ihre Mitarbeiter sollten ihr eigenes Süppchen kochen

Selber essen macht fett. Und selber kochen spart Ihren Angestellten Steuern. Denn wenn diese auf einer vom Betrieb zur Verfügung gestellten Kochgelegenheit eigene Lebensmittel zubereiten, handelt es sich nicht um einen geldwerten Vorteil. Die zubereiteten Speisen können also voll und ganz und unversteuert genossen werden. Der Unternehmer genießt hingegen auch in diesem Falle reale Steuervorteile: Die Kosten der Kücheneinrichtung inklusive der Nebenkosten für Strom, Gas, Wasser und etwaiger Reparatur sind als Betriebsausgaben zu veranschlagen. Bei Anschaffungskosten über 410 EUR sind die Ausgaben allerdings über die Nutzungsdauer des jeweiligen Gerätes zu verteilen, und nur die Umsatzsteuer kann direkt vom Staat zurückgefordert werden.

Als Freiberufler sollten Sie sich nicht auf den Zufall verlassen

Wenn Ihre freiberufliche Tätigkeit ein Erfolg werden soll, brauchen Sie dazu auch das nötige Quentchen Glück. Nicht jeder, der aber Glück hat, ist umsatzsteuerpflichtig und mit dem Vorsteuerabzug beglückt. Wer nur Glück im Spiel hat, etwa beim Lotto, wird schon deshalb keine Umsatzsteuer abführen müssen, weil Glücksspiele generell objektiv nicht zur Erzielung von Einnahmen geeignet sind. Der Zufall spielt eine zu große Rolle. Werden jedoch professionell durch Spielsysteme oder Berechnungsmethoden die Chancen optimiert, sieht die Sache schon wieder anders aus (z. B. beim Pokern). Berufsspieler sind also klassische Freiberufler.

Wer nicht wagt, darf keine Umsatzsteuer ausweisen

Im fiskalischen Sinne selbständig sind Sie nicht, wenn Sie sauber sind, drei Meter laufen können, ohne umzufallen, oder nicht mehr gestillt werden. Selbständig sind Sie nur dann, wenn Sie nicht mehr weisungsgebunden sind und auf eigene Rechnung handeln. Das Risiko, eigene Verluste tragen zu müssen, ist hier ein ganz entscheidendes Kriterium. Deswegen ist auch der Vorstandsvorsitzende eines Aktienkonzerns nicht selbständig tätig. Selbst wenn er bereits nicht mehr aus den Mundwinkeln sabbert.

Wenn Sie auf Wachstum setzen, sparen Sie Steuern

Ihr Unternehmen soll wachsen und gedeihen. Warum nicht auch in den Büroräumen? Denn Pflanzen im Betrieb verbessern nicht nur die Luft, sondern auch das Betriebsklima. Sie sind inklusive aller Nebenkosten als Betriebsausgabe abzugsfähig. Also auch die Substralstäbchen und Motivgießkannen zählen dazu. Aufgrund der 410-EUR-Regelung sollten Sie sich aber die Mühe machen, jede Pflanze in der Rechnung einzeln aufzuführen.

An Geschäftsessen nehmen Sie immer als Privatperson teil

Genau wie in Kneipen können Sie beim Finanzamt nicht unbegrenzt anschreiben lassen. Nur 70 % Ihrer Bewirtungskosten dürfen Sie unter den Betriebsausgaben veranschlagen. 30 % sind immer privat veranlaßt. Wenn Sie also als Parfumvertreter mit Geschäftspartnern essen gehen, geht der Fiskus immer davon aus, daß Sie sich auch privat gut verstehen. Selbst wenn Sie sich nicht riechen können.

Ihre Angestellten wird das Finanzamt fressen

Wer anständig arbeitet, soll auch anständig essen. Wer für Sie arbeitet, soll aber vielleicht auch mit Ihnen und Ihren Geschäftsfreunden speisen. Steuerrechtlich kein Problem, denn auch wenn Arbeitnehmer an einem Geschäftsessen teilnehmen, ist deren Bewirtung abzugsfähig. Selbst die Ehefrauen Ihrer Angestellten gehen nicht leer aus. Der Arbeitnehmer muß auch keinen geldwerten Vorteil versteuern. Im Grunde sind nach einem solchen Essen also alle satt und zufrieden.

Ihre Mitarbeiter leben auch auf Kosten des Staates

Vielleicht sind Sie nicht nur Freiberufler, sondern auch Arbeitgeber. Dann hilft es nichts, darüber zu lamentieren, wie teuer hierzulande die Arbeit ist. Sie sollten lieber etwas tun. Zum Beispiel auch mit Hilfe der von Ihnen gezahlten Löhne und Gehälter Steuern sparen. Denn alle Zahlungen an die Arbeiter und Angestellten Ihres kleinen Büros oder Ihres großen Konzerns sind Betriebsausgaben. Sie können also inklusive möglicher Aushilfslöhne und der vom Arbeitgeber zu zahlenden pauschalen Lohnsteuer von der Steuer abgesetzt werden.

Auf Reisen wird kein Nachschlag gewährt

Auf Reisen sind Geschäftsessen zwar meist notwendig, aber nicht besonders lukrativ. Zwar können Sie auch hier alle Kosten zu 70 % als Betriebsausgabe verbuchen, gleichzeitig wird aber Ihre Verpflegungspauschale für Geschäftsreisen gekürzt. Bei einem geschäftlichen Frühstück um 15%, bei einem Mittag- oder Abendessen um jeweils 30 % pro Tag. Denn das Finanzamt geht davon aus, daß Sie nicht nur verhandeln, was ansteht, sondern auch essen, was auf dem Tisch steht. Mehr gibt es dann nicht.

Auch Frustessen ist steuerlich begünstigt

Geschäftsessen sind meist sehr teuer. Sie sind aber nicht immer ein Erfolg. Daher kann das Finanzamt also bei Ihrer Abrechnung auch nicht verlangen, daß jedes Bemühen gleich in einen Auftrag mündet. Eine betriebliche Veranlassung ist auch bei Mißerfolg gegeben. Für die Anerkennung als Betriebsausgabe reicht es, wenn Sie Ihre Absicht erklären. Zumindest von dieser Seite ist also das Völlegefühl der einzige Druck, unter dem Sie stehen.

Aus Schaden wird man klug, aber auch reich?

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Wenn der Schaden aber jeder Beschreibung spottet, sieht man sich als Unternehmer oder Freiberufler häufig mit horrenden Schadenersatzzahlungen konfrontiert. Zum Glück kann man sich diese aber als Betriebsausgabe vom Staat erstatten lassen. Kunstfehler bei ärzten oder Fristversäumnisse beim Steuerberater sind so nicht nur für die Betroffenen leichter zu tragen.

Das Finanzamt ist für Sie auch Spedition

Vieles, was Sie für Ihren Betrieb benötigen, können Sie nicht gleich mitnehmen. Es fallen Transportkosten an. Diese sind als Teil der Anschaffungskosten als Betriebsausgaben abzugsfähig. Bei Gegenständen des Anlagevermögens allerdings nur bis zu 410 EUR sofort, bei Gegenständen des sogenannten Umlaufvermögens dagegen in voller Höhe. Den Transport des Vorzimmerklavieres werden Sie so nur über Jahre verteilt, den der für die Produktion benötigten Joghurtbecher dagegen gleich absetzen können.

Sie haben noch eine Rechnung offen. Das Finanzamt auch

Warum arbeiten Freiberufler und Gewerbetreibende? Um sich selbst zu verwirklichen? Ja, aber sicher doch auch, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Zum Beispiel die ihrer Lieferanten. Doch nicht immer gelingt es, eine Rechnung pünktlich zu begleichen. Werden Ihnen für dieses Versäumnis Zinsen in Rechnung gestellt, bekommen Sie diese erstattet - vom Staat. Denn sie zählen zu den Anschaffungskosten und sind dementsprechend als Betriebsausgaben abzugsfähig.

Die Arbeit ist Ihr Hobby, aber auch lukrativ?

Sie können gern Ihr Hobby zum Beruf machen. Allerdings sollte Ihr Hobby, wenn Sie für sich den Vorsteuerabzug beanspruchen, auch bestimmte Kriterien erfüllen. Denn nur wenn das, was Sie treiben, objektiv zur Erzielung von Einnahmen geeignet ist, wird auf eine nachhaltige Tätigkeit erkannt und die entsprechende Vergünstigung gewährt.

Ihre Parkgroschen sind auch Steuergelder

Auf einer Geschäftsreise zählt nicht nur Ihre Unterbringung zu den Betriebsausgaben, sondern auch die Ihres Autos. Auch die Parkplatzgebühren vor dem Hotel oder bei den geschäftlichen Besprechungen sind absetzbar. Immer natürlich vorausgesetzt, die berufliche Veranlassung geht aus dem Fahrtenbuch hervor. Wenn Sie hingegen nur zum Shopping fahren, gilt für Sie, fiskalisch gesehen, absolutes Halteverbot.

Wenn Sie Gewinn machen, ist der Steuerberater kein Verlust

Auch wenn Sie die Umsatzsteuer für Ihre Leistungen nicht getrennt abrechnen, sollten Sie sich vorrechnen, welche Vorteile die Abrechnung der Steuerberatungskosten im Rahmen der Betriebsausgaben bietet. Denn sie mindert Ihren Gewinn, und damit verringert sich nicht nur Ihre Einkommen-, sondern auch Ihre Gewerbesteuer.

Wir wissen nicht, was Ihnen Ihr Steuerberater empfiehlt ..

Welche Möglichkeit für Sie nun in Betracht kommt, können Sie selbst bestimmen. Abhängig von Ihrem Einkommen. Faustregel: Je weniger Sie verdienen, desto lukrativer macht sich die Umsatzsteuer und damit die Veranschlagung als Betriebsausgabe bemerkbar. Denn während Sie unterhalb des Existenzminimums mit der Abrechnung über die Sonderausgaben gar keine Steuern sparen, wird Ihnen beim Ansatz innerhalb der Betriebskosten zumindest noch die Umsatzsteuer erstattet. Und gerade bei niedrigen Einkommen zählt ja jede Mark.

Ein Steuerberater spart mal mehr, mal weniger Geld

Guter Rat sollte aber auch nicht zu teuer sein, denn nur Steuerberatungskosten bis zu 500 EUR müssen nicht direkt den jeweiligen Einkunftsarten zugeordnet werden, sondern können vollständig als Sonderausgaben oder aber im selbständigen Bereich als Betriebsausgaben angesetzt werden. Letzteres empfiehlt sich vor allem, wenn Sie zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, das heißt, wenn Sie Ihren hoffentlich solventen Kunden Umsatzsteuer in Rechnung stellen. Ein kleines Beispiel wird dies verdeutlichen. Nehmen wir mal an, Sie haben eine Rechnung von Ihrem Steuerberater erhalten, die folgendes ausweist: 400 DM plus 64 EUR Umsatzsteuer. Machen Sie nun die Kosten als Sonderausgabe geltend, so werden 464 EUR vom Gesamtbetrag Ihrer Einkünfte abgezogen. Bei einem Steuersatz von zum Beispiel 50 % bedeutet das eine effektive Steuerersparnis von 232 EUR. Rechnen Sie das Ganze aber unter Betriebsausgaben ab, entsteht Ihnen ein Gewerbeverlust von 400 EUR. Sie würden also wiederum beim gleichen Steuersatz 200 EUR weniger an Steuern zu bezahlen haben. Zusätzlich wird Ihnen aber auch noch die gesamte Umsatzsteuer von 64 EUR erstattet, so daß sich die Ersparnis auf 264 EUR summiert und der Ansatz als Betriebskosten sich rechnet.

Wenn der Steuerberater auch Unternehmensberater ist

Guter Rat ist teuer. Gerade in Steuerfragen. Daher lohnt es sich, Steuerberatungskosten, die durch eine gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit entstehen, nicht über die Sonderausgaben der Einkommensteuererklärung abzurechnen, sondern in die überschußrechnung des Betriebes zu übernehmen. Die Kosten für die Anfertigung der Anlagen GSE, der Gewerbe- oder der Umsatzsteuererklärung können (ab 500 EUR Steuerberatungskosten: müssen) inklusive aller Nebenkosten auf diese Weise geltend gemacht werden. Ferner Geschenke an den Steuerberater bis 40 EUR, jedoch keine Werbegeschenke. Dies verspricht deutlich höhere Rückerstattung.

Ein gutes Restaurant setzt Umsatzsteuer auf die Rechnung

"Zusammen oder getrennt?", lautet die übliche Frage der Bedienung, wenn man zu zahlen wünscht. Als Gewerbetreibender und Freiberufler sollten Sie immer antworten: "Getrennt". Und zwar nicht nach Personen, sondern nach Rechnung und Umsatzsteuer. Denn auf Ihren Restaurantquittungen muß die Umsatzsteuer immer getrennt ausgewiesen werden. Nur dann bekommen Sie diese Steuer vom Finanzamt zurück. Ausnahme: Bei Rechnungsbeträgen bis 100 EUR genügt die Angabe des Steuersatzes, der Betrag muß dann nicht getrennt ausgewiesen sein.

Ohne Quittung zählen die Striche auf Ihrem Deckel

Die Quittung für Ihr Geschäftsessen sind lukrative Aufträge und heftige Kopfschmerzen. Immerhin muß Ihnen die Tatsache, daß Sie auch noch die Taxiquittung verlegt haben, kein weiteres Kopfzerbrechen bereiten. Denn aus der Restaurantquittung geht hervor, daß während des geschäftlichen Beisammenseins wohl der eine oder andere gute Tropfen geleert wurde. Auch Ihrem Finanzbeamten sollte dann einleuchten, daß Sie die Strecke vom Restaurant nach Hause nicht zu Fuß bewältigen konnten. Jedenfalls nicht ohne angefahren, verhaftet oder verhaltensauffällig zu werden. Es lohnt sich also, mit der allgemeinen Lebenserfahrung zu argumentieren.

Das Finanzamt möchte, daß Sie Ihr Auto mal stehen lassen

Wer Geschäfte machen will, muß viel vertragen. Niederlagen und Rückschläge zum Beispiel. Oder auch Alkohol. Denn bei Geschäftsessen wird meist nicht nur knallhart verhandelt, sondern auch heftig getrunken. Wenn Sie es daher vorziehen, nicht mit dem eigenen Auto zu fahren, nehmen Sie sich ruhig ein Taxi. Denn die Kosten sind Betriebsausgaben und als solche absetzbar. Und vielleicht können Sie sich das Taxi ja mit den weißen Mäusen teilen.

Wer bei sich anschreiben läßt, kann gut abschreiben

Beim Verkauf von Betriebsvermögen entsteht also immer eine Betriebseinnahme: der Verkaufpreis, und eine Betriebsausgabe: der Anschaffungspreis, vermindert um die AfA. Es handelt sich also um eine sehr zweischneidige Sache, aus der aber eindeutig Vorteil gezogen werden kann. Gerade in Jahren, in denen Sie sich vor Aufträgen kaum retten können und Sie auf Ihr Geld warten können. Warten Sie doch einfach bis zum nächsten Jahr. Denn wenn der Käufer erst dann bezahlt, können Sie die Ausgaben und die Einnahmen auf zwei Veranlagungszeiträume verteilen. Sie schreiben damit bereits heute ab und versteuern morgen. Und bis dahin kann sich Ihre Auftragslage schon wieder deutlich verschlechtert haben.

Leistungen und Ausgaben gehen auf getrennte Rechnung

Wer freiberuflich tätig ist, muß zunächst einmal investieren. In Porto, Telefon, Klarsichthüllen oder andere Arbeitsmittel, damit das Geschäft floriert. Und da dies meist auch Ausgaben im Dienste des Kunden sind, werden sie auch in Rechnung gestellt. Dabei sollten Sie darauf achten, diese nicht nur in unserem Schema, sondern auch auf Ihren Rechnungen gesondert auszuweisen. Denn für Ihre erbrachten Leistungen sind Sie vielleicht gezwungen, Umsatzsteuer zu erheben. Für Ihre Auslagen dürfen Sie das nicht. Eine getrennte Auflistung sorgt also sowohl beim Kunden als auch beim Finanzamt für Transparenz. Notfalls auch ohne Hülle.

In Ihrem Betrieb arbeitet man auch für ´n Appel und ´n Ei?

Arbeiten, die für Sie geleistet wurden, können nicht nur in barem Geld, sondern auch in Naturalien und Sachleistungen vergütet werden. Die Ausgaben hierfür holen Sie dann ganz einfach über die Betriebsausgaben wieder herein. Vorausgesetzt, die Ausgabe läßt sich eindeutig als betrieblich veranlaßt einordnen. Eine Champagnerflasche an die Handwerker, die Ihr Büro renovierten, ist somit Betriebsausgabe, diejenige an die Ehegattin zum Hochzeitstag dagegen nicht. Als maßgeblich für den Veranlagungszeitraum gilt dabei der Zeitpunkt der übergabe, nicht das Kauf- und schon gar nicht das Mindesthaltbarkeitsdatum.

Ihre Betriebsausstattung sollten Sie sich erarbeiten

Sachleistungen, die Sie für Ihre unternehmerische Tätigkeit erhalten, sind also als Einnahmen zu versteuern. Sie sind aber bei einigem Geschick auch gleichzeitig als Betriebsausgabe abzusetzen. Die Einnahme bliebe also unversteuert. Hierzu müssen Sie nur gewährleisten, daß Sie die entsprechenden Zuwendungen nur beruflich nutzen. Dies wird bei Gaben wie einem Terminplaner, einem Handy oder einem Computer relativ leicht zu bewerkstelligen sein. Erhalten Sie hingegen als Vergütung einen Wurf Cockerspaniel, wird die Sache schon bedeutend schwieriger.

Computer sparen Ihnen Arbeit und eine Menge Steuern

Von Zeit zu Zeit sollten Sie einiges in Ihrer Firma umstellen. Zum Beispiel die Buchhaltung auf EDV. Denn das erspart Ihnen nicht nur eine Menge Arbeit, sondern auch Steuern. Denn neue Computeranlagen sind als Anlagevermögen unter den Betriebsausgaben abzugsfähig, inklusive Software. Auch hier gilt es aber die 410-EUR-Grenze zu beachten: Alles darunter kann sofort geltend gemacht werden, alles darüber nur über die Nutzungsdauer der Geräte verteilt. Ein Gameboy verspricht so kurzfristig größere Steuererleichterungen als ein Netz von fünfzig CAD-Arbeitsplätzen. Er ist aber dem Finanzamt auch schwerer plausibel zu machen.

Wer Abfindungen bezahlt, entschädigt sich über die Steuer

Mit einer schlechten Konjunkturlage müssen Sie sich abfinden. Mit schlechten Mitarbeitern nicht. Sollten Sie sich daher gezwungen sehen, sich von einigen Ihrer Beschäftigten zu trennen, werden Sie Ihnen zwar eine Abfindung bezahlen müssen. Sie müssen sich aber nicht damit abfinden, daß das Geld verloren ist. Denn auch Abfindungen sind Betriebsausgaben. Entscheidend für die Veranschlagung ist der Zeitpunkt, zu dem die Entschädigung bezahlt wird. Hier sollten Sie ganz kühl kalkulieren. In wirtschaftlich guten Jahren sollten Sie sie in einer Summe überweisen, um Ihre Einnahmen und damit die Steuerlast zu mindern. In wirtschaftlich schlechten Jahren empfiehlt es sich dagegen, die Zahlungen über einen größeren Zeitraum zu verteilen. Dann kann Ihr ehemaliger Angestellter auch nicht gleich alles für Unterhaltungselektronik oder Cluburlaube verprassen.

Das Finanzamt hat eine Kantine. Sie auch?

Eine betriebseigene Kantine verursacht nicht nur üblen Geruch, sondern auch Kosten. Die Geräte, die Tische und Stühle, die Lebensmittel, die Nebenkosten, das Geschirr und das Besteck und nicht zuletzt das Küchenpersonal wollen bezahlt sein. Unternehmer können diese Aufwendungen dem Staate in Rechnung stellen. Dabei sollte wiederum die Maxime gelten: lieber kleckern als klotzen, denn Rechnungsbeträge über 410 EUR sind nur über Jahre verteilt als Betriebsausgaben geltend zu machen. Wenn Sie jedoch auch Ihren Mitarbeitern etwas in Rechnung stellen, diese also für das Essen bezahlen, handelt es sich um glasklare Betriebseinnahmen. Und die müssen natürlich ebenfalls fein säuberlich in der entsprechende Rubrik Ihrer überschußrechnung vermerkt werden.

Auch als Arbeitgeber sind Sie arbeitsrechtlich geschützt

Man sollte sich nicht im Streit trennen. Bei der Auflösung von Arbeitsverhältnissen gelingt es aber nicht immer, diesen Vorsatz zu verwirklichen, und man zieht vor Gericht. Die anfallenden Kosten, die Ihnen als Arbeitgeber ein arbeitsgerichtliches Verfahren verursacht, sind aber zumindest als Betriebskosten absetzbar. Also alle Anwaltskosten, die Fahrten zum Anwalt und zum Gericht, die Telefonate und die Korrespondenz. Wenn Sie sich also schon nicht mit Ihrem ehemaligen Angestellten gütlich einigen können, werden Sie wenigstens durch das Finanzamt ein wenig versöhnt.

Das Finanzamt sucht Mitarbeiter

Wir können nicht alle die Tagesthemen moderieren. Und so wollen auch die Posten von Müllfahrern, Hundefängern und Parteivorsitzenden besetzt sein. Und da bedarf es schon einiger Formulierungskunst, um in der entsprechenden Stellenanzeige den Job schmackhaft zu machen. Wenn Sie sich also nun für diese oder andere Arbeiten nach neuen Mitarbeitern umsehen, können Sie sämtliche Kosten für die Suche nach geeigneten Bewerbern dem Staat aufbrummen. Die Anzeige inklusive aller Nebenkosten wie zum Beispiel der Beschäftigung eines Texters kann nämlich über die Betriebsausgaben abgesetzt werden.

Unternehmen Sie mehr mit der Familie

Als Freiberufler können Sie endlich auf eigenen Beinen stehen und müssen doch nicht den Schoß der Familie verlassen. Denn auch alle Zahlungen an Familienangehörige, die Sie in Ihrem Unternehmen beschäftigen, sind Betriebsausgaben und als solche abzugsfähig. Dabei werden allerdings von Seiten des Finanzamtes relativ strenge Maßstäbe angelegt. Die Löhne und Gehälter, die Ihre Anverwandten beziehen, sollten denen anderer im Unternehmen beschäftigter Personen mit vergleichbarer Tätigkeit entsprechen. Und Ihr dreijähriger Sohn sollte in der Betriebsabrechnung auch nicht als "Executive Supervising Marketing-Manager für den Bereich Ost- und Mittelasien" mit entsprechenden Bezügen firmieren.

Sie können Ihrem Kind Geld geben. Oder einen Job

Ein Familienunternehmen ist aber vor allem für Unternehmer mit hohen Gewinnen sinnvoll, da sich diese Gewinne dann auf mehrere Familienmitglieder verteilen lassen und man so einen wesentlich günstigeren Steuersatz herausschindet. Besonders günstig ist es natürlich, die Kinder, die einem sowieso auf der Tasche liegen und keine weiteren Einkünfte beziehen, zu beschäftigen. Sie machen sich dann im Betrieb ein wenig nützlich, der Unterhalt wird zur Betriebsausgabe und damit steuerlich rentabel. Sie müssen dann allerdings dem Finanzamt hoch und heilig versprechen, daß die Anstellung der eigenen Kinder nicht ausschließlich aus steuerlichen Gründen erfolgte. Denn sonst mutmaßt das Finanzamt Gestaltungsmißbrauch. Und den sieht man hierzulande gar nicht gern.

Man kann nicht alles selbst machen - das weiß der Staat

Arbeit will auch delegiert sein ... an die Mitarbeiter im Haus, oder an freiberuflich Tätige und externe Berater. Denn vieles kann von den Festangestellten gar nicht erledigt werden. Unternehmensberater, Rechtsanwälte, Notare, Vertreter, Werbefachleute, Wirtschaftsprüfer, die in Ihrem Betrieb tätig werden, müssen daher häufig erst kurzfristig angeheuert werden. Die Kosten, die das Heranziehen von Freiberuflern, Selbständigen und Gewerbetreibenden aller Art mit sich bringt, werden Ihnen über die Betriebsausgaben erstattet. Sie müssen also nicht alles alleine machen. Und schon gar nicht allein finanzieren.

Der Staat ist einer der größten Werbetreibenden überhaupt

Immer mehr Werbung auf immer mehr Kanälen rauscht ungehört an uns vorbei. Da freut es doch, daß zumindest einer von der Werbung Ihres Unternehmens Notiz nimmt: das Finanzamt. Denn alle Kosten, die Ihnen durch subtile Imagewerbung oder platte Reklame entstehen, zählen wiederum, Sie ahnen es, zu den Betriebsausgaben. Das heißt, sie sind absetzbar. Von der simplen Postwurfsendung bis zum Dreiminutenspot. Und zwar inklusive aller Nebenkosten wie Porto, Telefon oder Superstar. Zumindest auf diesem Wege macht sich Werbung also definitiv bezahlt.

Die Firma gehört Ihnen. Und das Büro?

Als Gewerbetreibender oder Freiberufler sind Sie vielleicht Ihr eigener Herr. Aber nicht unbedingt auch Ihr eigener Vermieter. Sie zahlen daher für Ihre betrieblich genutzten Räume Miete, und die ist wiederum über die Betriebsausgaben wieder hereinzuholen. Inklusive aller Nebenkosten wie Strom, Gas, Wasser, Müllabfuhr oder, wenn das Haus von einer vom Vermieter beauftragten Firma verwaltet wird, auch die Verwaltungsumlage.

Ein Makler ist nicht billig, aber steuerlich rentabel

Firmen teilen das Schicksal vielköpfiger Großfamilien: Nur schwer sind geeignete Räumlichkeiten zu finden. Sind Sie daher als Unternehmer gezwungen, sich Ihren Betriebsstandort von einem Makler vermitteln zu lassen, sollten Sie sich nicht allzu sehr über die zu zahlende Gebühr grämen. Denn die zahlt zu einem guten Teil der Staat. Maklergebühren sind nämlich als Betriebsausgaben absetzbar. Inklusive aller Nebenkosten. Und so kostet Sie das Ganze höchstens überwindung.

Hinterlegen Sie Steuergelder als Kaution

Der Vermieter möchte vermutlich, daß Sie das angemietete Büro so verlassen, wie Sie es vorgefunden haben, und möchte dafür Sicherheiten. Er verlangt Kaution. Verlangen Sie dann doch einfach das Geld von Ihrem Finanzamt zurück. Denn auch die Kaution für ein betrieblich genutztes Gebäude ist in die Gewinnermittlung mit einzubeziehen. Bei Hinterlegung als Betriebsausgabe, bei Erstattung als Einnahme. Das Ganze funktioniert aber nur, wenn Sie nicht schon aufgrund Ihres Geschäftsvolumens zum Bilanzieren gezwungen sind.

Das Finanzamt achtet auf die Ernährung Ihrer Mitarbeiter

Etwas Warmes braucht der Mensch. Gerade während der Arbeit. Denn Essen hält nicht nur Leib und Seele, sondern auch die Arbeitskraft Ihrer Mitarbeiter zusammen. Das weiß auch das Finanzamt. Wenn Sie also Ihren Angestellten in der Dienstzeit eine warme Mahlzeit servieren, sind für Sie als Unternehmer alle anfallenden Kosten als Betriebsausgaben abzugsfähig. Alle Speisen und Getränke gehen also zu Lasten des Fiskus. Leider aber auch zu Lasten Ihrer Beschäftigten. Denn die müssen die zur Verfügung gestellten Lebensmittel als geldwerten Vorteil versteuern. Die Mahlzeiten werden ihnen also unter Umständen noch schwer im Magen liegen. Die Ausnahme bestätigt aber auch hier die Regel. Denn wenn Sie einen dringenden Auftrag abzuwickeln haben, die Mitarbeiter überstunden anhäufen und Sie mit einem kleinen Imbiß versuchen, Pausen im Arbeitsablauf zu verkürzen, so ist diese "kleinere Bewirtung" ausschließlich betrieblich veranlaßt und damit für die Arbeitnehmer steuerfrei.

Haben Ihre Geschäftspartner ein gewisses Niveau?

Bei Geschäftsessen versucht man, seine Produkte an den Mann zu bringen. Man verkauft aber auch ein ganz bestimmtes Image. Erfolg ist also eine Frage des schönen Scheins. Auch bei der Abrechnung der Kosten. Das Zauberwort gegenüber dem Finanzamt heißt daher Repräsentation. Je glaubhafter Sie also versichern, daß die Wichtigkeit Ihrer Kunden einen gewissen Standard der Restauration erfordert, desto leichter setzen Sie Ihre Ansprüche durch. Denn Lottotips werden vielleicht im Stehimbiß vergeben, Werbeetats jedoch nicht.

Ihre Mitarbeiter produzieren etwas: Lohnnebenkosten

Immer wieder ist zu lesen, daß gerade die Lohnnebenkosten den Standort Deutschland gefährden. Dabei sind diese im gesamten Umfang steuerlich als Betriebsausgaben steuerlich abzugsfähig. Den gesamten Arbeitgeberanteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag, das Weihnachtsgeld, das Urlaubsgeld, die freiwilligen Sozialleistungen und alle anderen Ihnen entstehenden Kosten können Sie hier veranschlagen.

Ihr Büro ist hoffentlich keine Telefonzelle

Als Ihr eigener Herr haben Sie ein eigenes Büro. Und hoffentlich auch einen eigenen Telefonanschluß. Sie sollten darauf achten, daß das Ganze auf den Namen der Firma läuft und die Rechnungen entsprechend adressiert sind. Denn nur dann ist eine reibungslose Anerkennung im Rahmen der Betriebskosten gewährleistet. In allen anderen Fällen ist die Leitung zum Finanzamt blockiert.

Bei der Umsatzsteuer rechnet sich das Rechnen

Wer sich auf diese kleine Rechenoperation einläßt, kann mit deutlich höherer Steuerentlastung rechnen. Denn im Gegensatz zu den Betriebsausgaben wird Ihnen die Umsatzsteuer zu 100 % erstattet. Jede Möglichkeit, aus den Rechnungsbeträgen Umsatzsteuer herauszulösen, bedeutet also bares Geld. Und für Geld tut man doch fast alles.

Nur wo Umsatzsteuer ausgewiesen wird, ist auch welche drin

Sie sollten nicht immer nur nehmen, sondern auch geben. Zum Beispiel Umsatzsteuer an das Finanzamt, indem Sie sich entscheiden, sie Ihren Kunden gesondert in Rechnung zu stellen und an den Staat abzuführen. Denn nur dann können Sie sich die Umsatzsteuer anderer postwendend zurückgeben lassen und so von hundertprozentig sicheren Erstattungen profitieren. Geben ist also nicht nur seeliger als Nehmen, es ist auch steuerlich wesentlich günstiger.

Auch ohne Aufzeichnungen ist der Mondscheintarif ein Geschäftstarif

Aber auch wenn Ihr Arbeitnehmer seinen Feierabend zwar für die Firma, nicht jedoch für die minutiöse Abrechnung der Telefongebühren geopfert hat, können Sie einige der Auslagen übernehmen. Ohne besondere Aufzeichnungen können so bei Telefonrechungen unter 50 EUR pro Monat 20 % der Einheiten steuerfrei erstattet werden. Bei Rechnungsbeträgen zwischen 50 und 100 EUR kann Ihr Mitarbeiter 10 EUR sowie 40 % des Betrages, der über 50 EUR hinausgeht für sich verbuchen. Bei Summen über 100 EUR hingegen entfällt der komplette Betrag, der über 70 EUR hinausgeht, auf Sie.

Das Finanzamt möchte Ihre Zinslast senken

Als Freiberufler haben Sie nicht nur gesellschaftlichen Kredit. Auch Ihre Bank wird Ihnen gern ein betriebliches Darlehen gewähren. Wenn die Kreditsumme dabei nicht in vollem Umfang ausbezahlt wird, sondern etwas als Zinsvorauszahlung von vornherein einbehalten wird, wird dieser Betrag Disagio genannt. Es handelt sich dabei um eine höchst lukrative Möglichkeit, laufende Zinszahlungen zu reduzieren und dabei Steuern zu sparen. Denn ein Disagio kann zum Zeitpunkt der Kreditauszahlung als Betriebsausgabe abgesetzt werden, wenn Sie als Freiberufler von Ihrem Privileg Gebrauch machen, lediglich eine Einnahme-überschußrechnung durchzuführen.

Nach Feierabend bleiben manche Ihrer Mitarbeiter auf Draht

Wenn sich Ihre Arbeitnehmer öfters einmal Arbeit mit nach Hause nehmen, können Sie als Gewerbetreibender oder Freiberufler es ihnen nur danken. Zum Beispiel, indem Sie alle nach Feierabend auf dem privaten Apparat anfallenden Telefonkosten anstandslos übernehmen. Das Geld, das Sie auf diese Weise Ihren Angestellten erstatten, können auch Sie sich wiedergeben lassen. Und zwar vom Finanzamt. Doch Vorsicht, das funktioniert nur, wenn Ihre Arbeitnehmer wiederum den Zählerstand zu Beginn und zu Ende des Gesprächs, die Einheiten, den Gesprächspartner und den Gegenstand des Telefonates notieren. Geschieht dies nicht, sind die erstatteten Telefonkosten geldwerter Vorteil und als solcher zu versteuern.

Der Staat übernimmt für Sie eine Bürgschaft

Ihren Kredit werden Sie mit Zins und Zinseszins zurückzahlen müssen. Als Freiberufler und Kleingewerbetreibender werden Sie da aber zumindest mit der Unterstützung des Finanzamtes rechnen können. Denn Zinszahlungen für betrieblich veranlaßte Kredite sind für Sie voll und ganz als Betriebsausgabe abzugsfähig. Werden dagegen gemischt genutzte Güter angeschafft, können Sie immerhin noch anteilig die Zinslast geltend machen. Zum Beispiel wenn Ihre Frau öfters mit dem handlichen Betonmischer zum Shoppen fährt.

Beispiel:

Frau Wachtel kauft eine Wohnung zum Preis von 500.000 EUR Die Wohnfläche beträgt 200 m². 100 m² davon werden betrieblich genutzt. Sie nimmt zur Finanzierung einen Kredit i. H. v. 500.000 EUR auf. Die Zinszahlungen betragen in 2004 35.000 EUR. Da er die Wohnung zur Hälfte privat nutzt, kann er in 2004 nur 17.500 EUR als Betriebsausgaben absetzen

Beim Abendmahl waren zwölf Jünger, aber 13 Personen

Bei der Bewirtung von Gästen sollte man nicht immer nur an sich denken. Aber auch. Denn wenn Sie unter den Betriebsausgaben Bewirtungskosten geltend machen wollen, ist es wichtig, zu jedem Anlaß alle bewirteten Personen aufzuführen. Inklusive der eigenen. Wer sich selbstlos vergißt, muß damit rechnen, seine Auslagen nicht anerkannt zu bekommen. Schön wäre es dann noch, wenn Sie kurz die Geschäftsbeziehungen zu den einzelnen Personen erläuterten.

Hier betreiben wir Schuldnerberatung

Gewerbliche Schulden sind also steuerlich lukrativ, da das Finanzamt über die Betriebsausgaben einen Teil der Zinsen übernimmt. Private Schulden sind es nicht. Daher raten wir, vor der Inanspruchnahme eines Kredits mit sich in Klausur zu gehen und zu fragen: Wozu wird das Geld benutzt? Dies will vor allem bei Steuerschulden bedacht sein, die durch ein Darlehen getilgt werden sollen. Die Einkommensteuer sollte als Personensteuer immer aus einem Guthaben bezahlt werden, wohingegen sich bei Umsatz- und Gewerbesteuer ein Kredit durchaus rentieren kann. Schulden wollen also nicht nur beglichen, sondern auch minutiös geplant sein.

Beispiel:

Unternehmer Unklung hat im Januar 2004 einen Lieferwagen (100 % betrieblich genutzt) für 30.000 EUR zzgl. 4.800 EUR USt. gekauft. Da er über ein Bankguthaben i. H. v. 40.000 EUR verfügt, entschließt er sich, den Wagen bar zu bezahlen. Auf seinem Konto verbleiben 5.200 EUR Gewerbesteuer, 40.000 EUR ESt. sind zu zahlen.

Er überweist die Gewerbsteuerschuld von seinem restlichen Bankguthaben. Für die Zahlung der ESt. nimmt er einen Kredit i. H. v. 40.000 EUR auf. Die Zinsen in 2004 betragen 4.300 EUR.

In diesem Fall hat Herr Unklug wirklich alles falsch gemacht, was er falsch machen konnte. Die Zinsen für den Kredit, den er für die Zahlung der ESt. aufgenommen hat, kann er nicht als Betriebsausgaben geltend machen, da es sich bei der ESt. um eine Personensteuer handelt.

Der Kredit ist also nicht betrieblich veranlaßt. Hätte er die ESt. von seinem Sparguthaben gezahlt und den Kredit für die Zahlung der Gewerbesteuer und des Lieferwagens aufgenommen, so hätte er die Zinsen als Betriebsausgaben absetzen können, da sowohl die Kosten für den Wagen als auch die GewSt-Zahlung betrieblich veranlaßt sind.

Geschäftsessen sind nicht immer Chefsache

Geschäftsessen sind immer zum Wohle der Firma. Dabei kann, auch ohne Ihre Anwesenheit auf Sie angestoßen werden. Wenn zum Beispiel ein Arbeitnehmer in Ihrem Auftrag die Bewirtung eines Geschäftsfreundes übernimmt. Die Auslagen bekommt er dann selbstverständlich erstattet. Und auch Sie sollten sich das Geld wiederholen. Vom Finanzamt. Denn auch diese Fremdbewirtungskosten sind unter der Rubrik Betriebsausgaben geltend zu machen.

Reisen Sie ruhig zu zweit: Sie und Ihr Auto

Auch Ihr Liebstes dürfen Sie ruhig auf Geschäftsreise mitnehmen: Ihren Wagen. Denn auch dann können Sie Fahrtkosten als Betriebsausgabe geltend machen. 0,30 EUR pro gefahrenem Kilometer können Sie pauschal veranschlagen. Das Finanzamt verlangt von Ihnen allerdings eine Aufstellung, die tabellarisch die Fahrten nach Zeit, Zweck, Strecke, Entfernung, Gesamtbetrag der Pauschale und den Nebenkosten aufschlüsselt. Diese Mühe sollte Ihnen die Geborgenheit, die Ihnen dann die kleinen Fußballschuhe unter dem Innenspiegel in der Fremde vermitteln, aber auch wert sein.

Die Nebenstelle ist Ihre Verbindung zum Finanzamt

Wenn Sie hingegen zu Hause arbeiten, brauchen Sie schon einen guten Draht zum Finanzamt, um Telefonkosten als Betriebsausgabe abzusetzen. Lassen Sie sich dazu doch einfach einen zweiten Anschluß neben dem Privatanschluß legen, am besten angemeldet auf den Namen der Firma. Denn dann wird das Finanzamt die Leitung nicht kappen, sondern in der Regel Ihre Ansprüche anstandslos akzeptieren.

Mit der Betriebsaufgabe ist noch nicht alles vorbei

Alles hat seine Grenzen. Auch die Geduld der Banken. Wenn Sie sich wegen schlechter Konjunkturlage, hoher Schulden oder dickem Kopf entschlossen haben, Ihre unternehmerische Tätigkeit aufzugeben, müssen Sie aber nicht befürchten, daß die Banken Sie ein Leben lang verfolgen werden. Denn selbst wenn der Verkauf sämtlicher Vermögensgegenstände nicht zur Tilgung der betrieblich veranlaßten Kredite reicht, müssen Sie die restlichen Schulden zwar zunächst bezahlen, aber nicht aus eigener Tasche. Denn auch sämtliche Zinszahlungen, die Sie im Ruhestand leisten, sind als Betriebsausgabe zu veranschlagen. Auch nach Betriebsaufgabe können Sie also für die Gesellschaft etwas produzieren: Kosten.

Beispiel:

Herr Müsig hat seinen Gewerbebetrieb in 1996 für 200.000 EUR veräußert, die er zur Tilgung der Firmenkredite nutzt. Es bleibt jedoch eine Restschuld i. H. v. 100.000 EUR für die er in 2004 10.000 EUR Zinsen zahlt.

Herr Müsig hat in 2004 einen Verlust aus Gewerbebetrieb i. H. v. 10.000 EUR.

Hat er in 2004 z. B. ein zu versteuerndes Einkommen i. H. v. 200.000 EUR, wären bei einem Steuersatz von 50 % 100.000 EUR ESt. fällig. Macht er die nachträglichen Zinszahlungen geltend, vermindert sich der Gesamtbetrag der Einkünfte durch den Verlust um 10.000 EUR. Das zu versteuernde Einkommen beträgt nur noch 190.000 EUR.

Er müßte dementsprechend nur 95.000 EUR ESt. zahlen.

Für Telefonkarten gibt Ihnen der Fiskus das nötige Kleingeld

Telefonkarten sind zu seltenen und begehrten Sammlerstücken geworden. Nicht selten werden sie aber auch für Telefonate auf Geschäftsreisen genutzt. In diesen Fällen können Sie die Kosten über die Betriebsausgaben abrechnen. Wichtig ist dann aber, daß Sie nicht nur die Karten, sondern auch die entsprechenden Kaufquittungen leidenschaftlich sammeln.

Schon bei der Wahl des Telefons können Sie sich verwählen

Viele Berufe benutzen vor allem ein Handwerkszeug: das Telefon. Natürlich können die betrieblich veranlaßten Telefonkosten in vollem Umfange in die Betriebausgabenaufstellung mitaufgenommen werden. Zu berücksichtigen sind dabei nicht nur die monatlich in Rechnung gestellten Gebühren, sondern auch die Grundgebühr und das Telefon selbst. Sie sollten es allerdings nicht übertreiben. Denn wenn Ihr Gerät die 410-EUR-Grenze übersteigt, können Sie das Ganze nur über die Nutzungsdauer verteilt vom Fiskus zurückfordern. Ein von Markus Lüppertz gestaltetes Designertelefon mit 260 Wahlspeichern wird es also schwer haben. Und außerdem, wer braucht schon ein Telefon, das sich mehr merken kann als ein durchschnittlicher Abiturient?

Mit einem Portobuch wird Ihre Firma zur Inkassogesellschaft

Für einen elegischen Liebesbrief braucht man Zeit. Für eine Rechnung nicht. Gleichwohl kann es bei unserer Post geschehen, daß zwischen Absenden und Empfang eines Rechnungsschreibens geraume Zeit vergeht. Der eine oder andere mag sich dann gar nicht mehr daran erinnern, ein solches Schreiben je erhalten zu haben. Das Portobuch ist da nicht nur dem Finanzamt gegenüber niet- und nagelfester Beleg. Mit einem Blick wissen Sie, was Sie wann an wen verschickt haben. So können Sie jedem säumigen Schuldner Brief und Siegel auf die entsprechende Rechnung oder Mahnung geben. Ein durchaus nützlicher Nebeneffekt also, der nicht nur Ihre Portokasse füllt.

Nicht nur für den Briefträger muß der Adressat leserlich sein

Wer ganz sicher sein will, daß seine Portokosten als Betriebsausgabe zu Buche schlagen, dem hilft nur eins: Buch führen. Denn nur durch ein Portobuch ist gewährleistet, daß das Finanzamt nicht die Annahme Ihrer Aufwendungen verweigert. In ihm schlüsseln Sie haargenau die einzelnen Posten nach Datum, Porto, Adressat und Inhalt auf. Natürlich angereichert durch die amtlichen Quittungen der Post.

Besondere Anlässe brauchen besonders hohes Porto

Es gibt Monate, da bestreiten Sie auch Ihre geschäftliche Korrespondenz nicht einfach aus der Portokasse. Sind die Portokosten also einmal außergewöhnlich hoch, empfiehlt es sich, die obige Aufstellung noch um einen Punkt zu ergänzen: den Grund für die hohen Kosten. Zum Beispiel, wenn ein zehnjähriges Firmenjubiläum Sie zu repräsentativen Einladungen von der Größe eines Schlafzimmerschrankes zwang. Die Quittung des Postamtes, sowie eine Liste der Adressaten können Sie dann als Beleg anheften.

Das Finanzamt möchte Ihre Brieffreunde kennenlernen

Wer Porto als Betriebsausgabe abrechnen möchte, muß dem Finanzamt etwas zeigen. Und zwar nicht seine Briefmarkensammlung. Grundsätzlich ist immer genau der Adressat des abzurechnenden Briefes zu nennen. Da aber dieses Verfahren nicht nur für weltumfassende Mischkonzerne, sondern selbst für den kleinen Freiberufler zu aufwendig wäre, hat sich folgende Vereinfachung eingeschliffen: Kleinbeträge können ohne Einzelnachweis einfach anhand der Quittung des Postamtes geltend gemacht werden. Darüber hinaus gehende Portokosten sind dagegen monatlich bzw. bei sehr hohen Kosten auch wöchentlich aufzuzeichnen. Aufgeschlüsselt nach Datum des Erwerbs sowie nach Zeitpunkt und Umfang des Verbrauchs. Der Glaubwürdigkeit halber sollten Sie auch immer einen kleinen Bestandteil Ihres Portos als privat verbraucht ausweisen. Zum Beispiel für Briefe an die Mutter. Denn Mutterliebe hebt behördlicherseits immer Ihr Ansehen.

Ist der Verkehr mit Behörden für Sie Liebhaberei?

Behörden bekommen von Amts wegen viel Post. Vermutlich auch von Ihnen, denn eine freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit ist immer mit einem Haufen Papierkram verbunden. Die Portokosten, die Ihnen bei der Korrespondenz mit den Dienststellen entstehen, sind abzugsfähige Betriebsausgaben. Zumindest, insoweit sie betrieblich veranlaßt sind. Entscheidend ist, ob ein privates Mitinteresse an dem Amtsvorgang auszuschließen ist. Wenn Sie sich also um die Baugenehmigung für ein Atommüllendlager bemühen, kann dieses ausgeschlossen werden. Bei der Beschwerde wegen eines Bußgeldes hingegen nicht. Selbst wenn man Sie im Firmenwagen stoppte.

Ihre Post bringen Sie am besten zum Finanzamt

Wir hoffen, bei Ihnen geht die Post ab. Denn der Brief, von der Postwurfsendung bis zur persönlichen Einladung, ist immer noch das beste Mittel, neue Geschäftspartner zu werben. Das Porto ist dabei zwar alles andere als billig, aber immerhin trägt auch der Staat sein Scherflein dazu bei. Denn geschäftliche Portokosten sind selbstverständlich in vollem Umfang als Betriebsausgaben abzugsfähig. Und das unabhängig davon, ob die Akquise von Erfolg gekrönt war. Auch wenn Ihre Werbepost ein Schlag ins Wasser war, ging Ihnen also wenigstens noch das Finanzamt "auf den Leim".

Beispiel:

Herr Ramsch, Antiquitätenhändler von Beruf, stellt seine Stilmöbel auf Messen aus und verkauft sie dort. Bevor er an einer Messe teilnimmt, verschickt er Einladungen an potentielle Kunden. Die meisten dieser Personen besuchen ihn auf den Messen, kaufen jedoch keine Antiquitäten. Der Händler kann trotzdem sämtliche Portokosten als Betriebsausgaben geltend machen.

Ihre privaten Immobilien sind Investitionskapital

Als Eheleute können Sie ruhig alles mit Ihrem Partner teilen, auch die Bauvorhaben. Denn wenn Sie Unternehmer oder Freiberufler sind, bietet Ihnen der Gesetzgeber dann die Möglichkeit trotzdem im vollen Umfange Steuern zu sparen. Denn nicht nur Ihren Anteil der Abschreibung, sondern auch den Ehegattenanteil können Sie, genau wie mögliche erhöhte Abschreibungen, voll und ganz als Betriebsausgabe ansetzen. Der Bundesfinanzhof hat dies am 19.10.1995 in einem Urteil verfügt. Die Privatvilla wird so zum Firmensitz.

Ihre Verwandten würden alles für Sie tun - Auch für Geld

Familie ist etwas wunderschönes. Sie gibt Ihnen Zuneigung und Geborgenheit. Geben Sie ihr das Gefühl, daß Sie sie brauchen ... als Arbeitskraft zum Beispiel. Denn Verluste aus einem Dienstverhältnis mit einem Angehörigen können Sie als Betriebsausgaben absetzen. Allerdings, wie Ende letzten Jahres der Bundesfinanzhof verfügte, nur dann, wenn die Arbeitsverträge einem Fremdvergleich standhalten. Damit sind allerlei arbeitsrechtliche Bestimmungen gemeint: schriftlicher Arbeitsvertrag, geregelte Arbeistzeit, regelmäßige Bezahlung, Jahresurlaub usw. Wenn Ihre Mutter also für Sie putzt, ist das Finanzamt mit seinen Anforderungen im Grunde die zuständige Arbeitnehmervertretung.

Ist das häusliche Telefontischchen Ihre Fernsprechzentrale?

Auch wenn Sie nur Ihr privates Telefon geschäftlich nutzen, bleiben Sie nicht allein auf den Kosten sitzen. Denn es gibt auch dann nicht nur R- sondern auch F-Gespräche: Einheiten, die das Finanzamt über den Umweg der Betriebsausgaben übernimmt. Sie müssen dazu nur fein säuberlich in einer Auflistung die geschäftlichen Telefonate von den sonstigen Kosten trennen. Am besten mit Hilfe eines Gebührenzählers. Notieren Sie also immer die Zählerstände zu Anfang und Ende, die Gesamtgebühren des Telefonats, den Gesprächsteilnehmer sowie die Art des Gesprächs. Bemerkungen wie "Akquisitionsgespräch" oder "Vertragsverhandlung" sind dabei hilfreicher als Werturteile wie "stockend" oder "unterhaltsam".

Das Finanzamt muß Ihren Geschäftsfreunden nichts bieten

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Deshalb werden auch Geschäftessen inzwischen häufig durch ein Rahmenprogramm von Stehgeiger, Nachtclub oder Topfschlagen umrahmt. Das mag vielleicht anregend sein, besonders lukrativ ist es nicht. Denn wie der Bundesfinanzhof am Beispiel des Besuches eines Stripteaseclubs entschied, wird in diesen Fällen der Hauptzweck nicht mehr in der Bewirtung mit Speis und Trank gesehen. Die Ausgaben sind damit unangemessen und als Betriebsausgaben nicht zu veranschlagen. Sie sollten also mit Ihren Geschäftsfreunden keineswegs Eurodisney besuchen. Es sei denn, Sie wollen das Ganze kaufen.

Je später Abend, desto lückenhafter die Rechnung

Je nach Größe des Betrages wird man sich in dem Lokal an Sie und Ihre Geschäftspartner erinnern. Die Unterschrift des Gastwirtes oder andere Nachträge sollten also selbst nach einiger Zeit keine Schwierigkeiten bereiten. Auch das Finanzamt ist in diesem Fall nachtragend. Denn auch nachträglich berichtigte Bewirtungsnachweise werden unbeanstandet anerkannt. Allerdings nur bis zum Ende des Geschäftsjahres, in dem das Essen stattgefunden hat.

über 100 EUR kennt der Wirt seine Gäste

Liegt Ihr Rechnungsbetrag über 100 EUR, sind nicht nur Sie und das Finanzamt gefordert. Auch der Gastwirt. Denn er muß in diesen Fällen den Namen des bewirtenden Gastgebers in der Rechnung aufführen. Die Beteuerung, daß Sie häufig in seinem Restaurant mit Geschäftspartnern einkehren und man schon bei Ihrem Eintritt Ihr Lied zu spielen beginnt, reicht da zumindest vor Gericht nicht aus. Selbst wenn Erscheinungsjahr und Interpret genannt werden.

Das Finanzamt speist Sie auch mit einem Trinkgeld ab

Anständige Bedienung soll auch anständig honoriert werden. Mit aufmunternden Worten, stehendem Beifall oder üblicherweise mit Trinkgeld. Denn Sie können sich dann ja wiederum beim Staat bedienen. Auch Trinkgelder sind als Betriebsausgaben anzusetzen. Bei Summen von bis zu 10 %, höchstens aber 25 EUR, reicht es, wenn der Bedachte kurz handschriftlich quittiert. Bei allem darüber benötigen Sie einen maschinellen Beleg. Manche Etablissements stellen diese maschinelle Rechnung aber Ihren Bediensteten in Rechnung. Sie sollten also nicht immer darauf bestehen, denn schließlich hat auch die Bedienung ihre Auslagen. So ein Studium ist ja heutzutage alles andere als billig.

Das Finanzamt ist Fan Ihres Gastwirtes

Auch wenn Ihre Geschäftspartner während des Essens den anvisierten Vertrag nicht unterschrieben haben, brauchen Sie ein Autogramm. Das des Gastwirtes. Denn nur, wenn die Quittungen von ihm gegengezeichnet sind, bereitet die Anerkennung keine Probleme. Das Finanzamt macht Sie also zum Autogrammsammler. Sie sollten es aber nicht übertreiben. Denn auf Starschnitten in Jugendmagazinen machen sich die meisten Gastwirte nicht so gut.

Privatgespräche zerstören den guten Draht zu Ihren Mitarbeitern

Wissen Sie eigentlich, wie hoch der Anteil der Privatgespräche Ihrer Mitarbeiter an Ihren Telefonkosten ist? Nein? Gut so! Dann sollten Sie sich auch gar nicht weiter um Aufklärung bemühen. Denn Privatgespräche sind zwar auch als Betriebsausgaben abzugsfähig. Sie müßten aber, würden sie bewußt gewährt, in den Lohnabrechnungen Ihrer Angestellten gesondert ausgewiesen und von diesen als geldwerter Vorteil versteuert werden. Da ist es schon besser, Sie wollen weiterhin nichts davon hören. Selbst wenn in der Mittagspause Ihr Fernsprechnetz durch Gespräche mit Mutter, Frau, Kind oder Bekannten erst zur Hotline wird.

Ein Kratzer am Mietwagen soll Ihr Schaden nicht sein

Auf Geschäftsreisen sind Sie nicht Midas. Nicht alles machen Sie zu Gold. Manches machen Sie auch einfach nur kaputt. Zum Beispiel den Mietwagen. Aber keine Sorge, auch Schäden, die Ihnen der Autovermieter in Rechnung stellt, gehen über die Betriebsausgaben zu Lasten von Vater Staat. Allerdings nur, wenn der Unfallschaden auf einer geschäftlich bedingten Fahrt entstanden ist. Und das sollte aus dem Fahrtenbuch hervorgehen. Wenn da dann irgendetwas von einem Stockcarrennen steht, sehen wir schwarz.

Am Ende wird abgerechnet. Hoffentlich maschinell

Am Ende eines Geschäftsessens steht nicht nur hoffentlich ein Geschäftsabschluß, sondern auch die Rechnung. Diese sollte maschinell erstellt sein und alle verzehrten Speisen und Getränke Stück für Stück mit den dazugehörigen Preisen ausweisen. Nur dann wird sie auch vom Finanzamt mitbeglichen. Fettflecken und Speisereste erhöhen dabei die Authentizität.

Das Finanzamt sucht Ihnen einen Job

Sie sind nicht allein. Gerade, wenn Sie sich um einen lukrativen Posten bewerben. Daher sollten Sie sich von der Masse der Bewerber abheben. Durch einen auffälligen Namen, eine schräge Frisur oder am besten durch eine hervorragende Bewerbungsmappe. Ein Farbbild hinterläßt da einen bleibenderen Eindruck als ein Schwarzweißfoto. Ebenso sticht natürlich eine gebundene Mappe, womöglich in Goldschnitt und Schweinsleder, gegenüber ausgerissenen Ringbucheinlagen deutlich hervor. Es sollte Ihnen also nichts zu teuer sein, denn: das Finanzamt zahlt. Die Kosten für das Binden der Unterlagen, das Briefpapier, die Fotokopien, die Umschläge, die Fotos, aber auch für die Fahrten zu den Geschäften, in denen Sie das benötigte Material besorgt haben, schlagen als Werbungskosten zu Buche. Denn schließlich möchte der Staat schon aus purem Eigennutz, daß aus Ihnen etwas wird.

Ein Versuch kostet nichts und spart vielleicht sogar Geld

Probieren geht über studieren. Beim Essen wie in Steuerdingen. Wenn Ihnen also bei Ihren Bewirtungsnachweisen einige Angaben fehlen, sollten Sie trotzdem versuchen, Betriebsausgaben geltend zu machen. Denn in der Regel wird das Finanzamt nur bei sehr hohen Rechnungsbeträgen auf die Einhaltung sämtlicher Belegvorschriften bestehen. Wenn Ihr Anspruch abgelehnt wird, sollten Sie das dann allerdings auch klaglos verdauen.

Statt des Soufflés gibt es vielleicht einen Massenauflauf

Dennoch gibt es Fälle, wo nicht jeder, der sich auf Ihre Kosten den Bauch vollgeschlagen hat, mit Namen zu benennen ist. Wenn nämlich die Aufführung der geladenen Gäste jeden Rahmen sprengen würde. Bei Königshochzeiten zum Beispiel, oder wenn Herr Fischer mit seinen Chören spiese. In diesen Fällen reicht es hin, wenn Sie nur die Anzahl der Personen angeben und kurz skizzieren, um was für eine Personengruppe es sich handelte. Angaben zum Gesangsrepertoire können Sie sich im obigen Falle aber schenken.

Man interessiert sich brennend für Ihre Reisebekanntschaften

Am Ende Ihrer Reise sollten Sie mit den Leuten, die Sie kennengelernt haben, unbedingt Adressen austauschen. Damit man in Kontakt bleibt, die schönen Wochen nicht vergißt. Vor allem aber, damit man dem Finanzamt das Ganze in Rechnung stellen kann. Denn das Finanzamt möchte, ähnlich wie bei den Bewirtungskosten, ganz genau wissen, wo Sie wann mit wem waren. Nennen Sie daher also alle Personen, die Sie auf Geschäftsreisen getroffen haben, namentlich und mit ihrer Funktion. Duz- und Spitznamen etwaiger Reiseleiter und Animateure können Sie jedoch außen vor lassen.

Ihr Handy tragen Sie bei sich, die Kosten trägt der Staat

In Sachen Mobiltelefon sollten Sie die geistige Beweglichkeit Ihres Sachbearbeiters nicht überschätzen. Ein Handy ist als Betriebsausgabe anzusetzen. Aber nur dann, wenn Sie seine Existenz beruflich begründen können. Zum Beispiel, wenn Sie als Chefarzt, Top-Manager oder Hausmeister ständig erreichbar sein müssen. Argumentieren Sie also, daß das Handy rein geschäftlich genutzt werde und für Privatgespräche ja noch der normale stationäre Telefonanschluß zur Verfügung stehe. Untermauern sollten Sie diese Argumentation mit Telefonrechnungen, die ausweisen, daß das Gerät auf den Namen der Firma betrieben wird. Wenn Sie so vorgehen, telefonieren Sie mit Rechts und schaffen sich Steuererleichterungen mit Links.

Für Ihre Faxkosten brauchen Sie einen Zeugen: das Faxgerät

Betrieblich veranlaßte Faxkosten sind inklusive aller Nebenkosten in die Betriebsausgaben miteinzubeziehen. Sie sollten aber von vornherein dafür sorgen, daß das Finanzamt bei der Anerkennung der Aufwendungen keine Faxen macht. Wenn Sie Ihr Büro im Privathaushalt eingerichtet haben, werden Sie also jede einzelne Sendung als beruflich bedingt nachweisen müssen. Das Finanzamt erwartet dazu Ihren Bericht: den Sendebericht. Sammeln Sie also einfach die Kurzmitteilungen, die das Gerät jeweils als Beleg ausdruckt. Auf diesen kleinen Zetteln notieren Sie dann noch die Anzahl der Gebühren (ein Gebührenzähler sollte also vorhanden sein), den Adressaten und den Inhalt des jeweiligen Faxes. Und da sollten Sie Ihren Geschäftspartnern nicht nur Faxen gefaxt haben.

Bei einem Mietwagen ist ein Fahrtenbuch die halbe Miete

Auf Geschäftsreise muß man gedanklich mobil sein. Damit der Körper aber mit dem Geist mithält, ist in vielen Fällen ein Mietwagen gefordert. Auch er kann dem Finanzamt in Rechnung gestellt werden. Allerdings erwartet man einige Angaben von Ihnen, die Sie am besten in einem Fahrtenbuch notieren: Wann wurden die einzelnen Fahrten gemacht? Wohin sind Sie gefahren? Wie viele Kilometer haben Sie zurückgelegt? Und warum haben Sie die Fahrt angetreten? Auf Angaben zu Außentemperatur, Benzingemisch und Biorythmus hat man sich aber entschlossen zu verzichten.

Kost und Logis gehen auf getrennte Rechnung

Wer auf Geschäftsreise ist, hat für Kost und Logis zu sorgen. Die Rechnung übernimmt dann über die Betriebsausgaben der Staat, aber nur getrennt. So dürfen Hotelkosten zwar in vollem Umfang veranschlagt werden. Enthalten diese aber auch Essen und Trinken, so wird von Seiten des Fiskus Ihre zusätzliche Verpflegungspauschale gekürzt: bei einem Frühstück um 15 %, bei Mittag- oder Abendessen um jeweils 30 %. Eine Musikgruppe wie Bed & Breakfast hätte sich also aus fiskalischen Gründen zu trennen. Von der Musik ganz zu schweigen.

Leider reist die Firmenstechuhr nicht mit

Alles dauert seine Zeit. Auch bei den Besprechungen auf Ihrer Geschäftsreise ist die Dauer ein wichtiger Faktor. Nicht nur für den erfolgreichen Abschluß, sondern ebenso für die erfolgreiche Abrechnung. Achten Sie daher darauf, daß Ihre berufliche Tätigkeit pro Tag nicht zu dürftig, aber auch nicht zu üppig ausfällt. Alles, was etwa einem normalen Arbeitstag entspricht, ist ideal. Alles über 24 Stunden dagegen schon von vornherein verdächtig.

Nicht immer haben Sie Erfolg, aber auf jeden Fall Kosten

Sie müssen nicht nutzlos sein, um nichts als Kosten zu produzieren. Auch wenn Sie fest in Lohn und Brot stehen, kann Ihnen niemand verbieten, sich auf Teufel komm´ raus zu bewerben. Um eine neue Position zu ergattern, vor allem aber um Ihre Werbungskosten zu erhöhen. Ob Sie sich beruflich oder nur steuerlich verbessern, darf dabei nicht interessieren.

Geschäftsreisen nach Utopia sind nicht begünstigt

Wenn die Nächte wieder länger werden, der Frost auf unseren Windschutzscheiben dichter, dann packt auch den Finanzbeamten das Fernweh, und er träumt sich zu fernen Ländern und Kontinenten. Sollte er bei seinen Träumereien aber nicht auf die von Ihnen angegebenen Orte und Firmen treffen, haben Sie ein Problem. Denn er wird dann weiter nach der Firma fahnden und auch versuchen, die von Ihnen angegebenen Gesprächspartner ausfindig zu machen. Daher sollten Sie darauf achten, daß es die von Ihnen genannten Firmen an dem Reiseort überhaupt gibt. Wenn es Sie also nach Leverkusen oder Ludwigshafen zieht, sollte es keine Probleme bereiten, entsprechend bekannte Firmen zu finden.

Ein Gewerbe an zwei verschiedenen Orten?

Sie können nicht an zwei Orten gleichzeitig sein. Aber Sie können an beiden Orten eine Wohnung innehaben und damit die doppelte Haushaltsführung beantragen. Auch als Freiberufler und Gewerbetreibender. Die zusätzlichen Ausgaben sind dann nicht unter Werbungskosten, sonderrn unter den sonstigen Betriebsausgaben zu vermerken. Die Kriterien für die Anerkennung bleiben die gleichen wie bei Nichtselbständigen. Und wer sie immer noch nicht auswendig aufsagen kann, wird zum Nachsitzen auf die doppelte Haushaltsführung im Kapitel der Werbungskosten verwiesen.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen

Leider werden Sie aber auch über den Inhalt Ihrer Treffen Rechenschaft ablegen. Das heißt, Sie müssen dem Finanzamt die berufliche Veranlassung Ihrer Gespräche am Reiseort plausibel machen. Und zwar en Detail. Die Projekte, die besprochen wurden, müssen also genau benannt werden. Bei Reisen nach Süd- und Mittelamerika müssen wir Sie allerdings darauf hinweisen, daß Putschversuche zwar auch beruflich veranlaßt sind, jedoch in den seltensten Fällen anerkannt werden.

Beispiel:

Steuerberater Veigel reist am 5. Februar 2004 von Köln nach München, um Herrn Pingel, dem Chefbuchhalter der Firma Flachstahl Fatal, einige Tips zur Bildung stiller Reserven zu geben. Daraus ergäbe sich folgende Erklärung:

5. Februar 2004, 6.00-20.00 h, Treffen mit Herrn Pingel, dem Chefbuchhalter des Mandanten Flachstahl Fatal, zwecks Beratung zur Neubewertung des Grundvermögens der Firma. Das Treffen fand im Betriebsgebäude der Firma Flachstahl Fatal in der Grünwalder Str. 195 in München statt.

Das schönste an Geschäftsreisen sind die Souvenirs

Reisende Leute soll man nicht aufhalten. Das Finanzamt findet sogar, man sollte sie steuerlich begünstigen. Denn schließlich sind viele Reisende geschäftlich unterwegs und füllen damit nicht nur die eigene Tasche, sondern auch den Staatssäckel. Beruflich bedingte Reisen sind damit als Betriebsausgaben abzugsfähig. Allerdings nur, wenn sie auch entsprechend beruflich genutzt werden. Wer bei 14 Tagen Badeurlaub einmal vom Pool aus auch mit Kunden telefoniert, wird seine Ansprüche wohl kaum durchsetzen können. Daher empfiehlt es sich, am Ende der Reise für jeden Reisetag zumindest einen Termin mit Uhrzeit, Datum, Ort und Gesprächspartner belegen zu können. Und wenn sie nur mit einer Badeschönheit konferierten.

Für Selbständige ist Umzug auch Produktionsverlagerung

Nur ein beruflich veranlaßter Umzug kann dem Staat in Rechnung gestellt werden. Bei Freiberuflern und Kleingewerbetreibenden zieht aber häufig mit der Person auch automatisch das Gewerbe mit. Und das nicht nur beim Zirkus. Umzugskosten sind also bei Selbständigen nahezu ausnahmslos in vollem Umfang beruflich veranlaßt und damit abzugsfähig. Tragen Sie sie einfach unter den Betriebsausgaben mit ein. Alles, was schon im Kapitel Werbungskosten unter Umzugskosten geführt wurde. Nur in Einzelfällen werden Sie die Kosten aufzuteilen haben: Zum Beispiel wenn sich Wohn- und Geschäftsräume in einem Gebäude befinden. Oder im selben Wagen.

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